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Aktuell 2022


Spionage vom Brocken und anderen Harzbergen im Kalten Krieg

Bildvortrag von Dr. Friedhart Knolle. Über viele Jahrzehnte hinweg standen auf vielen Harzbergen in West und Ost Spionagetürme – nicht nur auf dem Brocken. Was wurde hier belauscht und welche Rolle spielten diese Anlagen im Kalten Krieg? Der Referent spricht über ein weitgehend ungeschriebenes Kapitel Harzgeschichte. Der Eintritt ist frei. Über Ihre Spende zur Unterstützung des Nationalparkhauses freuen wir uns sehr.

Nationalparkhaus Sankt Andreasberg, Erzwäsche 1, Sankt Andreasberg

Freitag, 27.5.2022 19:00

Dauer: ca. 1,5 Stunden

Foto des Brockens aus der Zeit des Kalten Krieges mit seinen Geheimdienstanlagen, Aufnahme: BGS.


Große Pflanzaktion von Omexon-Beschäftigten: 5.000 Bäume im Nationalpark-Revier Hohne gesetzt„

Die Aktion wurde im Rahmen der Omexom Umwelt-Initiative organisiert. Es beteiligten sich rund 100 Mitarbeitende.

Wernigerode, 23. Mai 2022. Tatkräftige Unterstützung erhielt der Nationalpark Harz vor kurzem von rund 100 Beschäftigten des Unternehmensverbundes Omexon im Rahmen einer Umwelt-Initiative. Damit verbunden war auch eine Spende des Unternehmens zur Finanzierung der Aktion.

Der französische VINCI Konzern hilft nach eigenen Angaben in Deutschland dabei, die Energiewende ins Netz zu bringen: Seine Unternehmensmarke Omexom, ein Verbund mittelständischer Unternehmen, baut Stromnetze, schließt Windparks an und beteiligt sich am Ausbau der Elektromobilität. Auch außerhalb des Tagesgeschäfts bemüht sich das Unternehmen, für die Umwelt aktiv zu werden. „OUI“, ein großes französisches „Ja“ – so lautet der Name der Omexom Umwelt-Initiative, mit der Omexom seine Mitarbeitenden in Deutschland zu ökologischem Handeln aufruft

Verschiedene Laubbaumarten gepflanzt

Aktuelles Projekt: Eine Baumpflanzaktion im Nationalpark Harz. „Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor zwanzig Jahren. Die nächstbeste Zeit ist jetzt!“ – so warben die Initiator:innen von „OUI“ für ihre Aktionsidee. Spontan sagten ca. 100 Mitarbeitende mit deren Angehörigen aus ganz Nord-, Mittel- und Ostdeutschland zu, bei dieser Aktion Mitte Mai dabei zu sein. Es ging dabei um die Pflanzung junger Bäume auf einer Fläche im Revier Hohne des Nationalparks Harz. Gepflanzt wurden – natürlich unter fachkundiger Anleitung – verschiedene Laubbaumarten, gezogen in lokalen Baumschulen aus Harzer Saatgut.

Das Ziel, die Marke von 5.000 neu gepflanzten Bäumen, war schneller erreicht, als erwartet. Während die Großen fleißig Setzlinge pflanzten, nahmen Ranger des Parks deren ca. 30 Sprösslinge mit auf Lern- und Entdeckungstour rund um das Erlebniszentrum HohneHof. Selbstverständlich pflanzten zum Schluss auch die Kleinen ihre Bäume.

Zum Projekt gehört nicht nur die Pflanzaktion, sondern auch die Übergabe eines Schecks in Höhe von 5.000 Euro an die Nationalparkverwaltung für die Kosten, die mit dieser „Starthilfe für den Wald von morgen“ verbunden sind. Denis Eckler von der Omexom GA Nord GmbH, der Organisator dieser Omexom Umwelt-Initiative, übergab den symbolischen Scheck zum Schluss der Aktion an den Revierleiter Martin Bollmann.

FOTO 1: Unter fachkundiger Anleitung pflanzten die Teilnehmer im Nationalpark-Revier Hohne verschiedene Laubbaumarten. Foto: Unternehmen,

FOTO 2: (v.l.) Denis Eckler, Leiter Operational Services der Omexom GA Nord GmbH und Initiator der Aktion, Martin Bollmann, Revierleiter im Nationalpark-Revier Hohne, und Franz Immig, Leiter Marketing-Kommunikation, Omexom Deutschland Distribution, Foto: Unternehmen


„Wir sind Natur – entdecken, erleben, verbunden fühlen“: Der 24. Mai ist der Europäische Tag der Parke

Nationalpark Harz lädt ein, bei verschiedenen Veranstaltungen die Naturschätze der Mittelgebirgslandschaft kennenzulernen.

Wernigerode, 16. Mai 2022. Der Nationalpark Harz gehört zu den wertvollsten Landschaften Europas: Als einer der 16 deutschen Nationalparke ist er ein international anerkanntes Naturschutzgebiet der höchsten Schutzkategorie. Als Lebensraum von europäischer Bedeutung ist er auch Teil des europaweiten Schutzgebietsystems „Natura 2000“. Anlässlich des „Europäischen Tags der Parke“ am 24. Mai lädt die Harzer Nationalparkverwaltung die Besucher/-innen des Großschutzgebietes, aber auch die Menschen, die in der Region leben, ein, bei verschiedenen Veranstaltungen vom 21. bis 25. Mai die Harzer Bergwildnis und die Naturschätze dieser einzigartigen und artenreichen Mittelgebirgslandschaft kennenzulernen.

Der Europäische Tag der Parke (engl. European Day of Parks) findet jährlich am 24. Mai statt und würdigt die europäischen Großschutzgebiete und deren Leistungen für die Gesellschaft. Jedes Jahr findet die Veranstaltung unter einem bestimmten Thema statt.

„Wir sind Natur – entdecken, erleben, verbunden fühlen“

Schutzgebiete sind ideale Orte, um die Natur zu entdecken und zu erleben. In einem immer stärker urban geprägten Europa können die Menschen sich an diesen Orten erden und fühlen, dass auch sie Teil der Natur sind. Unter dem Motto „Wir sind Natur – entdecken, erleben, verbunden fühlen“ zelebriert der diesjährige Europäische Tag der Parke die Bedeutung der Schutzgebiete in Europa als Orte der Entdeckungen und des Staunens, der Abenteuer und zugleich als Quelle der Erholung und Entspannung.

Auf mehr als einem Drittel der Landesfläche Deutschlands leisten die 104 Naturparke, 18 Biosphärenreservate, 16 Nationalparke sowie zwei zertifizierten Wildnisgebiete vereint als Nationale Naturlandschaften einen signifikanten Beitrag für Erholung, Naturerleben und naturverträglichen Tourismus in Deutschland. Die abwechslungsreichen und spektakulären Landschaften in den Nationalen Naturlandschaften wecken eine Vielzahl an Emotionen – Faszination, Freude und Staunen über die Vielseitigkeit, aber auch die kleinen und großen Wunder der Natur. Außerdem fungieren Schutzgebiete als Begegnungsorte, sie bieten grüne Räume für gemeinsame, unvergessliche Naturerlebnisse mit Freund/-innen oder Familie auf Wanderungen oder Fahrradtouren.

Naturerlebnis-Programm

Rund um den „Europäischen Tag der Parke“ hat der Nationalpark Harz eine Reihe von Angeboten und Veranstaltungen für seine Gäste im Naturerlebnis-Programm:

Be a Part of the Park

Samstag, 21.05.2022 / 09:00 Uhr

Werden Sie ein Teil des Nationalparks! Bei dieser sehr anspruchsvollen Ganztagswanderung für geübte Wanderer erfahren Sie vom Ranger, warum das Chaos im Nationalpark gewünscht ist. Nach der Fahrt mit dem Linienbus von Bad Harzburg nach Torfhaus (Kosten nicht inklusive) lernen Sie auf dem Weg zurück nach Bad Harzburg die verschiedenen Lebensräume des Nationalparks kennen und erfahren, warum der Borkenkäfer zu einem Wald im Wandel dazugehört.

Dauer: ganztags (ca. 15 km, Rucksackverpflegung empfohlen), Anmeldung: 05322/53001

 

„Internationaler Tag der Biodiversität“ - Aktionstag am Natur-Erlebniszentrum HohneHof

Sonntag, 22.05.2022 / 11:00 bis 16:00 Uhr

Der 22. Mai ist Internationaler Tag der Biodiversität. Die Artenvielfalt ist neben der genetischen Vielfalt und der Vielfalt der Lebensräume ein Teilaspekt der Biodiversität. Das Natur-Erlebniszentrum HohneHof lädt anlässlich dieses Tages zu vielfältigen Aktionen ein. Wir wollen gemeinsam mit Ihnen einen Blick auf die Entwicklung und Bedeutung der Artenvielfalt im Nationalpark Harz werfen. Anmeldung: nicht erforderlich (Informationen unter 039455/8640)

 

Pflanzenvielfalt im Nationalpark Harz – geführte Wanderung im Hohnegebiet

Sonntag, 22.05.2022 / 11:00 bis ca. 13:00 Uhr

Begleiten Sie Botaniker Dr. Hans-Ulrich Kison auf einer geführten Wanderung im Hohnegebiet zum Thema „Pflanzenvielfalt im Nationalpark Harz“. Erfahren Sie, wie sich die Artenzahlen im Zuge des Waldwandels entwickeln und verändern, wie sich die Artenzusammensetzung der verschiedenen Lebensräume unterscheidet und welche botanischen Schätze unser Schutzgebiet beherbergt.

Dauer: circa 3 Stunden, Treffpunkt: Natur-Erlebniszentrum HohneHof, maximal 35 Personen, nur mit Anmeldung unter 039455/8640

 

Der Weg des Wassers – unterwegs mit dem Ranger

Dienstag, 24.05.2022 / 10:00 Uhr

Wasser ist ein prägendes Element im Nationalpark Harz. Folgen Sie bei dieser sehr anspruchsvollen Tour dem Weg des Wassers aus den Mooren über Bäche und historische Gräben.

Dauer: ca. 5-6 Stunden (ca. 8-10 km, Rucksackverpflegung empfohlen), Anmeldung: 039455/8640 oder hohnehof@nationalpark-harz.de

 

Mit dem Ranger den Nationalpark entdecken

Dienstag, 24.05.2022 / 10:30 Uhr

Erkunden Sie auf dieser anspruchsvollen Wandertour mit dem Ranger die Natur rund um Bad Harzburg und lernen Sie den Nationalpark Harz näher kennen. Tauchen Sie ein in die Wälder, die hier zur neuen Wildnis werden. Erfahren Sie, wie der Nationalpark den Wald auf dem Weg zur Wildnis unterstützt und wie die Luchse hier wieder heimisch geworden sind. Wunderbare Ausblicke, verschiedene Waldarten und allerlei kleine Wunder am Wegesrand warten nur darauf, entdeckt zu werden.

Eine Fahrt mit der Burgberg-Seilbahn oder der KVG-Buslinie 875 ist möglich (Kosten nicht inklusive).

Dauer: ca. 3,5 Stunden, Anmeldung: 05322 53001

 

Tag „de Luchs“ – Luchsvortrag

Mittwoch, 25.05.2022 / 10:00 bis 11:30 Uhr

Lust auf Luchse? Widmen Sie sich an diesem Tag doch einmal ganz intensiv den größten europäischen Katzen. Einen umfassenden Einstieg in das Thema bekommen Sie bei unserem Luchs-Vortrag. Unser Nationalpark-Ranger berichtet dabei ausführlich über aktuelle Forschungsergebnisse und das Leben der Harzer Luchse.

Für einen kompletten Tag „de Luchs“ empfehlen wir im Anschluss einen Besuch am Luchsgehege. Das Gehege ist zu Fuß oder mit dem Bus erreichbar. Die Ranger beraten Sie gerne. Dauer: ca. 1,5 Stunden, Anmeldung: 05322 53001 

Weitere Informationen zu unseren Veranstaltungen gibt es im Internet unter www.nationalpark-harz.de/de/veranstaltungen

 

Netzwerk der europäischen Schutzgebiete

Bereits seit 1999 organisiert die EUROPARC Federation den Europäischen Tag der Parke, der Europas Schutzgebieten alljährlich eine weitreichende Plattform bietet, um der Öffentlichkeit die Bedeutung der wertvollsten Landschaften Europas näherzubringen. Nationale Naturlandschaften e. V. unterstützen die europaweite Kampagne der EUROPARC Federation.

Die EUROPARC Federation ist die Dachorganisation der europäischen Großschutzgebiete. Der eingetragene Verein repräsentiert rund 400 Mitglieder in 37 Ländern und hat seinen Sitz in Regensburg. Als größtes Netzwerk der europäischen Schutzgebiete vertritt er deren Interessen und verleiht ihnen eine gemeinsame Stimme.

Der Verband unterstützt seine Mitglieder in der internationalen Zusammenarbeit beim Schutzgebietsmanagement und beim Erhalt des natürlichen und kulturellen Erbes in Europa. Mitglieder sind Schutzgebietsverwaltungen, Naturschutzbehörden, NGOs und teilweise auch gewerbliche und touristische Akteure in fast allen Ländern Europas. Nationale Naturlandschaften e. V. ist die deutsche Sektion der EUROPARC Federation.

Weitere Informationen unter www.nationale-naturlandschaften.de 

 

FOTO: Bei einer Wandertour mit dem Ranger können die Besucher/-innen des Nationalparks die Harzer Bergwildnis und die Naturschätze dieser einzigartigen und artenreichen Mittelgebirgslandschaft kennenlernen.

Foto: Sebastian Berbalk, Nationalpark Harz


Achtung: Junge Wildkatzen im Wald! BUND und NABU appellieren: Wildkätzchen bitte im Wald lassen

Frühlingszeit ist Jungtierzeit – auch bei der Europäischen Wildkatze. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der Naturschutzbund Deutschland (NABU) warnen in diesem Zusammenhang vor der Verwechslungsgefahr zwischen Haus- und Wildkatze. Immer wieder kommt es zu folgenschweren Verwechslungen, weil wohlmeinende Spaziergänger*innen junge Wildkatzen aus dem Wald mitnehmen.

 

„Jetzt im Mai werden die jungen Wildkatzen mobil und spielen gern vor ihrem Versteck. Diese Tiere sind nicht hilflos und verlassen – ihre Mutter ist nur auf Mäusejagd und kommt bald zurück“, sagt Andrea Krug, Wildkatzenexpertin beim BUND. Stoßen Wanderer*innen auf graugetigerte Kätzchen im Wald, sollten sie die Jungtiere in Ruhe lassen und sich zügig entfernen. Dann ist die Chance am höchsten, dass die Mutterkatze nicht irritiert wird und bald zurückkehrt.

 

Krug: „Wildkatzen sind streng geschützte Wildtiere, sie sind nicht zähmbar. Im Wald aufgesammelte Jungkatzen werden schnell sehr kratzbürstig. Bestenfalls werden sie dann als Wildkatze erkannt und landen in speziellen Auffangstationen. Doch nicht immer wird der Irrtum schnell erkannt.“ Landen die Wildkatzen in Privathaushalten oder Tierheimen, sind oft schwere Verhaltensstörungen die Folge. Und verboten ist die Haltung von Wildkatzen ohnehin.

 

Nur in seltenen Ausnahmefällen sind die aufgefundenen jungen Wildkätzchen im Wald tatsächlich in Not. Bei Unsicherheiten sollten Spaziergänger*innen zu einem späteren Zeitpunkt nochmal zurückkehren, um die Situation erneut zu bewerten. Hat sich die Situation für die Wildkatze nicht verbessert, sollte man die Untere Naturschutzbehörde im Landkreis, den BUND oder den NABU kontaktieren.

 

Neben der Verwechslungsgefahr mit Hauskatzen gibt noch ein weiteres Problem für junge Wildkatzen: Wildkatzenmütter brauchen naturnahe, vielfältige Wälder mit viel Totholz, um ihre Jungen sicher verstecken zu können. Finden sie keine natürlichen Verstecke, nutzen sie für ihre Jungen auch oft Holzstapel am Wegesrand. Werden die aufgeschichteten Baumstämme dann abtransportiert, kommen die Jungtiere oft um. Mittlerweile werfen viele Wildkatzenmütter auch immer öfter ein zweites Mal im Spätsommer. Während der Aufzuchtzeit zwischen März und September sollten geerntete Holzstämme in Wildkatzengebieten daher entweder ohne Lagerung sofort abtransportiert werden oder die Holzstapel liegengelassen werden. Auch sollte vermieden werden, Flächen mit umgestürzten Bäumen im Frühling und Sommer mit schwerem Gerät zu räumen, da Wildkatzen hier besonders gerne ihre Jungen verstecken. Da aktuell aufgrund von Dürre, Sturmschäden und Borkenkäferbefall viel Holz aus den Wäldern geholt wird, ist diese Problematik von besonderer Bedeutung.

 

Hintergrund

 

Graugetigerte Hauskatzen sehen Wildkatzen oft sehr ähnlich. Unsere Hauskatzen stammen jedoch nicht von dieser, sondern von der Afrikanischen Falbkatze ab. Erst die Römer brachten die Hauskatzen zu uns. Zu diesem Zeitpunkt lebte die Wildkatze schon Zehntausende von Jahren in unseren Wäldern. Hauptmerkmale der erwachsenen Wildkatzen sind ihr sehr buschiger Schwanz mit klar abgesetzten dunklen Ringen und die verwaschene Zeichnung auf cremefarbenen Fell. Oft wirkt sie auch etwas größer und massiger als eine Hauskatze. Bei Jungtieren ist die Unterscheidung allerdings noch schwieriger. Sehr auffällig ist aber ihr Verhalten: Wildkatzen sind ausgesprochen scheu, wild und heimlich. Nachdem sie vor hundert Jahren bei uns fast ausgerottet war, kehrt die Wildkatze mittlerweile in viele ihrer ursprünglichen Lebensräume zurück.

 

Mehr Informationen: www.bund-niedersachsen.de/wildkatze

Flyer „Wildkätzchen gefunden – was nun?“: https://www.bund.net/fileadmin/user_upload_bund/publikationen/wildkatze/wildkatze_handlungsleitfaden_achtung_verwechslungsgefahr.pdf

 

Bei Rückfragen: Andrea Krug, Projektkoordinatorin „Rettungsnetz Wildkatze“, BUND Niedersachsen, Tel. (0176) 343 914 84, Andrea.Krug@nds.bund.net; in der Harzregion: Wildkatzenbotschafter Thorsten Brunke und Jeannette Spaniel, Tel. 0172/417 5413, wildkatzen@brunke-vienenburg.de; Wildkatzengehege Bad Harzburg, Tel. 05322/75330.


Informationstafeln geben Einblick hinter die Kulissen der „Baustelle Natur“ im Nationalpark Harz

Neue Themeninseln zum Wald im Wandel zur Wildnis wurden installiert. WaldWandelWeg und Urwaldstieg wieder geöffnet.

 

Wernigerode, 12. Mai 2022. Waldbilder mit vielen toten Fichten sieht man mittlerweile vielerorts, nicht nur im Harz. Dennoch werfen das Ausmaß und die Rasanz des aktuellen Waldwandels in Deutschlands nördlichstem Mittelgebirge bei vielen Gästen Fragen auf. Seit 2019 wurden daher an stark frequentierten Bereichen des Nationalparks Harz Themeninseln zum Waldwandel installiert. Die zweisprachigen Informationstafeln erlauben Besucher/-innen einen Blick hinter die Kulissen der „Baustelle Natur“ im international anerkannten Schutzgebiet und beantworten Fragen rund um die aktuellen Waldbilder und die Zukunft des Nationalparkwaldes. Fotos und Sichtachsen laden ein, einen direkten Vergleich der sich über die Zeit verändernden Landschaften zu ziehen.

Im Nationalpark Harz darf die Natur sich frei entfalten – nach ihren ganz eigenen Regeln. Auch ehemaliger Wirtschaftswald wandelt sich wieder zum wilden Naturwald. Tote Fichten sind Zeichen dieses Wandels und wichtige Lebensgrundlage für viele Lebewesen. Zwischen ihren Silberstämmen wächst eine neue Wildnis heran, denn die toten Bäume sind nicht das Ende des Waldes – sie läuten den Beginn einer neuen Waldwildnis ein.


Insgesamt elf Themeninseln finden interessiert Gäste im Nationalparkgebiet. Die neueste wurde jetzt am HohneHof fertiggestellt, zwei weitere, an der Bremer Hütte und an der Rangerstation Scharfenstein, werden demnächst aufgebaut. Neben insgesamt vier Stationen an der Brockenstraße finden sich weitere Infobereiche auf dem Brockenrundweg, am Achtermann, am Quitschenberg und hinter dem Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus.
 

Neue Sonderstempelstelle am Natur-Erlebnispfad Urwaldstieg

Der Frühling beginnt in den Harzer Hochlagen immer etwas später. Dafür zeigt er sich aber in einer bescheidenen und einzigartigen Schönheit. Zahlreiche Wanderwege, wilde Landschaften und besondere Kleinode der erwachenden Natur warten darauf, entdeckt zu werden. Auch die über den Winter aus Sicherheitsgründen gesperrten Natur-Erlebnispfade WaldWandelWeg bei TorfHaus und Urwaldstieg an der Brockenstraße sind seit ein paar Tagen wieder geöffnet. Am Urwaldstieg erwartet die Gäste zudem eine neue Sonderstempelstelle der Harzer Wandernadel, welche auch für die Wandernadel "Wildnis-Entdecker" zählt. 

Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite des Nationalparks Harz unter www.nationalpark-harz.de/de/natur-erleben/natur-erlebnispfade/

FOTO: Nationalparkleiter Dr. Roland Pietsch (links) mit Forstwirtschaftsmeister Kai Montag, der letzte Hand an die neuen Informationstafeln „Baustelle Natur“ beim am HohneHof anlegt.

Foto: Martin Baumgartner, Nationalpark Harz


 

Der Tätigkeitsbericht des Nationalparks Harz für das Jahr 2021 ist erschienen

Das Schwerpunktthema des aktuellen Berichts ist „Freiwillig aktiv für den Nationalpark“.

Wernigerode, 11. Mai 2022. Der Tätigkeitsbericht des Nationalparks Harz für das Jahr 2021 liegt vor. Der rund 100 Seiten umfassende Bericht gibt eine umfassende Darstellung der Arbeit der Nationalparkverwaltung. Unter dem Titel „Freiwillig aktiv für den Nationalpark“ wird im Schwerpunktthema des Heftes über die Baumpflanzaktionen mit vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern berichtet.

Es ist der erste Tätigkeitsbericht, dem der neue Nationalparkleiter Dr. Roland Pietsch ein Vorwort vorangestellt hat. Er geht darin auf einige besonders wichtige Handlungsfelder ein, auf denen im zurückliegenden Jahr Fortschritte erzielt, Projekte erfolgreich abgeschlossen und neue Vorhaben auf den Weg gebracht wurden, wie zum Beispiel das Forschungs- und Entwicklungsprojekt „Waldbrandgefährdung und Waldbrandvorbeugung in Mittelgebirgen Deutschlands am Beispiel der Region des Nationalparks Harz“ zusammen mit der Technischen Universität Dresden.

Zuversicht, dass der Harz „abwechslungsreicher, vielfältiger, bunter“ wird

Pietsch hat in seinen ersten Monaten im neuen Amt einen optimistisch stimmenden Eindruck von der Region und vom Großschutzgebiet im Harz gewonnen, wie er schreibt – trotz oder vielleicht auch gerade angesichts der großen Herausforderungen, mit denen die Nationalparkverwaltung in den letzten Jahren der Ägide seines Vorgängers Andreas Pusch umzugehen hatte.

Pietsch stellt fest: „Hinsichtlich des Waldwandels durch das großflächige Fichtensterben auch im Nationalpark Harz bemerke ich inzwischen einen Wandel in der Außenwahrnehmung. Die lange durchaus berechtigten Sorgen und Ängste der Bevölkerung, der Kommunen, der vom Tourismus abhängigen Unternehmen und Touristiker weichen langsam der Zuversicht, dass der Harz abwechslungsreicher, vielfältiger, bunter und damit auch für Naherholung und Tourismus interessanter werden könnte wie seit Jahrhunderten nicht mehr. Ein zukünftiges Alleinstellungsmerkmal für den Harz?“


Foto: Die Nationalparkverwaltung bietet bereits seit mehreren Jahren Baumpflanzaktionen an, bei denen sich Freiwillige engagieren können. Die Nachfrage ist stets sehr groß, die Termine sind schnell ausgebucht. 2021 beteiligten sich mehr als 700 Menschen. Es wurden insgesamt über 37.000 junge Laubbäume, überwiegend Buchen, von Freiwilligen gepflanzt. Foto: Jens Hundertmark, Nationalpark Harz

Große Nachfrage nach Angeboten, sich für den Naturwald zu engagieren

Die große Verbundenheit vieler Menschen – nicht allein der Einheimischen – mit dem Nationalpark Harz kommt besonders im aktiven, ehrenamtlichen Engagement für den Naturschutz und den „Naturwald von morgen“ zum Ausdruck. Nicht nur im Rahmen des „Radio Brocken Baum-Schenkens“ herrschten ganzjährig der Wunsch und eine große Bereitschaft der Bevölkerung, über Pflanzaktionen den Waldwandel durch Einbringung zukünftiger Samenbäume in die vorherigen, teils großflächigen Fichten-Plantagen im Nationalpark zu unterstützen. So wurden insgesamt über 37.000 junge Laubbäume, überwiegend Buchen, von Freiwilligen im Nationalpark gepflanzt.

Die Nationalparkverwaltung macht bereits seit mehreren Jahren Angebote, bei denen sich Freiwillige engagieren können. Die Nachfrage ist stets sehr groß, die Termine sind schnell ausgebucht. 2021 beteiligten sich mehr als 700 Menschen – vom Kindergartenkind über Konfirmandengruppen bis zum Chefarzt und Stadtwerke-Manager.

Umweltfreundlicher Tourismus: Nationalpark-Partner-Netzwerk neu ausgerichtet

Mit dem Jahrestreffen 2021 fand im September die konzeptionelle Neuausrichtung des Nationalpark-Partner-Netzwerks, gefördert durch die Niedersächsische Richtlinie „Landschaftswerte“ in Kooperation mit dem Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie des Landes Sachsen-Anhalt, ihren Abschluss. Als vielfältige und lebendige Gemeinschaft von ausgewählten, nationalparkorientierten touristischen Akteuren agieren die Nationalpark-Partner umweltfreundlich, um aktiv die Natur zu schützen und die Region nachhaltig zu entwickeln.

Im Tätigkeitsbericht dargestellt werden auch die Naturschutzarbeiten der Renaturierung und des Artenschutzes sowie der Waldentwicklung, weiterhin die Arbeit der Werkstätten, des Wildtiermanagements und des digitales Datenmanagements. Wichtige Themen sind auch die Öffentlichkeitsarbeit, die Besucherinformation und -lenkung sowinternationalen Kontakten sowie zur Arbeit des Fördervereins. Den Abschluss bildet ein Verzeichnis der im oder mit dem Nationalpark durchgeführten wissenschaftlichen Qualifizierungsarbeiten, Werkverträgen, ehrenamtlichen Kartierungen, externen Projekte sowie der wissenschaftlichen Veröffentlichungen der Mitarbeiter und von Partnern.

Der Tätigkeitsbericht 2021 kann auf unserer Internetseite in der Rubrik „Veröffentlichungen“ unter https://www.nationalpark-harz.de/de/downloads/ heruntergeladen werden. 


Vorbereitung für den Saisonbeginn am 16. Mai: Freiwillige im Arbeitseinsatz am Brockengarten

Die Ehrenamtlichen haben Heidepflanzen in die Erde gebracht, Instandsetzungsarbeiten ausgeführt und Müll gesammelt.

Wernigerode, 10. Mai 2022. Pünktlich zur Saisoneröffnung am kommenden Montag, 16. Mai, haben am vergangenen Samstag 26 freiwillige Helfer/innen den Brockengarten herausgeputzt. Der Naturschutzbund Deutschland, Kreisverband Harz e.V. und der Nationalpark Harz haben diesen alljährliche Arbeitseinsatz auf der Brockenkuppe erneut organisiert. In den beiden Vorjahren musste dieser Termin coronabedingt leider ausfallen.

Es wurden nun wieder, wie auch in den Jahren zuvor, Besucherlenkungseinrichtungen und der Zaun des Brockengartens repariert. Des Weiteren wurden 2500 autochthone (=einheimische) Heidepflanzen in die Erde gebracht und weitere Pflanzflächen vorbereitet. Und leider mussten die Teilnehmer/innen auch wieder einiges an Müll in der Fläche einsammeln.

Von den Pflegemaßnahmen profitieren seltene Pflanzen 

Von den Pflegemaßnahmen der brockentypischen Bergheiden-Vegetation profitiert nicht nur die Besenheide selbst, sondern auch Pflanzenarten die deutschlandweit nur auf dem Brocken vorkommen. Dazu zählen die Brockenanemone (Pulsatilla alpina ssp. alba), die Starre Segge (Carex bigelowii), die Scheiden Segge (Carex vaginata) und das weltweit nur auf dem Brocken vorkommende Brockenhabichtskraut (Hieracium nigresens ssp. bructerum).

Mit diesem traditionellen Arbeitseinsatz Anfang Mai wird indirekt auch der „Startschuss“ für den Beginn der Brockengartensaison gegeben. In den ersten beiden Maiwochen werden Frühjahrsinstandsetzungsarbeiten durchgeführt, so dass der Garten dann ab Mitte Mai, in diesem Jahr am 16. Mai um 11.30 Uhr, den Brockenbesuchern im Rahmen der 1. Gartenführung in einem ansprechenden Zustand präsentiert werden kann.

 

Gartenbesichtigungen: Montag bis Freitag finden ab dem 16. Mai 2022 um 11.30 Uhr und um 14.00 Uhr Gartenbesichtigungen statt. An den Wochenenden kann man sich den Brockengarten in Kombination mit der Rundwegsführung, die um 12.30 Uhr beginnt, anschauen. Auch Sonderführungen sind nach Anmeldung unter Telefon 0170/ 570 90 15 möglich.

FOTO 1: Die freiwilligen Helfer/innen haben unter anderem 2500 autochthone Heidepflanzen in die Erde gebracht und weitere Pflanzflächen vorbereitet. Foto: Gunter Karste, Nationalpark Harz,

FOTO: Die Teilnehmer/innen des Arbeitseinsatzes auf der Brockenkuppe, den der Naturschutzbund Deutschland, Kreisverband Harz e.V. und der Nationalpark Harz organisiert haben. Foto: Gunter Karste, Nationalpark Harz


Der Nationalpark Harz hat eine neue Linde für den Burgberg in Stapelburg gestiftet

Ein Sturm hatte die etwa 300 Jahre alte Linde auf dem Burgberg umgeworfen. Nun wurde feierlich ein Ersatz eingepflanzt.

 

Wernigerode, 04. Mai 2022. Ein heftiger Sturm hatte im Winter die etwa 300 Jahre alte Linde auf dem Burgberg in Stapelburg umgeworfen. Viele Stapelburger waren darüber sehr traurig, stand der alte Baum doch im Mittelpunkt dieses beliebten Treffpunktes der Gemeinde und war über Generationen eng mit der Geschichte des Ortes verbunden. Die Interessengemeinde (IG) Burgberg hat sich deshalb für eine Neupflanzung eingesetzt und sammelte dafür bereits Spenden.

Der Nationalpark Harz hat nun als Zeichen der Verbundenheit mit dieser Nationalparkgemeinde eine neue Winterlinde gestiftet, die in einer Gemeinschaftsaktion mit der Gemeinde Stapelburg von einer Baumschule in Göttingen abgeholt und am vergangenen Wochenende feierlich auf dem Burgberg eingepflanzt wurde. An diesem Festakt nahmen neben Ortsbürgermeister Detlef Winterfeld und Ulrich Leßmann, dem Vorsitzenden der Interessengemeinschaft, auch Nationalparkleiter Dr. Roland Pietsch und der Ilsenburger Nationalparkrevierleiter Jörg Müller teil, der die Initiative zu dieser Unterstützung ergriffen hatte.

Pietsch sagte zu diesem Anlass: „Mit Stapelburg und seinem Burgberg mit der alten mächtigen Linde verbinde ich schöne Eindrücke während meines ersten Besuchs in der Region vor Antritt meines Amtes. Dieser ganz besondere Platz, der von den Gemeindemitgliedern so liebevoll gestaltet und gepflegt wird, verdient Anerkennung und Unterstützung unserer Partner-Gemeinde. Deswegen haben wir hier sehr gerne ausgeholfen.“

Den Baum setzten Mitglieder der IG Burgberg in die Erde, Kinder aus dem Ort vergruben dort auch eine Zeitkapsel. Forstmitarbeiter des Nationalparks sicherten den neuen Baum am nächsten Tag noch mit Seilen und wässerten ihn.

FOTO 1: Nationalparkleiter Dr. Roland Pietsch (3.v.li.) und Nationalparkrevierleiter Jörg Müller (2.v.li.) mit Ortsbürgermeister Detlef Winterfeld (links) und Ulrich Leßmann, dem Vorsitzenden der Interessengemeinschaft Burgberg (2.v.re., am Mikrofon) bei der feierlichen Pflanzung der neuen Linde auf dem Burgberg in Stapelburg. Foto: Andreas Weihe

FOTO 2: Den Baum setzten Mitglieder der IG Burgberg in die Erde. Foto: Andreas Weihe


Geocacher-Aktion im Nationalpark: „Für uns ist das eine Selbstverständlichkeit, den Müll einzusammeln“

Geocacher trafen sich zu Walpurgis wieder zum Müllsammeln im Harz. Die Aktion gibt es schon seit mehr als 10 Jahren.

Wernigerode, 02. Mai 2022. 15 große Säcke Müll kamen beim diesjährigen Walpurgis-Treffen der Geocacher im Nationalpark Harz zusammen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen stets am 30. April ins Großschutzgebiet, um hier entlang der Wanderwege Abfall einzusammeln, den andere Parkbesucher:innen achtlos in die Natur geworfen haben. Bereits seit mehr als 10 Jahren gibt es diese Aktion, ins Leben gerufen vom Hannoveraner Geocaching-Experten und Autor der deutschsprachigen Standardwerke über das Geocaching, Markus Gründel.

„Wir tun was für unser Spielfeld“, bringt Gründel das Motto auf den Punkt. Denn beim Geocaching – einer Art globales Suchspiel – geht es darum, mit Hilfe von GPS-Koordinaten bestimmte Orte zu finden, an denen die sogenannten Geocaches versteckt sind. Der Gedanke dahinter ist es, den Suchenden einen besonderen Ort zu zeigen. Auch im Nationalpark Harz warten zahlreiche Caches darauf, entdeckt zu werden. In einem sensiblen Schutzgebiet wie einem Nationalpark ist die Naturverträglichkeit der Caches und der damit zusammenhängenden Versteck- und Suchaktionen besonders wichtig. Deshalb arbeiten Geocaching-Akteure und der Nationalpark Harz seit vielen Jahren zusammen.

„Müllsack und Greifer haben wir immer dabei.“ 

In diesem Jahr kamen corona-bedingt deutlich weniger Mitstreiter:innen zu der Müllsammel-Aktion als in den Vor-Pandemie-Jahren, als der Organisator bis zu 250 Teilnehmende zählte. Doch die, die dabei waren, legten sich umso mehr ins Zeug – zum Beispiel Steffi und Axel aus Peine. Das Ehepaar ist viel im eigenen Wohnmobil unterwegs und war am Samstag für die Aktion nach Torfhaus angereist. „Wir machen das seit zwei Jahren auf jeder Wanderung“, sagt Axel mit Blick auf den blauen Müllsack in seiner Hand: „Müllsack und Greifer haben wir immer dabei.“ Es sei ihnen aufgefallen, dass der Müll in der Landschaft immer mehr zunehme. „Für uns ist das eine Selbstverständlichkeit, den Müll einzusammeln“, sagt Steffi. Sie wollen mit gutem Beispiel vorangehen: „Man schafft ja auch bei anderen Wanderern, die uns beim Müllsammeln sehen, ein Bewusstsein für das Problem.“

Von den fast allgegenwärtigen Schutzmasken und Hundekotbeuteln über Verpackungsmüll, Taschentücher und Feuchttücher bis hin zu einem Backblech, einer kaputten Puppe und einem leeren Kanister holten die 15 Teilnehmer:innen  – leider – wieder einen großen Haufen Müll aus dem Schutzgebiet.

Als „Hotspots“ erwiesen sich dabei die Parkplätze. Und teilweise fanden sich dort sogar volle Müllsäcke, die mit Ästen bedeckt unter Bäumen versteckt wurden. Erfreulich sei jedoch, so Gründel, dass die abgesuchten Waldwege relativ unvermüllt waren. Die Resonanz von anderen Wanderern sei sehr positiv gewesen, berichtete er: Viele haben sich für den freiwilligen Einsatz im Schutzgebiet bedankt, einige hätten versichert, dass sie ihren eigenen Müll immer wieder mitnehmen würden. Leider gilt das nach wie vor nicht für alle Besucher des Nationalparks Harz.  

FOTO 1: Die Geocacher wollen mit ihrer Sammelaktion im Nationalpark Harz mit gutem Beispiel vorangehen und andere Wanderer auf das Müllproblem in der Natur aufmerksam machen.

Foto: Martin Baumgartner, Nationalpark Harz

FOTO 2: Insgesamt 15 große Säcke Müll haben die Teilnehmer:innen beim diesjährigen Walpurgistreffen rund um Torfhaus gesammelt. Foto: M. Gründel,


Wieder massenhafter Amphibientod im Landkreis Goslar – wir brauchen eine Zeitenwende im Amphibienschutz

In den letzten Wochen wurden in vielen Straßenabschnitten insbesondere in regenreichen Nächten leider wieder unzählige Erdkröten, Molche und Frösche überfahren. So kann es nicht weitergehen! Verschiedene Amphibienarten werden mittlerweile in ihrem Fortbestand stark gefährdet, auch ehemals häufige Arten wie z.B. der Grasfrosch. Wir brauchen eine Zeitenwende im Amphibienschutz, auch im Landkreis Goslar.

 

Der Artenschutz ist im Bundesnaturschutzgesetz zwar als Aufgabe definiert, es fehlen aber umfassende, strenge Verbote und Handlungsanweisungen für Behörden. Der Artenschutz umfasst als Aufgabe den Schutz der Tiere und Pflanzen wildlebender Arten und ihrer Lebensgemeinschaften vor Beeinträchtigungen durch den Menschen und die Gewährleistung ihrer sonstigen Lebensbedingungen und den Schutz der Lebensstätten und Biotope der wild lebenden Tier- und Pflanzenarten – so das Gesetz. In der Praxis zuständig sind die Naturschutzbehörden, die den Amphibienschutz an Straßen jedoch nur als „freiwillige“ Aufgabe definieren.

 

Nach Auffassung der drei großen Naturschutzvereine im Landkreis Goslar muss die Aufgabe „Artenschutz an Straßen“ durch die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr und durch die Naturschutzbehörde des Landkreises verpflichtend erfüllt werden.

Bisher wird die Hauptlast der Aufgabenerfüllung seit Jahrzehnten auf engagierte Bürgerinnen und Bürger übertragen. Lediglich das erforderliche Material wird behördlicherseits gestellt. Die ehrenamtlichen Helfer werden aber nicht jünger, die kräftezehrende Arbeit, auch bei Dunkelheit, kann nicht jeder leisten und da auf den Straßen oft sehr schnell gefahren wird, um nicht zu sagen, gerast wird, kommt das freiwillige Ehrenamt hier auch oft in Gefahr.

 

 

Errichten von temporären und mobilen Amphibienschutzzäunen

 

Zu Beginn der Amphibienwanderungen im Frühjahr werden die Schutzzäune an einer oder zwei Straßenseiten errichtet. Diese Zäune sind ca. 40 - 50 cm hoch und werden so eingegraben, dass die Tiere nicht darunter hindurch auf die Straße gelangen können. Zusätzlich werden in Abständen von ca. 15 - 20 m Eimer bündig mit der Erdoberfläche eingegraben. Die dort hineingefallenen Tiere werden dann sicher auf die andere Straßenseite gebracht – eine gefährliche Arbeit.

Diese Maßnahme ist sehr effektiv, stellt aber aufgrund des hohen Zeitaufwandes und einer ständig notwendigen Betreuung keine befriedigende Lösung des Problems mehr dar. Damit ist die Methode auf Dauer auch nicht nachhaltig. Die älteren Helfer finden zumeist keine jüngeren Nachfolger:innen.

Straßensperrungen 

 

Straßen können während der Amphibienwanderungen gesperrt werden. Straßensperrungen sind zwar effektiv, lassen sich aber aufgrund der starken Frequentierung der meisten Straßen leider nicht überall verwirklichen. Im Landkreis Goslar ist bislang lediglich eine Straße betroffen. Es handelt sich hierbei um die Gemeindestraße, die zwischen Astfeld und Langelsheim nach Wolfshagen abzweigt.

Schaffen von Ersatzlaichgewässern

 

Das Anlegen von Ersatzlaichgewässern setzt in der Regel geeignete Lebensräume voraus, die nicht von Straßen zerschnitten werden. Diese Alternative existiert und muss mit Leben gefüllt werden.

 

Amphibientunnel in Verbindung mit Leiteinrichtungen 

 

Ziel muss es sein, die Amphibien langfristig und ohne großen personellen Aufwand sicher auf die andere Straßenseite zu bringen. Bei dieser Maßnahme wird die Straße von Tunneln unterquert, zu denen die Tiere durch entsprechende Leiteinrichtungen geführt werden. Im Landkreis Goslar wurde diese Schutzmaßnahme zum Beispiel bei der B 6n in Höhe der Sieben Teiche bei Goslar ergriffen. Weiterhin gibt es jeweils einen Tunnel in Vienenburg am Krähenholz und zwischen Wöltingerode und Weddingen. An der L 515 im Bereich der Innerstetalsperre wurden auf Betreiben der NABU-Kreisgruppe Goslar zwar umfangreiche Leiteinrichtungen für die Frösche, Kröten und Molche gebaut, aber noch keine Amphibientunnel. Insofern werden hier trotzdem noch Ehrenamtliche für die Erfüllung der Artenschutzaufgabe gebraucht.

Insofern fordern die Umweltvereine eine Zeitenwende, d.h. größere finanzielle und personelle Anstrengungen der Behörden, Übernahme von Verantwortung und Entlastung des Ehrenamts.

 

BUND Westharz, Dr. Friedhart Knolle (0170 22 09 174) und Marco Rehberg, www.bund-westharz.de

 

NABU Goslar e.V., Wolfgang Moldehn und Annett Jerke, www.nabu-goslar.de

 

Natur- und Umwelthilfe Goslar, Hubert Spaniol, www.nu-goslar.de

 

Anl. Foto von Regine Schadach, Aufnahme aus diesem Frühjahr vom Krähenholz zwischen Goslar und Vienenburg


Botschafter der Nationalpark-Region: Zertifizierte Natur- und Landschaftsführer zeigen Gästen die Naturschätze

Nationalparkleiter Dr. Roland Pietsch zeichnet erfolgreiche Absolventen des ZNL-Lehrgangs 2021/2022 aus.

Wernigerode, 26. April 2022. In der vergangenen Woche wurden die Absolventen des Lehrgangs „Zertifizierte/-r Natur- und Landschaftsführer/-in“ (ZNL) ausgezeichnet. Elf Teilnehmende des Lehrgangs des Jahres 2021/2022 haben die Prüfung Anfang April erfolgreich abgeschlossen und wurden nun offiziell als Zertifizierte Natur- und Landschaftsführer/-innen des Nationalparks Harz anerkannt. Die Auszeichnung übernahmen Dr. Roland Pietsch, Leiter des Nationalparks Harz, und Mira Franzen, Projektkoordinatorin bei der Alfred Töpfer Akademie für Naturschutz Niedersachsen.

Seit dem Jahr 2020 bietet der Nationalpark Harz eine regelmäßige Ausbildung zum/zur zertifizierten Natur- und Landschaftsführer/-in an – mit dem Ziel, diese bundesweit anerkannte Ausbildung in der Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit des Nationalparks fest zu etablieren. Neuaufnahmen in das bisherige Waldführer-Programm sind nicht mehr vorgesehen. Das Programm wird aber weitergeführt, denn auch das Engagement der Ehrenamtlichen Waldführer/-innen ist weiterhin ein wichtiger Baustein der Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit des Nationalparks Harz.

 

Intensives Fortbildungsprogramm des Nationalparks Harz 

Zertifizierte Natur- und Landschaftsführer/-innen (ZNL) zeigen die Schätze ihrer Region und verstehen sich als deren Botschafter. Sie lernen Natur und Landschaft ihrer jeweiligen Region den unterschiedlichsten Zielgruppen erfolgreich zu präsentieren. Die ZNL vermitteln eindrucksvolle Naturerlebnisse, aber auch Heimat- und Kulturgeschichte in ihren Führungen. Die Ausbildung zum/zur Zertifizierten Natur- und Landschaftsführer/-in basiert auf den Vorgaben des BANU (Bundesweiter Arbeitskreis der staatlich getragenen Bildungsakademien), die zuständige Bildungsakademie in Niedersachsen ist die Alfred Töpfer Akademie für Naturschutz mit Sitz in Schneverdingen.

Die Ausbildung dauert im Nationalpark Harz knapp ein Jahr, wobei die Teilnehmenden an einem intensiven Fortbildungsprogramm des Nationalparks teilnehmen (70 Zeitstunden). Dieses bietet den Anwärter/-innen einen tiefen Einblick in die Themen des Nationalparks. Neben den naturkundlichen Grundlagen der Region werden durch den vorgegebenen Rahmenstoffplan des BANU auch Themen abgedeckt, die sich mit regionaler Wirtschaftsentwicklung, dem Begriff der Nachhaltigkeit und weiteren Naturschutzthemen beschäftigen. Auch verschiedenste methodische Ansätze wie beispielsweise Kommunikationsmodelle werden in Workshops gelehrt und in Übungen praktisch angewandt.

Nach erfolgreicher Prüfung (Hausarbeit, mündliche und schriftliche Prüfung) können zertifizierte Natur- und Landschaftsführer/-innen Gästeführungen im Nationalpark veranstalten – hierbei sind sie selbstständig oder im Auftrag des Nationalparks unterwegs. Sie bilden einen wichtigen Bestandteil des Partnernetzwerkes des Nationalparks Harz. Sie nehmen jedes Jahr an Fortbildungen des Nationalparks teil und sind somit immer nah an den aktuellen Entwicklungen des Nationalparks dran.

Die Absolvent/-innen des Lehrgangs „Zertifizierte Natur- und Landschaftsführer/-in im Nationalpark Harz“ des Jahres 2021/2022:

  • Sara Wegrzyk (Landkreis Goslar)

  • Volker Dübner (Landkreis Harz)

  • Maren Knust (Landkreis Goslar)

  • Jens Dunemann (Landkreis Goslar)

  • Corinna Jahr (Landkreis Helmstedt)

  • Annika Giesbert (Landkreis Goslar)

  • Matthias Nusser (Landkreis Wolfenbüttel)

  • Susanne Herschel (Region Hannover)

  • Katharina Schüle-Rennschuh (Landkreis Göttingen)

  • Aghiad Zuriek (Landkreis Goslar) 

FOTO: Bei der Auszeichnung: Dr. Roland Pietsch, Leiter Nationalpark Harz (links), und Mira Franzen von der Alfred Töpfer Akademie für Naturschutz (rechts) mit den erfolgreichen Absolventen sowie Renate Roth (7.v.l.), Annika Schröder (4.v.r.) und Stephanie Plate (2.v.r.) von der Nationalpark-Bildung.

Foto: Martin Baumgartner, Nationalpark Harz


Aufräumarbeiten an Wanderwegen laufen auf Hochtouren, aber zu Ostern noch Beeinträchtigungen

Heinrich-Heine-Weg kann rechtzeitig zu den Osterfeiertagen freigeben werden.
Andere Wege müssen leider gesperrt bleiben.

Wernigerode, 13. April 2022. Die Aufräumarbeiten an den von Sturmschäden betroffenen Wanderwegen im Nationalpark Harz laufen auf Hochtouren. In dieser Woche ist unter anderem ein Schreitbagger in schwierigem Gelände im Einsatz, um umgestürzte und beschädigte Bäume zu beseitigen. Diese schwere Maschine wird dort eingesetzt, wo es für Menschen zu gefährlich wäre, die Äste und Baumstämme per Hand und Motorsäge zu zerkleinern.

Viele Wege konnten durch die Nationalpark-Forstwirte und weiteres Fachpersonal inzwischen wieder geöffnet werden. Auch die Fäll- und Sicherungsarbeiten am Heinrich-Heine-Weg an den Ilsefällen konnten abgeschlossen werden. An einer Stelle hatte der vorletzte Sturm eine Buche samt Wurzelteller umgeworfen. Dieser Abschnitt ist nun leicht terrassiert. Der Heine-Weg ist wieder komplett freigegeben – allerdings ist es nach wie vor ein schwierig zu begehender Weg, Wanderer sollten dies unbedingt bedenken.

 

Großteil der Wanderwege von Unwettern stark in Mitleidenschaft gezogen

Leider war es witterungsbedingt – der letzte Schnee schmilzt mancherorts erst jetzt – und aufgrund der Verhältnisse im Wald nicht möglich, alle Wanderwege rechtzeitig bis zu den Osterfeiertagen freizuräumen. Ein Großteil der Wanderwege wurde von den Unwettern im Februar, aber auch vom jüngsten Orkantief stark in Mitleidenschaft gezogen. Wegesperrungen waren aus Sicherheitsgründen unvermeidlich. Die Nationalparkverwaltung bittet um Verständnis, dass es weiterhin Beeinträchtigungen und Einschränkungen des Wegenetzes im Schutzgebiet gibt. Besucher werden gebeten, die örtlichen Sperrungen zu beachten.

Aktuelle Informationen dazu finden sich auf unserer Internetseite unter:

https://www.nationalpark-harz.de/de/startseite/Wegesperrungen_Aktuell/  

FOTO: In dieser Woche ist unter anderem ein Schreitbagger in schwierigem Gelände im Einsatz, um umgestürzte und beschädigte Bäume zu beseitigen. Foto: Martin Bollmann, Nationalpark Harz


UNSER HARZ April 2022 ist erschienen

Inhalt:
Klaus Schröter: Der Sonnabend im Harz
Dr. Christoph Unger: Damals im April
Claus Jähner: Die Gedenkstätte Oderbrück: Ehrenfriedhof, Kriegsgräberstätte, Friedensmahnung
Ingrid Kreckmann: Der Steinsame: Blaurote Blüten und steinharte Früchte an langen Rispen
Klaus Gregor: Die Tragödie des letzten Förstermordes im Riesengebirge (Karkonosze) 1877
Nationalparkforum: In der Harzer Unterwelt auf der Suche nach schlafenden Fliegern


Was weder der katholischen Kirche noch der französischen Besatzung durch Napoleon I gelang, ist durch die Maßnahmen seit dem ersten Auftreten von Covid19 gelungen: Keine Feuer zu Ostern!
Doch in diesem Jahr werden die Haufen wieder aufgeschichtet und so manches Harzer Herz schlägt damit wieder höher. Ob diese Feuer nun am Ostersonnabend oder am Ostersonntag abgebrannt werden, hängt von der Region ab. Warum sie im Harzraum aber auf keinen Fall am Samstag brennen, erläutert Klaus Schröter in seinem Beitrag „Der Sonnabend im Harz“, in dem er sich Gedanken über Alltagssprache und regionale Identität macht.

Mit zwei Artikeln möchte ich der Ereignisse am Ende des Zweiten Weltkrieges gedenken: Christoph Unger hat Auszüge aus dem Tagebuch des Gefreiten Fröhliche Ostern und Friedrich Palm, der mit seinem Fahrradzug gegen die vorrückenden Amerikaner kämpfte, in seinem Bericht „Damals im April“ zusammengestellt. Um die Kriegsgräberstätte Oderbrück geht es bei Claus Jähner, der sowohl ihre Bedeutung als auch die Veränderung der Erinnerungskultur in den Blick nimmt.

An eine persönliche Tragödie, die zu jener Zeit in ähnlicher Form Menschen in vielen Wäldern Deutschlands getroffen hat, erinnert Klaus Gregor. Er berichtet über den Mord an dem Förster Wilhelm Frey im Riesengebirge.

Frühlingshaft geht es bei einer Entdeckung von Frau Kreckmann zu, die in der Nähe von Ührde ein Vorkommen des eher seltenen Blauroten Steinsamen gefunden hat.

Das Nationalparkforum schaut hingegen noch auf die Winterschläfer, in diesem Fall auf die Fledermäuse in ihren Winterquartieren. Siegfried Wielert, der im letzten Heft schon über die Fledermäuse in der Bärenhöhle berichtet hat, erweist sich auch bei der Zählung der nachtaktiven Säuger als Experte auf diesem Gebiet. Martin Baumgartner informiert über die Ergebnisse der Auszählung und zeigt auf, wie überaus wichtig der Harz für die Fledermauspopulation eines Umkreises von mindestens 250 km um das Gebirge herum ist.

Bestellungen für UNSER HARZ bitte direkt über den Verlag:
Fischer & Thielbar GmbH
Telefon (0 53 23) 25 33.
 


Der Feldlerche zuliebe: Hunde bitte immer an der Leine lassen: In Wald und Flur gilt von 1. April bis 15. Juli die Leinenpflicht

Goslar. Endlich ist es wieder soweit – im Frühling gönnen sich Hundebesitzer mit dem „besten Freund des Menschen“ wieder den dringend benötigten Auslauf in der freien Natur. Dabei heißt es nicht selten „Leinen los“. Doch Vorsicht – hier droht Gefahr! Die Goslarer Umweltverbände BUND, NABU sowie Natur- und Umwelthilfe Goslar appellieren an alle Hundebesitzer: „Lassen Sie Ihren Hund bitte an der Leine!“

 

 

Während der Brut- und Aufzuchtzeit des Nachwuchses sind Vögel und andere wildlebende Tiere besonders störempfindlich. Da kann ein freilaufender Hund großen Schaden anrichten, wenn sein Jagdtrieb erwacht und die Rufe von Herrchen oder Frauchen unbeachtet bleiben.

 

Rehkitze, aber auch der Nachwuchs der bodenbrütenden Vogelarten sind derzeit besonders gefährdet. Ein typischer Bodenbrüter ist zum Beispiel die Feldlerche. Ihr Bestand schrumpft in den letzten Jahrzehnten bedrohlich.

Wie im letzten Jahr mehren sich bei den Verbänden wieder Anfragen von Bürgern, die sich über mangelnde Kontrolle und Umsetzung der gültigen gesetzlichen Regelungen beschweren. Hier appellieren die Verbände an alle Hundebesitzer, die Festlegung der derzeitigen Hundeanleinpflicht zu beherzigen, und an alle zuständigen Kommunen, stärkere diesbezügliche Kontrollen durchzuführen, denn was nützen die besten Gesetze, wenn deren Einhaltung nicht überwacht wird!

 

Hundebesitzer, die ein Herz für die wilden Tiere haben, lassen beim Spaziergang ihren Liebling an der Leine. Freien Auslauf gibt es in der Brut- und Setzzeit nur im heimischen Garten oder auf ausgewiesenen Flächen in Städten und Gemeinden, die für Parks und Grünanlagen gesonderte Regelungen schaffen können.

 

Im Nationalpark Harz gilt übrigens - wie auch in Naturschutzgebieten - eine ganzjährige Leinenpflicht.

 

Foto: Der Bodenbrüter Feldlerche ist auch durch freilaufende Hunde gefährdet; Foto Manfred Delpho.


Zu Ostern dreht sich am HohneHof alles um das Thema „Vögel – ihre Eier und Nester“

Im Ferienprogramm des Natur-Erlebniszentrums gibt es verschiedene Angebote und Aktionen rund um die Vogelwelt.

Wernigerode, 11. April 2022. Am Natur-Erlebniszentrum HohneHof gibt es für die Besucherinnen und Besucher zu Ostern einiges zu erleben. Auch der beliebte Löwenzahn-Entdeckerpfad ist ab sofort wieder geöffnet.

In diesem Jahr dreht sich in den Osterferien bei verschiedenen Aktionen alles um das Thema „Vögel – ihre Eier und Nester“.  Beim Treff mit unserem Ranger – täglich von 11 bis 16.15 Uhr – geht es zum Beispiel um die Frage, warum manche Eier einfarbig und andere gesprenkelt sind. Und welcher Vogel im Nationalpark Harz das kleinste Ei legt. Die Teilnehmer/innen erfahren auch, wie viele verschiedene Arten von Nesttypen man unterscheiden kann – und wie viele davon im Nationalpark zu finden sind.

 

Ein Vogelnest untersuchen und nachbauen 

Ein Vogelnest nachbauen und dabei die Materialien, die auch den Vögeln zur Verfügung stehen, zu verwenden, ist die Aufgabe bei einer Aktion, die von 12. bis 16. April in der Zeit zwischen 11 und 16.15 Uhr veranstaltet wird. Das fertige Nest kann zu Ostern zuhause unter einem Busch oder einem Baum versteckt werden – vielleicht legt der Osterhase ein Ei hinein?

Ein echtes Vogelnest wird am 13. und 16. April genauer unter die „Lupe“ genommen. Vogelschützer weltweit beobachten, dass Vögel vermehrt Müll wie etwa Plastikfolie oder Schnüre für den Bau ihrer Nester verwenden. Plastikteile können zur Gefahr für die jungen Vögel werden, wenn sie sich darin verfangen oder diese mit Nahrung verwechseln. Die Teilnehmer/innen an dieser Aktion untersuchen ein Vogelnest und helfen dabei festzustellen, ob und wieviel Plastik die Vögel im Nationalpark für den Bau ihrer Nester verwenden. Treffpunkt ist dafür am Natur-Erlebniszentrum HohneHof von 11 bis 16.15 Uhr. Anmeldung unter 039455/8640 oder per Mail an hohnehof@nationalpark-harz.de.

Bis 18. April können die Besucher/innen des HohneHofs täglich zwischen 11 bis 16.15 Uhr an einem Osterquiz teilnehmen. Dabei gilt es, die versteckten HohneRaben zu finden und ihre Fragen zu beantworten. Beim Quiz können die Teilnehmer/innen ihr Wissen testen und viel Interessantes über die Frühlingsnatur im Nationalpark Harz erfahren. Wer an der Verlosung teilnimmt, kann mit etwas Glück ein tolles Naturbuch gewinnen.

Eine Familienwanderung mit dem Thema „Wildtiere und ihr Einfluss auf den Wald“ wird am morgigen Dienstag, 12. April, veranstaltet. Vom Rothirsch über die Rötelmaus bis hin zum Borkenkäfer – alle Tiere hinterlassen nicht nur ihre Spuren im Wald, sondern haben auch einen Einfluss auf die Waldentwicklung. Ein Ranger führt die Teilnehmer/innen auf dieser leichten, 5 km langen Rundtour und erklärt dabei viel Wissenswertes über den Wald und seine Bewohner. Dauer: ca. 3-4 Stunden (Strecke 5 km), Treffpunkt: Wandertreff (Parkplatz) Drei Annen Hohne. Anmeldung unter 039455/8640 oder per Mail an hohnehof@nationalpark-harz.de  (Dies ist eine Veranstaltung mit Sonderstempel). 

Für Besucher/innen gelten am HohneHof folgende Corona-Regelungen: Bitte tragen Sie im Rahmen unserer Veranstaltungen einen Mundschutz. Bei den Angeboten gilt eine maximale Teilnehmer-Zahl, es ist daher mit Wartezeiten zu rechnen. 

FOTO: Das Natur-Erlebniszentrum HohneHof. Foto: Mandy Gebara, Nationalpark Harz,

Rotkehlchen, Singdrossel, Kleiber und Buchfink waren die häufigsten Sänger am Abend

Dr. Gunter Karste vom Nationalpark Harz hat die Teilnehmer einer Vogelstimmenwanderung ins Zwölfmorgental geführt.


Wernigerode, 08. April 2022. Morgens und abends ist der Vogelgesang für menschliche Zuhörer besonders stimmungsvoll. Die musikalische Aktivität unserer heimischen Singvögel wird auch von der Umgebungshelligkeit beeinflusst. Die verschiedenen Vogelarten beginnen zu unterschiedlichen, aber jeweils regelmäßigen Zeitpunkten im Verlauf der Morgendämmerung mit ihrem Gesang. Vogelkundler haben aus dieser „Pünktlichkeit“ der gefiederten Sänger die „Vogeluhr“ abgeleitet. Die Frühaufsteher unter den Singvögeln sind Garten- und Hausrotschwanz, die sich schon mehr als eine Stunde vor Sonnenaufgang bemerkbar machen. Vielen Menschen, die morgens früh rausmüssen, dürfte auch der melodische Gesang der Amsel vertraut sein. Sie gehört auch zu den Letzten, die abends noch ein Lied anstimmen, ebenso wie das Rotkehlchen. Und sogar nachts singen manche Vögel, wie zum Beispiel die Nachtigall.

Den Gesang der heimischen Singvögel hat Dr. Gunter Karste vom Nationalpark Harz kürzlich den Teilnehmern einer der Vogelstimmenwanderungen erläutert, die nach einer zweijährigen, corona-bedingten Pause in diesem Jahr wieder stattfinden. Seit vielen Jahren bietet der Nationalpark Harz in Zusammenarbeit mit der Kreisvolkhochschule Harz, dem Harzklub Zweigverein Wernigerode und dem NABU-Kreisverband Harz zwei ornithologische Wanderungen an: Vogelstimmen des Abends im April ab 18 Uhr und Vogelstimmen des Morgens im Mai ab 4.30 Uhr.



Ornithologischer Lehrpfad auf dem Weg zur Harburg

Die Wanderrouten variieren. In diesem Jahr startete die Gruppe mit Dr. Karste die abendliche Wanderung am Schanzenhaus im Zwölfmorgental. Das Wetter spielte allen schlechten Prognosen zum Trotz einigermaßen mit. Auf dem Weg zur Harburg installierte die Familie Ahrendt einen ornithologischen Lehrpfad, der dazu einlädt, die abendliche Tour noch einmal ganz in Ruhe für sich allein Revue passieren zu lassen. Die ansprechenden Tafeln machen es dem Interessierten möglich, sich den Gesang des dargestellten Vogels über einen QR-Code anzuhören. So kann man sich aus der Vielzahl der Vogelstimmen am Tafelstandort die abgebildete Art „herausfiltern“.

Bei der Vogelstimmenexkursion am Mittwoch, 6. April, konnten immerhin 15 Vogelarten gezählt werden, berichtet Dr. Karste. Das waren allerdings deutlich weniger als bei der Vorexkursion, bei der 25 Arten gezählt wurden. „Obwohl die Teilnehmerzahl mit 38 Personen sehr hoch war, gelang es, selbst das relativ leise singende Rotkehlchen zu hören. Das Rotkehlchen, die Singdrossel, der Kleiber und der Buchfink waren auch am häufigsten wahrzunehmen“, berichtet er. „Aber auch der Schwarzspecht, der Buntspecht und ein Sperber, der die ganze Singvogelgesellschaft erregte, konnten registriert werden.“

An der Vogelartenzusammensetzung erkennt man, dass die Wanderroute um die Harburg sehr abwechslungsreich ist, sagt Karste: Lebensraumvielfalt bedeutet oft auch Artenvielfalt. Neben Buchen- und Eichenwäldern trifft man u.a. auch auf Feldgehölze, Hochstaudenfluren und auf die Zwölfmorgentalwiese.


Die Mai-Exkursion „Vogelstimmen des Morgens“ findet am Samstag, 21.05., statt und startet um 4.30 Uhr am Parkplatz hinter dem Forsthaus am Armeleuteberg (keine Anmeldung erforderlich).

Zwei weitere Vogelexkursion „Vogelstimmen entdecken mit dem Biologen Dr. Hermann Martens“ beginnen am Sonntag, 01.05., um 6.00 Uhr, sowie Samstag, 11.06., um 8.00 Uhr am Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus (Anmeldungen erforderlich unter Telefonnummer 05320-331790 oder post@torfhaus.info. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt).


Nähere Informationen dazu sowie zu weiteren Veranstaltungen sind in unserem Natur-Erlebnisprogramm 2022 sowie auf unserer Internetseite in der Rubrik „Tierbeobachtungen“ unter https://www.nationalpark-harz.de/de/veranstaltungen/  zu finden.



FOTO 1: Auch das relativ leise singende Rotkehlchen war zu hören.
Foto: Dr. Gunter Karste, Nationalpark Harz,



FOTO 2: Insgesamt 38 Teilnehmer waren der Einladung zur abendlichen Vogelstimmenwanderung im Zwölfmorgental gefolgt.
Foto: Dr. Gunter Karste, Nationalpark Harz,



FOTO 3: Der Kleiber gehörte zu den am häufigsten zu hörenden Sängern.
Foto: Dr. Gunter Karste, Nationalpark Harz,



FOTO 4: Auch ein Schwarzspecht machte auf sich aufmerksam.
Foto: Dr. Gunter Karste, Nationalpark Harz,


Termine für Pflanzaktionen im Nationalpark Harz

Bei unseren Baumpflanzaktionen können Naturfreund*innen Starthilfe für die wilden Naturwälder von morgen geben.

Wernigerode, 25. März 2022. Der Nationalpark Harz ist einer von 16 Nationalparks in Deutschland. In diesen Großschutzgebieten besteht das Ziel, die Flächen der Naturdynamik zu überlassen und keine menschlichen Eingriffe vorzunehmen. Bereits auf mehr als 70 Prozent des Nationalparks Harz übernimmt die Natur schon die Regie. In den übrigen Bereichen geben wir ihr noch „Hilfe zur Selbsthilfe“. Zum Beispiel mit der Pflanzung von Laubbäumen, dort wo Samenbäume für deren Rückkehr in ihre angestammten Areale fehlen.

Bei unseren öffentlichen Baumpflanzaktionen können engagierte Naturfreund*innen Teil dieser Starthilfe für die wilden Wälder von morgen werden. 

Hier einige wichtige Informationen zu den Pflanzaktionen:

▪ Von den Treffpunkten wird mit dem PKW weiter zu den Pflanzflächen gefahren.

▪ Die Gesamtgruppengröße ist auf 20 Personen beschränkt.

▪ Teilnehmende sollten für die Pflanzaktion 3-4 Stunden reine Arbeitszeit einplanen.

▪ Robuste Arbeitskleidung, festes Schuhwerk und Arbeitshandschuhe sind mitzubringen und Voraussetzung für eine Teilnahme.

▪ Arbeitsgeräte und Pflanzen stellt der Nationalpark.

▪ Verpflegung bringen die Teilnehmenden selbst mit.

▪ Kosten für die Teilnahme entstehen nicht.

Interessierte können sich per E-Mail für die Pflanzaktionen anmelden. Sie sollen dabei bitte ihren vollen Namen, ihren Wunschtermin und eine Telefonnummer für Rückrufe angeben. Ansprechpartner rund um offene oder gruppenspezifische Pflanzaktionen im Nationalpark Harz ist Nationalpark-Mitarbeiter Carsten Dicke. Er ist erreichbar unter der E-Mail-Adresse Carsten.Dicke@npharz.de

Alle aktuellen Termine und Infos zur Anmeldung gibt es hier:

https://www.nationalpark-harz.de/de/mitmachen/Pflanzaktionen

Die nächsten Termine sind:

02.04.22 Scharfenstein, 9.00 Uhr, Treffpunkt: Waldhotel Ilsenburg

08.04.22 Oderhaus, 13.00 Uhr, Treffpunkt: B 4, Königskrug Parkplatzschleife

09.04.22 Oderhaus, 9.00 Uhr, Treffpunkt: B 4, Königskrug Parkplatzschleife

09.04.22 Oderhaus,13.00 Uhr, Treffpunkt: B 4, Königskrug Parkplatzschleife

22.04.22 Schierke, 13.00 Uhr, Treffpunkt: Parkplatz Drei Annen Hohne, Bahnhof

22.04.22 Schluft, 13.00 Uhr, Treffpunkt: Lonau, Nationalpark-Infostelle, DGH

22.04.22 Bruchberg, 13.00 Uhr, Treffpunkt:  B 4, untere Einfahrt Bastesiedlung

23.04.22 Schuft, 9.00 Uhr, Treffpunkt: Lonau, Nationalpark-Infostelle, DGH

23.04.22 Schluft, 13.00 Uhr, Treffpunkt: Lonau, Nationalpark-Infostelle, DGH

23.04.22 Bruchberg, 9.00 Uhr, Treffpunkt:  B 4, untere Einfahrt Bastesiedlung

23.04.22 Bruchberg, 13.00 Uhr, Treffpunkt:  B 4, Untere Einfahrt Bastesiedlung

30.04.22 Torfhaus, 9.00 Uhr, Treffpunkt:  Waldparkplatz Jermerstein nördlich Braunlage (zwischen Königskrug und Braunlage, Abfahrt Braunlage-Nord)

30.04.22, Torfhaus, 13.00 Uhr, Treffpunkt: Waldparkplatz Jermerstein nördlich Braunlage (zwischen Königskrug und Braunlage, Abfahrt Braunlage-Nord) 

Wir müssen leider darauf hinweisen, dass die Durchführung der oben genannten Veranstaltungen stark von der zum jeweiligen Zeitpunkt aktuellen Lage der Corona-Pandemie und den entsprechenden Verordnungslagen in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt abhängen wird.

FOTO: Bei einer öffentlichen Pflanzaktion im Revier Schluft.

Foto: Jens Hundermark


Waldführerinnen und Waldführer: Ausgezeichnete Kenner des Nationalparks Harz

Nationalparkleiter Dr. Roland Pietsch überreichte in Sankt Andreasberg die „Jahresplaketten“ an die Ehrenamtlichen.

 

St. Andreasberg, 22. März 2022. In der vergangenen Woche wurden die ehrenamtlichen Waldführerinnen und Waldführer des Nationalparks Harz im Seminarraum des Bildungszentrums in Sankt Andreasberg ausgezeichnet. Pandemiebedingt war dies die erste Zusammenkunft seit dem Jahr 2019. Somit freuten sich die Ehrenamtlichen sowie auch die Mitarbeiterinnen des Bildungszentrums besonders darüber, dass der neue Nationalparkleiter Dr. Roland Pietsch die Übergabe der Jahresplaketten an die Ehrenamtlichen übernahm.

Zuvor informierte Dr. Pietsch sie in einem Kurzvortrag über die aktuellen Entwicklungen im Nationalpark. Bei einem Umtrunk fand am Abend ein entspannter Ausklang der Veranstaltung statt, wobei Dr. Pietsch und die Bildungsmitarbeiterinnen mit den Waldführerinnen und Waldführern ins Gespräch kamen.

 

Das Waldführer-Programm des Nationalparks startete bereits 1994

Ausgezeichnet wurden in diesem Jahr insgesamt 13 ehrenamtliche Waldführerinnen und Waldführer: Klaus Benninghoff, Regina Biallas, Cornelia Dietz, Maren Knust, Matthias Lenz, Detlef Maus, Hans-Georg Mendel, Wolfgang Rudolph, Wilfried Störmer, Klaus Wachtendorf. Nicht anwesend waren Volker Dübner, Rainer Koch und Carolin Lorenz.

Das Waldführer-Programm des Nationalparks Harz startete bereits im Jahr 1994. Einige der Ehrenamtlichen sind schon seit vielen Jahren dabei und somit wahre Kenner des Nationalparks, insbesondere wenn es um die Beobachtung der spannenden Entwicklungen des Naturraumes im Nationalpark Harz seit dessen Gründung geht. Aktuell sind noch 35 Waldführerinnen und Waldführer registriert.

Die Waldführerinnen und Waldführer nehmen jährlich an verschiedenen Fortbildungen teil, welche durch den Nationalpark Harz angeboten werden. Sie erhalten in Form der „Jahresplakette“ ihre Anerkennung, wenn sie eine bestimmte Anzahl an Fortbildungen besucht haben.  

FOTO: Bei der Auszeichnung der ehrenamtlichen Waldführerinnen und Waldführer in St. Andreasberg. Links Nationalpark-Leiter Dr. Roland Pietsch.

Foto: Martin Baumgartner, Nationalpark Harz


Waldbrandgefahr steigt – Besucher des Nationalparks sollen unbedingt Verhaltensregeln beachten

Waldbrände sind in unseren Mittelgebirgen fast nie auf natürliche Ursachen zurückzuführen.

Wernigerode, 21. März 2022. Die aktuelle Hochdruckwetterlage beschert uns Frühlingswetter mit viel Sonne. Doch gerade jetzt ist die Waldbrandgefahr im Harz besonders hoch – auch weil in den kommenden Tagen bis Anfang April nicht mit Niederschlägen zu rechnen ist. Insbesondere die trockene Vegetation des Vorjahres ist im Frühjahr leicht entzündlich. Hohe Sonneneinstrahlung und austrocknender Wind, momentan aus östlichen Richtungen, sowie eine geringe Luftfeuchtigkeit erhöhen das Risiko.

Seit vergangenem Freitag, dem 18. März, gilt bereits für den Landkreis Harz Waldbrandgefahrenstufe 2, Tendenz rasch steigend.

Waldbrände sind in unseren Mittelgebirgen fast nie auf natürliche Ursachen zurückzuführen. Die Nationalparkverwaltung bittet daher alle Besucherinnen und Besucher zur Prävention von Waldbränden unbedingt folgende Regeln zu beachten:

- Rauchen, Grillen und offenes Feuer sind im Nationalparkgebiet verboten.

- Müll muss mit nach Hause genommen werden.

- Das Parken von Autos über trockenem Gras ist zu vermeiden, da von den heißen Katalysatoren Brandgefahr ausgeht.

- Halten Sie alle Zufahrtswege zu den Wäldern ständig für Feuerwehr- und Rettungsfahrzeuge frei.

- Wenn ein Waldbrand oder unklare Rauchentwicklung entdeckt wird, bitte umgehend die 112 anrufen.  Eine Orientierung dazu können die Notfallrettungspunkte der Forstverwaltungen und GPS-Koordinaten auf dem Handy sein.

Erfahrungsgemäß halten sich nicht alle Gäste an diese Regeln und daher ist es wichtig, dass alle Bürgerinnen und Bürger mithelfen, Fehlverhalten zu beobachten und auch zu korrigieren. Bitte sprechen Sie Ihre Mitwanderer an, wenn Sie bemerken, dass sich jemand ggf. unwissentlich falsch verhält. Das kann vielleicht sogar Menschenleben retten!

Die Folgen von Waldbränden sind für die Tier- und Pflanzenwelt verheerend: Es werden viele, vor allem kleine Lebewesen wie Insekten getötet, aber auch Nester von Bodenbrütern und Lebensräume langfristig zerstört. 

FOTO: Eine verbrannte Fläche am Hirtenstieg, das Foto stammt aus dem Jahr 2018. Die Folgen von Waldbränden sind für die Tier- und Pflanzenwelt verheerend.

Foto: Martin Struve, Nationalpark Harz


Komplexe Maßnahme: Nationalparkverwaltung bereitet schwierige Bergung von Totholz im Ilsetal vor

Heinrich-Heine-Weg muss weiterhin gesperrt bleiben,
parallel verlaufende Straße ist entlang der Ilsefälle jedoch frei begehbar.

Wernigerode, 10. März 2022. Im Flussbett der Ilse im Bereich der Ilsefälle hat sich Totholz und Astwerk aus den angrenzenden abgestorbenen Fichtenbeständen angesammelt und teilweise verkeilt. Es soll zum vorbeugenden Hochwasserschutz entfernt werden. Das hat die Nationalparkverwaltung Harz im Rahmen eines gemeinsamen Ortstermins mit der Stadt Ilsenburg Ende des vergangenen Jahres angeboten.

Die konkrete Planung der komplexen Maßnahme hat daraufhin begonnen. Erste Fachfirmen haben die Ilsefälle besichtigt, um Konzepte zu einer möglichen Technik für die in diesem Gelände unter infrastrukturellen und Sicherheitsaspekten schwierige Bergung des Holzes zu entwickeln. Seitens der Nationalparkverwaltung befindet sich das Leistungsverzeichnis für die Ausschreibung in Abstimmung.

 

Brut- und Setzzeit der geschützten Wasseramsel muss abgewartet werden 

Die Umsetzung der Maßnahme wird wegen der notwendigen umfangreichen Vorbereitung, den aktuellen Witterungsverhältnissen und zu beachtenden Belangen des Naturschutzes, vor allem der Brut- und Setzzeit, hier besonders der seltenen und besonders geschützten Wasseramsel, jedoch erst im Spätsommer erfolgen können.

Da zudem auch weiterhin umstürzende und abrutschende Baumstämme vom darüberliegenden Hang auf den Pfad – den sogenannte Heinrich-Heine-Weg – zu fallen drohen und eine potenzielle Gefahr für Besucherinnen und Besucher darstellen, muss der beliebte Wanderweg durch das Ilsetal an den Ilsefällen entlang derzeit leider noch gesperrt bleiben. Die Nationalparkverwaltung bittet dafür um Verständnis und Beachtung. Es wird versucht, den Hang so bald wie möglich zu beräumen, um den Weg darunter wieder freigeben zu können. Die Sicherungsmaßnahmen dafür haben bereits begonnen.

Die auf der anderen Hangseite direkt parallel dazu verlaufende Ilsetal-Straße ist zur Wanderung entlang der Illsefälle jedoch frei begehbar.

FOTO:Der Heinrich-Heine-Weg muss derzeit leider noch gesperrt bleiben, weil umstürzende und abrutschende Baumstämme auf den Pfad zu fallen drohen. Derzeit laufen dort die Sicherungsmaßnahmen.

Foto: Martin Baumgartner, Nationalpark Harz


UNSER HARZ Februar 2022 ist erschienen –

NS-Bauernhochschule, Bärenhöhle bei Goslar, Zwangsarbeit in Bad Harzburg und der Feuersalamander im Nationalpark

Aus dem Inhalt: Carsten Grabenhorst: Die Bauernhochschule Goslar am Standort Klubgartenstraße; Siegfried Wielert: Die „Bärenhöhle“, eigentlich „Beckers Grube“, bei Goslar, Friedhart Knolle: Zwangsarbeit und Einsatz von Kriegsgefangenen in Bad Harzburg; Dr. Karl Sanders: Ein Gedenkblatt Rambergs zur Eröffnung des Brockenhauses 1800; Nationalparkforum: Der Feuersalamander im Nationalpark Harz.

 

 

Derzeit wird in Goslar, wieder einmal, über die Bedeutung eines Denkmals aus der Zeit des Nationalsozialismus gestritten. Schon der Fliegerhorst wurde in seiner Bedeutung als historische Stätte nicht wirklich gewürdigt, nun wird über das Gebäude der ehemaligen Bauernhochschule in der Klubgartenstraße 9 debattiert. Dass diesem Gebäude eine besondere Stellung in der ehemaligen „Reichsbauernstadt“ zukommt, erläutert der Braunschweiger Historiker Carsten Grabenhorst. Es ist damit besonders schützenswert als Lern- und Erinnerungsort.

 

Anders als dieses Gebäude sind die Spuren der ehemaligen Zwangsarbeiter- und Kriegsgefangenenlager kaum noch zu finden, so auch bei Bad Harzburg. Friedhart Knolle geht den vorhandenen Spuren nach und bringt uns damit die damaligen Geschehnisse in Erinnerung. Aus seinen Ausführungen wird deutlich, wie eng verzahnt die grausame Arbeits- und Vernichtungsmaschinerie mit dem „normalen“ Alltag war.

 

Wie geschichtsträchtige Orte eine gänzlich neue Bestimmung erfahren, zeigt Siegfried Wielert in seinem Artikel über „Beckers Grube“, heute als „Bärenhöhle“ bei Goslar bekannt. Dieses Bergwerk stammt aus einer Zeit, in der um Goslar herum Schiefer abgebaut wurde und entstand als untertägiger Abbauort. Heute ist es ein wichtiger Ort für den Naturschutz, da die Höhle bedrohten Fledermausarten als Winterquartier dient.

 

Auch im Nationalparkforum geht es um eine bedrohte Tierart, die allerdings im Harz noch ein recht großes Verbreitungsgebiet hat: den Feuersalamander. Otfried Wüstemann gibt einen Einblick in dessen Lebensweise, seine Bedrohung und Schutzmöglichkeiten.

 

Karl Sanders widmet sich in einem kurzen Beitrag der Entwicklung des Brockenpanoramas, das eine besondere Herausforderung für die kartografische und künstlerische Darstellung ist. Zur Eröffnung des Brockenhauses 1800 widmet sich Ramberg, den Lesern und Leserinnen bestens bekannt durch die Serie über sein Harz-Album, diesem Thema mit einem Gedenkblatt.

 

Bestellungen für UNSER HARZ bitte direkt über den Verlag: Fischer & Thielbar GmbH, Telefon (0 53 23) 25 33.


Nationalparkverwaltung hat umgestürzte Bäume an der Landesstraße 100 entfernt

Nach den heftigen Stürmen laufen im Nationalpark Harz notwendige Aufräumarbeiten an Straßen und Wegen auf Hochtouren.

Wernigerode, 28. Februar 2022. Nach den heftigen Stürmen der vergangenen Tage laufen auch im Nationalpark Harz die notwendigen Aufräumarbeiten an Straßen und Wegen auf Hochtouren. So wurden etwa die Loipenstrecken bereits wieder freigeräumt und auch schon wieder gespurt, wenn die Schneelage dies zuließ.

Das umfangreiche Wegenetz im Parkgebiet konnte jedoch noch nicht vollständig überprüft und – wo erforderlich – von umgestürzten Bäumen befreit werden, vor allem in den Hochlagen. Diese Arbeiten werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen, so dass Parkbesucher sich weiterhin auf Einschränkungen einstellen müssen.

 

Wurzelstöcke drohten, auf die Straße zu stürzen 

Am vergangenen Donnerstag wurden an der Landesstraße 100 im Landkreis Harz, am sogenannten „Eiskeller“ an der Wormke-Querung, umgestürzte Bäume entfernt. Durch den Sturm waren dort mehrere starke Douglasien entwurzelt und über die Straße geworfen worden. Nach dem Aufschneiden der Straße drohten die anhängenden, losen Wurzelstöcke, von den Felsen auf die Straße zu stürzen – eine akute Gefahr für den Straßenverkehr. Deshalb wurde unter Vollsperrung mit schwerer Technik – so ein Wurzelstock wiegt mehrere Tonnen – die Gefahr beseitigt.

Leider gibt es immer wieder Verkehrsteilnehmer, die Sperrungen nicht akzeptieren wollen. Während der Arbeiten sind ca. 50 Fahrzeuge durch die Sperrung gefahren und haben damit sich und andere in Gefahr gebracht. 

FOTO: Am vergangenen Donnerstag wurden an der Landesstraße 100 im Landkreis Harz, am sogenannten „Eiskeller“ an der Wormke-Querung, umgestürzte Bäume entfernt.

Foto: Olaf Eggert, Nationalpark Harz


Junior-Ranger aus Bad Harzburg sammeln Müll

Unbekannte hatten den Treffpunkt der Kinder mit Abfall übersät.

Wernigerode, 25. Februar 2022. Die Junior-Ranger aus Bad Harzburg wollten ihren Augen nicht trauen: Unbekannte hatten ihren beliebten Treffpunkt, das Gelände des Waldkindergartens, total zugemüllt. Der ganze Platz und die kleine Hütte der Kinder waren übersät mit leeren Flaschen, Scherben, Zigarettenkippen und anderem Abfall. Eigentlich wollte die „Luchs“-Gruppe – so heißt eine der beiden Junior-Ranger-Gruppen aus Bad Harzburg – dort ihren Nachmittag verbringen und sich mit dem Thema „Was machen die Tiere im Winter?“ beschäftigen. Stattdessen fühlten sie sich wie auf einer illegalen Müllkippe. „Das ist so gefährlich mit den Scherben – gerade dort wo Kinder spielen. Und auch für die Tiere im Wald!“, stellten die Junior-Ranger empört fest.


Die Junior-Ranger aus Bad Harzburg bei der Aufräumaktion mit ihrer Betreuerin, Nationalpark-Rangerin Carla Hoffmann.

Doch das wollten die jungen Naturschützer nicht tatenlos hinnehmen und beschlossen spontan, den Müll zu beseitigen. „Das können wir aufsammeln“, fassten sie den Entschluss und verabredeten, sich dort für eine große Aufräumaktion zu treffen. Gesagt, getan, kamen sie vor Kurzem zum Umwelteinsatz zusammen, diesmal ausgestattet mit Handschuhen und Müllgreifern. Nicht nur in der Fläche, sondern auch schon am Parkplatz wurden mit viel Elan Flaschen, Masken, Zigarettenschachteln, Feuerwerkskörper und mehr eingesammelt.

„Beschämend für die Verursacher“

Nationalpark-Rangerin Carla Hoffmann, Leiterin der beiden Junior-Ranger-Gruppen „Luchse“ und „Bären“ in Bad Harzburg, freut sich zwar über das große Engagement ihrer Schützlinge, doch ist sie auch schockiert über die Rücksichtslosigkeit mancher Zeitgenossen, die ihren Abfall in die Natur werfen: „Es ist schon verrückt, dass engagierte Menschen den Müll von Anderen aufräumen müssen. Aber besonders beschämend für die Verursacher finde ich, wenn Kinder ihn für sie aufsammeln.“

Nach rund einer Stunde war die Arbeit getan und die Kinder zu Recht stolz auf ihre Leistung. Doch für wie lange? Denn es war keineswegs der erste derartige Vorfall. Auch die Kinder der Waldgruppe des Bad Harzburger Kindergartens Bahnhofstraße 6b, die regelmäßig das Gelände besuchen, haben schon mehr als einmal mit ihren Erzieherinnen und Erziehern den Müll auf dem Waldkindergartenplatz eingesammelt.

Die Junior-Ranger richten den dringenden Appell an alle Menschen, die sich in der Natur bewegen und den Nationalpark Harz besuchen, ihren Müll wieder mit nach Hause zu nehmen, anstatt ihn achtlos in die Umwelt zu werfen – egal ob Zigarettenkippe, Bonbonpapier, Klopapier oder Essensverpackung. „Behandeln Sie den Wald wie Ihr Zuhause – oder möchten Sie all den Müll auf Ihrem Sofa haben?“, fragen sie die Erwachsenen.

FOTO: Die Junior-Ranger aus Bad Harzburg bei der Aufräumaktion mit ihrer Betreuerin, Nationalpark-Rangerin Carla Hoffmann.

Foto: Nationalpark Harz


Aktuelle Harz-Zeitschrift 2021 erschienen – Beiträge zur Harzgeschichte

Soeben erschien im Lukas-Verlag Berlin der 73. Jahrgang der Harz-Zeitschrift für das Jahr 2021, die für den in Wernigerode ansässigen Harz-Verein für Geschichte und Altertumskunde e. V. von Dr. Jörg Brückner herausgegeben wird. Die Zeitschrift hat eine lange Geschichte – sie erschien erstmals 1868, dem Gründungsjahr des Vereins.

 

Der aktuelle Band beschäftigt sich mit historischen Fachthemen zahlreicher Orte aus dem gesamten Harz. Sechs Hauptbeiträge zur Harzgeschichte enthält die Ausgabe. Zum Zusammenhang von Markt, Münze und Münzprägung im hohen ­Mittelalter dargestellt an Nordhausen und den Südharzgrafschaften berichtet Paul Lauerwald. Es folgt der Beitrag von Udo Münnich: Der Willianweg – eine mittelalterliche Harzquerung? Bauarchäologie im Kloster Ilsenburg. Das Refektorium aus dem 12. Jahrhundert – Befunde der Estriche und Luftheizungsanlagen, Funktionskonzept des ­Refektoriums – das ist das Thema von Heinz A. Behrens. Über den Sarg im Brusttuch in Goslar steuert Sieglinde Bauer einen Aufsatz bei. Mit Bergbauversuchen auf Zinnober und Quecksilber im Walkenrieder Forst bis 1621 befasst sich der nachfolgende Beitrag von Erhard Jörn und den Schluss macht Fritz Reinboth mit Betrachtungen zum Südharzer Alabaster, der gern mit Marmor verwechselt wird, selbst von Fachleuten.

 

Eine Literaturschau und Rezensionen sowie Berichte der Arbeitskreise des Harz-Vereins runden den Band ab. Er ist mit zahlreichen Abbildungen illustriert, hat einen Umfang von 160 Seiten und kann über den örtlichen Buchhandel oder den Lukas-Verlag http://www.lukasverlag.com bestellt werden.

 

Vereinsgeschichte

 

Im April 1868 wurde in Wernigerode der Harz-Verein für Geschichte und Altertumskunde e.V. gegründet. Schon von Anfang an sollte er die Geschichtsinteressen aller am Harz beteiligten Menschen und Orte bündeln. Seit 1868 erscheint auch die durch den Harz-Verein herausgegebene Zeitschrift des Harz-Vereins für Geschichte und Altertumskunde e.V., seit 1948 Harz-Zeitschrift genannt.

 

Der Harz-Verein hat eine wechselvolle Geschichte, die zunächst sehr stark mit seinen prägenden Vorstandsmitgliedern verknüpft war. Bedeutende Vorstandsmitglieder waren u.a. der 1. Vorsitzende, Graf Botho zu Stolberg-Wernigerode, der gräfliche Bibliothekar und Archivar Eduard Jacobs, der Wernigeröder Amtsgerichtsrat Walter Grosse, der Ehrenvorsitzende Karl Wolfgang Sanders, der den Verein nach dem 2. Weltkrieg wieder ins Leben rief, der langjährige Kustos am Braunschweigischen Landesmuseum Christof Römer sowie viele weitere Persönlichkeiten, die weit über die Geschichte des Harzes hinaus von Bedeutung sind.

 

Der Harz-Verein für Geschichte und Altertumskunde e.V. arbeitet länderübergreifend in Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Thüringen – konsequenterweise ist er denn auch beim Vereinsregister Braunschweig registriert und unterhält seine Geschäftsstelle seit 2000 bei der Schloß Wernigerode GmbH. Der Verein gibt eine Monografien-Reihe heraus – die Forschungen zur Geschichte des Harzgebietes (kurz Harz-Forschungen). Diese bündeln immer wieder besondere Fragestellungen und Interessen, die das Harzgebiet betreffen. Gegenwärtig unterhält der Harz-Verein mehrere Arbeitskreise:

  • zur Archäologie des Harzes, geleitet von Hans-Jürgen Grönke in Nordhausen,
  • zur Landesgeschichte mit Kirchen- und Klostergeschichte, geleitet von Dr. Monika Lücke in Nauendorf bei Halle,
  • zur Montangeschichte, geleitet von Hans-Heinrich Hillegeist und Dr. Wilfried Ließmann in Göttingen,
  • zur Rechtsgeschichte, geleitet von Dr. Dieter Pötschke in Bad Doberan
  • und zur Zeitgeschichte in der Verantwortung von Dr. Friedhart Knolle in Goslar in Verbindung mit dem Verein Spurensuche Harzregion e.V.

Zehn Mitarbeiter des Nationalparks Harz absolvieren erfolgreich Naturschutzlehrgang

Der dreimonatige Kurs umfasste neben Vorträgen und Exkursionen
auch praktische nationalparkspezifische Arbeiten in den Revieren.

Wernigerode, 24 Februar 2022. Zehn Mitarbeiter des Nationalparks Harz haben erfolgreich einen dreimonatigen Naturschutzlehrgang absolviert und vor Kurzem von Nationalparkleiter Dr. Roland Pietsch und der für die Waldbehandlung zuständigen Fachbereichsleiterin Sabine Bauling ihre Urkunden erhalten.

Die Teilnehmer des Naturschutzlehrgangs, neun Forstleute und ein Ranger, haben sich in insgesamt 560 Stunden im Rahmen von Vorträgen und Exkursionen, aber auch bei praktischen nationalparkspezifischen Arbeiten in den Revieren intensiv mit Themen wie Waldentwicklung, Wildbestandsregulierung, Verkehrssicherung oder Besucherlenkung befasst. Die Inhalte umfassten ein breites Spektrum, etwa Laubbaumpflanzungen und Betreuung von Freiwilligeneinsätzen, Waldschutzmaßnahmen wie zum Beispiel Hordengatterbau, außerdem Neophytenbekämpfung, Fledermausquartiere und Insektenmonitoring.

Die erfolgreichen Teilnehmer

Die erfolgreichen Teilnehmer heißen Patrick Deppe, Forstwirt im Revier Schluft, Sebastian Breuer, Forstwirt Revier Torfhaus, André Öhne, Forstwirt Revier Torfhaus, Tobias Heber, Forstwirt Revier Schierke/Hohne, Marius Schwentzek, Forstwirt Revier Schierke/Hohne, David Nagel, Forstwirt, Revier Schierke/Hohne, Olaf Gärtner, Forstwirt, Revier Ilsenburg, Stephanie Foellmer, Forstwirtin Jugendwaldheim, Sebastian Lammert, Forstwirt im Revier Schluft, inzwischen nicht mehr beim Nationalpark tätig, und Ranger Finn Mischur.

Im Rahmen der Urkundenübergabe erhielt außerdem Forstwirt Kai Montag seinen Meisterbrief als Forstwirtschaftsmeister. Er ist in der Nationalparkwerkstatt im Drängetal in Wernigerode tätig.

Hinweis zu den Fotos: Aus organisatorischen Gründen musste die Übergabe der Urkunden an verschiedenen Terminen in St. Andreasberg, am Hohnehof und am Sonnenberg erfolgen.

FOTO 1: Urkundenübergabe am Nationalparkhaus in St. Andreasberg mit Fachbereichsleiterin Sabine Bauling (rechts) sowie (von links) Nationalparkleiter Dr. Roland Pietsch, Forstwirtschaftsmeister Kai Montag und Revierförster Jens Geffert.

FOTO 2: Bei der Urkundenübergabe am Hohnehof mit Nationalparkleiter Dr. Roland Pietsch (links).

FOTO 3: Bei der Urkundenübergabe am Sonnenberg mit Revierförster August Bock (rechts)

(Fotos: Nationalpark Harz)


Wanderweg von Ilsenburg zum Froschfelsen wieder freigegeben.
Der ehemalige Borkenkäferpfad wurde von Totholz beräumt.

Er wird zukünftig als WildnisStieg Ilsenburg eine touristische Bereicherung.

Wernigerode, 18. Februar 2022. Der Wanderweg von Ilsenburg zum Froschfelsen, der ehemalige Borkenkäferpfad, ist wieder offiziell freigegeben. Dieser Weg war lange Zeit gesperrt, wurde dann zwischenzeitlich bis zur Bäumlersklippe wieder geöffnet und ist nun auch im oberen Abschnitt von Totholz beräumt worden.

Die Forstleute des Nationalparks haben in Zusammenarbeit mit einem beauftragten Unternehmen seit Herbst 2021 abgestorbene und umgestürzte Fichten entlang des Weges beseitigt. Dabei kam unter anderem ein Schlepper zum Einsatz, der die abgestorbenen Bäume an langen Seilen umriss und dann aus dem Areal herauszog. Die letzten Arbeiten, die im vergangenen Herbst nicht mehr ausgeführt werden konnten, wurden in diesem Januar erledigt. „Der Weg ist jetzt wieder sicher und auf voller Länge begehbar“, sagt der zuständige Nationalpark-Revierleiter Jörg Müller.


Die Forstleute des Nationalparks haben in Zusammenarbeit mit einem beauftragten Unternehmen seit Herbst 2021 abgestorbene und umgestürzte Fichten entlang des Weges beseitigt.
Foto: Kai Bauer, Nationalpark Harz


Ein vielfältiger Wald hat sich zwischen den abgestorbenen Fichten entwickelt

Der Weg diente lange als sogenannter Borkenkäferpfad der Information und Aufklärung über das Wirken dieser Insekten im Nationalpark. Eine Folge von Borkenkäferbefall ist das Absterben von geschwächten Fichten – im Naturwald ein ganz natürlicher Prozess, der zur Verjüngung des Waldes beiträgt. Der Vorgang konnte an diesem Weg gut veranschaulicht werden. Es gab auch einige Schautafeln und Installationen dazu. Jedoch ging von den abgestorbenen Bäumen, die auf den Weg zu stürzen drohten, irgendwann eine Gefahr für Wanderer aus, weshalb der Weg gesperrt werden musste.

Künftig soll der Pfad als WildnisStieg Ilsenburg mit Installationen und Informationstafeln die neue Wildnis am Meineberg in den Fokus rücken. Nach dem Absterben der Fichten hat sich hier rasch ein vielfältiger Wald zwischen den abgestorbenen Fichten entwickelt – Lebensraum für zahlreiche Pflanzen- und Tierarten. Der neue Pfad wird eine touristische Bereicherung in unmittelbarer Stadtnähe werden. Die Planungen dafür sind im Gange.


FÖJ im Nationalpark Harz: Praktische Arbeit im Naturschutz und persönliche Weiterentwicklung
Das Bewerbungsverfahren für ein Freiwilliges Ökologisches Jahr hat im Januar begonnen.

Wernigerode, 17. Februar 2022. Junge Leute im Alter zwischen 18 und 26, die sich für die Natur, Umwelt und Menschen interessieren, können sich im Nationalpark Harz für ein Freiwilliges Ökologisches Jahr bewerben. Das Bewerbungsverfahren beginnt im Allgemeinen Mitte Januar und ist im Juni eines jeden Jahres beendet. Das FÖJ selbst beginnt nach Absprache im August oder September.

Der Nationalpark Harz bietet zwei FÖJ-Plätze am Natur-Erlebniszentrum HohneHof in Sachsen-Anhalt, in Niedersachsen jeweils eine FÖJ-Stelle im Nationalpark-Bildungszentrum und im Jugendwaldheim Brunnenbachsmühle sowie je zwei im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg und im Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus an.

In unseren verschiedenen Besuchereinrichtungen bietet sich so ein Jahr lang die Gelegenheit, sich in der Praxis für Natur und Umwelt einzusetzen, persönlich weiterzuentwickeln und beruflich zu orientieren.

 

Vielfältige und abwechslungsreiche Aufgaben 

Zu den vielfältigen und abwechslungsreichen Aufgaben der FÖJler gehört dabei neben der Besucherbetreuung vor allem das selbständige Entwickeln und Durchführen von Naturerlebnisveranstaltungen mit Schulklassen und anderen Besuchergruppen. Dabei stehen natürlich erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Rat und Tat zur Seite. Die Erfahrungen aus der praktischen Arbeit werden mit Seminarangeboten zu ökologischen Fragen und Zusammenhängen ergänzt.

Der Nationalpark Harz ist ein länderübergreifender Nationalpark mit einem Teil in Sachsen-Anhalt und einem Teil in Niedersachsen. Die FÖJ-Einstellungsverfahren unterscheiden sich deshalb in den beiden Bundesländern. Für das Land Sachsen-Anhalt gibt es Informationen bei der Stiftung Umwelt, Natur- und Klimaschutz (SUNK) (http://www.sunk-lsa.de/) und für das Land Niedersachsen bei der Alfred-Toepfer-Akademie für Naturschutz (NNA) (http://www.nna.niedersachsen.de/foej/). Auf diesen beiden Internetseiten sind alle wichtigen Informationen zu den Einsatzstellen und zum jeweiligen Bewerbungsverfahren zusammengefasst. Eine Bewerbung ist über das jeweilige Internetformular möglich.

Weitere Informationen zum FÖJ gibt es im Nationalpark-Bildungszentrum unter Telefon 05582 – 9164-0 oder per E-Mail an biz@nationalpark-harz.de.

Eine Zusammenstellung zu den Möglichkeiten von Freiwilligendiensten im Nationalpark Harz finden Interessierte auch auf der Webseite des Nationalparks Harz unter https://www.nationalpark-harz.de/de/mitmachen/oeko-jahr-bfd. 

FOTO 1: Eine der Aufgaben im Rahmen des Freiwilligen Ökologischen Jahres im Natur-Erlebniszentrum HohneHof: Die Führung einer Kräuterwanderung im Nationalpark.

(Foto: Mandy Gebara, Nationalpark Harz, Verwendung frei mit dieser Pressemitteilung, Namensnennung erforderlich).

FOTO 2: Ein FÖJler leitet ein Experiment im Rahmen der Umweltbildung an. Im Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus gibt es zwei FÖJ-Stellen (Foto: Archiv NBZ TorfHaus, Verwendung frei mit dieser Pressemitteilung)


Anhaltende Sturmlage in den nächsten Tagen! Warnung vor dem Betreten der Wälder!
Gefahr durch abbrechende Äste, umstürzende Bäume und vereiste Wege

In den kommenden Tagen ist insbesondere für die Hochlagen sehr stürmisches Wetter angesagt. Bereits am heutigen Dienstag, 15. Februar, warnt der Deutsche Wetterdienst vor Sturmboen und später auch vor orkanartigen Böen für den Brocken. Für die kommenden Tage wird vor anhaltenden starken Sturmlagen teilweise bis ins Tiefland insbesondere am Donnerstag und Samstag gewarnt. Bitte verfolgen Sie die weitere Wetterentwicklung in den kommenden Tagen sehr aufmerksam! Bleiben Sie achtsam und bringen Sie sich und andere nicht in Gefahr!



Während des Sturmes und auch in den ersten Tagen danach sollte auf Waldbesuche unbedingt verzichtet werden. Bitte nehmen Sie die Warnungen ernst! Durch das stürmische Wetter besteht im Wald eine akute Gefahr für Leib und Leben, weil Äste herunterfallen oder sogar Bäume abbrechen und entwurzelt werden können.

In den Hochlagen mit Schneelage ist zudem durch den angesagten Regen verstärkt mit vereisten Wegen zu rechnen. Die Kombination von Sturm und Eis auf den Wegen ist besonders gefährlich.

Wir bitten die Besucher*innen auch in den nachfolgenden Tagen um besondere Aufmerksamkeit. Wir bemühen uns, mit Bäumen oder Baumkronen zugebrochene Wege zeitnah wieder zu öffnen. Da unsere Mitarbeiter*innen aber bei Sturm ebenfalls nicht im Wald arbeiten dürfen, können einzelne Wege vorübergehend unbegehbar sein. Bitte achten Sie deshalb auch auf Sperrungshinweise im Gelände.


Buchneuerscheinung: Krautige Pflanzen des Harz-Waldes

Gernrode. Die Lebensräume der Harzer Wälder bestehen aus vielen Komponenten: Flora, Fauna, Pilze, Einzeller und vieles mehr. Alle diese Lebewesen wirken zusammen und bilden ein Ökoystem.

 

In diesem Buch wendet sich der Autor Bernd Sternal den „Krautigen Pflanzen“ des Waldes zu. Diese Pflanzen weisen kein sekundäres Dickenwachstum auf und sie verholzen nicht. Sie können einjährig, zweijährig oder mehrjährig sein. Nach der Blüte sterben sie ab und wenn sie nicht einjährig sind, überdauern sie im Boden.

 

Die krautigen Pflanzen sind Kohlendioxid-Speicher und -Verbraucher zugleich, sie jedoch darauf zu reduzieren wäre viel zu wenig. Früher stellten viele dieser Pflanzen auch eine Nahrungsquelle für die Menschen dar. Zudem sind sie Futterpflanzen für viele Tiere, insbesondere auch Insektenlarven. Die krautige Bodenvegetation ist eng in die kurzfristigen Stoffkreisläufe des Ökosystems Wald eingebunden. Ihre organische Masse vergeht noch im selben Jahr, in dem sie gebildet wurde. Bei vielen ökologischen Fragestellungen gelten die krautigen Bodenpflanzen als Zeigerpflanzen. Es wird vermutet, dass mehrjährige krautige Pflanzen in Symbiosen mit anderen Lebewesen des Waldes stehen.

 

Jede einzelne Art verfügt über eine Vielzahl chemischer Verbindungen. Die bedeutendsten Inhaltsstoffe sind Alkaloide, Bitterstoffe, Schleimstoffe, Kumarin, Kieselsäuren, Flavonoide, Mineralstoffe, Phenole, Saponine, Tannine, Vitamine, Öle sowie Stärke- und Eiweißverbindungen.

 

Schon früh in der Entwicklungsgeschichte der Menschheit wurde die heilende Wirkung zahlreicher Kräuter erkannt. Die Pflanzenmedizin bestimmte über Jahrtausende die medizinischen Möglichkeiten der Menschen und noch heute werden zahlreiche Pflanzen und deren Wirkstoffe als Drogen zur medizinischen Behandlung eingesetzt.

 

Im Buch werden 44 krautige Pflanzen vorgestellt und jede davon ist mit einer farbigen Aquarellzeichnung von Angela Peters illustriert. Weitere 48 schwarz-weiße Zeichnungen vervollständigen die Illustrationen.

Gestaltet und Herausgegeben hat dieses Buch der Verlag Sternal Media in Gernrode. Das Buch hat einen Softcover-Einband und 188 Seiten, es erscheint im Querformat von 17 x 22 cm. Es hat die ISBN 978-3-7557-6138-9 und kostet 23,99 Euro; das entsprechende E-Book kostet 9,49 Euro.  Das Buch ist überall im Buchhandel erhältlich oder zu bestellen; Onlinebestellungen können bei Amazon oder über die Verlagsseite https://www.bod.de/buchshop/catalogsearch/result/?q=Bernd+Sternal  vorgenommen werden.


A.S.F.M. e.V. aus Göttingen engagiert sich für den Wald in der Klimakrise
Junge Buchen für den Nationalpark Harz von der Brocken-Challenge

Der Harzer Wald ist in der Klimakrise – das ist nicht mehr zu übersehen. Alle Waldgebiete, so auch der Nationalpark Harz, zeigen das mehr als deutlich. In der Kernzone des Nationalparks Harz führt die Natur selbst Regie und zeigt uns, welchen Wald sie unter den heutigen Klimabedingungen eigenständig wachsen lässt. Doch außerhalb der Kernzone gilt es, anzupacken und dem Wald für morgen auf die Sprünge zu helfen. Hier werden als Hilfe zur Selbsthilfe der Natur Rotbuchen, Bergahorne und Mischlaubhölzer entsprechend der ursprünglichen Mischwaldgesellschaften gepflanzt. Das ist ein großer Kraftakt und kostet viel Geld, geht es doch um weitläufige Waldgebiete.

Auch der Verein A.S.F.M. (Ausdauersport für Menschlichkeit) e.V. in Göttingen, der den jährliche Ausdauerlauf „Brocken-Challenge“ veranstaltet, hat die Herausforderung angenommen und engagiert sich für den Wald im Nationalpark Harz. Da die diesjährige Challenge leider Corona zum Opfer fiel, wurden Interessierte aufgerufen, in diesem Jahr nach freiem Ermessen Freizeitsport zu treiben und eine Spende für den guten Zweck im Wald zu überweisen. Insgesamt 4.000,- Euro kamen mit Hilfe dieser tollen Spendenaktion zusammen und wurden in Form von 2000 jungen Buchen im Nationalpark Harz am Eingang des Naturmythenpfades bei Braunlage gepflanzt. Dieser Pflanzort liegt an der Route der Brocken-Challenge – so war es mit dem Spenderverein gemeinsam beschlossen worden.

Denn der Harz ist derzeit in weiten Gebieten von strukturarmen, schädlings- und sturmanfälligen Fichtenforsten geprägt. Dies ist ein Resultat der langen Waldnutzungsgeschichte in der Folge des Bergbaus und der Hüttenwerke mit ihrem großen Holzkohleverbrauch. Mit der Pflanzaktion hilft A.S.F.M. dabei, den Nationalpark Harz auf den früheren Buchenflächen wieder in einen ökologisch intakten Naturwald zu verwandeln. Dafür danken wir dem Verein und der Brocken-Challenge ganz herzlich!

Spendenscheckübergabe an Dr. Friedhart Knolle vom Nationalpark-Förderverein GFN e.V. in Göttingen, Foto A.S.F.M./Brocken-Challenge.


Dezemberheft 2021 von UNSER HARZ ist erschienen –
Starkschneefall, Harzer Lieder, der Gewöhnliche Beifuß und die Nationalpark-Partner – wieder ein rundes Heft zum Jahresende 

Aus dem Inhalt

 

- Uwe Fricke: Das Starkschneefallereignis im Februar 2021

- Ernst Kiehl: „Heute lasst uns singen, jetzt zum Neuen Jahr, Glück und Segen bringen, jetzt und immerdar!“

- Dr. Karl Sanders: Wernigerode, Hedwigsburg und Wolfenbüttel: die bewegte Geschichte des Gnomons von Johann Friedrich Penther

- Inge Müller: Vom Spatzen, der das Fliegen lernte

- Ingrid Kreckmann: Der Gewöhnliche Beifuß (Artemisia vulgaris) – ein heimisches Gewürz

- Nationalparkforum: Die Nationalpark-Partner setzen sich für nachhaltigen, umweltschonenden Tourismus und Naturschutz ein

 

Über den ersten Schnee in diesem Jahr, passend zum Adventsbeginn, freuten sich nicht nur die Kinder im Harz. Still und leise, wie in dem bekannten Weihnachtslied, bedeckte er die teilweise noch herbstlich gefärbten Büsche und legte eine weiße Decke über die Landschaft. Dass das auch ganz anders gehen kann, daran erinnert Uwe Fricke in seinem Beitrag „Das Starkschneefallereignis im Februar 2021“, das nicht nur den Harzrand in Atem gehalten hat.

 

Ernst Kiehl erfreut uns mit einem Artikel über ein Neujahrslied mit dem schönen Gruß „Heute lasst uns singen, jetzt zum Neuen Jahr – Glück und Segen bringen, jetzt und immerdar!“ Auch wenn heute keine Kinder mehr zum „Heischegang“ ziehen, kann man sich diesen Worten nur anschließen!

 

Dr. Karl Sanders berichtet über die Geschichte des Gnomons von Johann Friedrich Penther. Diese sehr besondere Sonnenuhr stand zunächst im gräflichen Lustgarten in Wernigerode, wurde zu Gunsten der notleidenden Bevölkerung öffentlich versteigert und gelangte schließlich nach Wolfenbüttel, wo sie heute vor dem Haupteingang der Herzog August Bibliothek zu bestaunen ist.

 

Einen Rundflug der besonderen Art unternimmt der Spatz Piri in einer Geschichte von Inge Müller. Sinnbildlich dürfen auch wir alle Gefahren des Lebens überstehen und uns letztlich im Kreise unserer „Mitspatzen“ wieder finden.

Frau Kreckmann berichtet in einem kurzen Beitrag über den Gewöhnlichen Beifuß und im Nationalparkforum geht es um ein Treffen der bundesweiten Arbeitsgemeinschaft „Partner der Nationalen Naturlandschaften“ im Harz. Auch der Nationalpark Harz hält Kontakt mit seinen Partnern, die nachhaltigen Tourismus fördern und sich für den Naturschutz einsetzen.

 

Ich wünsche Ihnen einen schönen Advent, ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Übergang ins Neue Jahr!

 

Bestellungen für UNSER HARZ bitte direkt über den Verlag: Fischer & Thielbar GmbH, Telefon (0 53 23) 2533.