PM Nationalparkverwaltung erleichtert über Verzicht auf Einsatz von Luftfahrzeugen

PM Nationalparkverwaltung erleichtert über Verzicht auf Einsatz von Luftfahrzeugen

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

hier unsere neuste Pressemitteilung:

 

 

 

Nationalparkverwaltung erleichtert über Verzicht auf Einsatz von Luftfahrzeugen

 

Konkrete Planungen für ein „Karrierecamp“ der Bundeswehr auf dem Brocken zur naturschutzrechtlichen Prüfung liegen weiterhin nicht vor.

 

Wernigerode, 04. März 2026. Mit großer Erleichterung hatte die Nationalparkverwaltung Harz die ihr gegenüber formulierte Zusage der Bundeswehr aufgenommen, im Rahmen des geplanten „Karrierecamps“ auf dem Brocken auf den Einsatz von Luftfahrzeugen vollständig zu verzichten. Entgegen zwischenzeitlich anderslautender Aussagen war dieser nachweislich Teil der ursprünglichen Planung der Bundeswehr und unter anderem in den Gesprächen zwischen Bundeswehr, Landkreis Harz und Nationalparkverwaltung sowie im Schriftverkehr seitens der Bundeswehr gegenüber der Nationalparkverwaltung thematisiert worden. Nach Bekanntwerden dieses Vorhabens hatte die Nationalparkverwaltung entsprechend ihre erheblichen naturschutzfachlichen und -rechtlichen Bedenken gegen die angekündigte Veranstaltung in diesem sensiblen Areal inmitten des Schutzgebietes deutlich gemacht.

 

Die Brockenkuppe ist Lebensraum, Ruhe- und Reproduktionsstätte seltener und bedrohter Arten, beispielsweise der gesetzlich besonders geschützten Ringdrossel sowie der streng geschützten Nord- und der Zweifarbfledermaus. Die Nationalparkverwaltung hat eine besondere, gesetzlich festgeschriebene Verantwortung für den Schutz und Erhalt solcher Arten, die sehr empfindlich auf Störungen reagieren.

Zahlreiche besorgte Bürgerinnen und Bürger hatten sich in den vergangenen Wochen an die Schutzgebietsverwaltung gewandt und ihre Besorgnis und Empörung über die geplante Veranstaltung auf der Brockenkuppe zum Ausdruck gebracht. Gerade der im Raum stehende Einsatz von Luftfahrzeugen war wohl wesentlicher Anlass für den großen Zuspruch zu Petitionen gegen das Vorhaben. „Das zeigt, auch der Naturschutz steht in der Mitte der Gesellschaft“, sagt Dr. Roland Pietsch, Leiter des Nationalparks Harz.

 

Die Nationalparkverwaltung hat großes Verständnis für die unterschiedliche, teils kontroverse gesellschaftliche, geschichtliche und ethische Einordnung des Camps. Als für das Gebiet zuständige Schutzgebietsverwaltung obliegt ihr jedoch ausschließlich die naturschutzrechtliche Bewertung als Entscheidungsgrundlage zu einem Vorhaben. „Hierfür sind vollständige, klar formulierte und verbindliche Informationen zur Planung nötig, die im Rahmen eines formalen Verwaltungsverfahrens eingereicht und geprüft werden müssen. Diese liegen jedoch weiterhin nicht vor“, sagt Pietsch. Inzwischen liefe die Zeit, eine gesetzeskonforme Prüfung und Entscheidung darüber überhaupt noch vornehmen zu können, jedoch ab.

 

Grundsätzlich vertritt die Nationalparkverwaltung nach wie vor die Auffassung, dass es wesentlich besser geeignete Orte gibt, auch in der Nationalpark-Region, an denen die Werbung für die Bundeswehr nicht unvermeidlich in Konflikt mit dem Naturschutz tritt. Die Nationalparkverwaltung bittet die Bundeswehr somit abermals, eine der ihr oder dem Landkreis Harz vorgeschlagenen Alternativen zu nutzen.

 

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des Nationalparks Harz unter

FOTO:

Bildunterschrift: Der Brocken mit seinem einzigartigen Klima ist wichtiger Lebensraum besonders geschützter Arten.

(Foto: Danilo Hartung, Verwendung frei mit dieser Pressemitteilung, Namensnennung erforderlich)

 

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Der Nationalpark Harz

 

Der Nationalpark Harz ist einer der größten deutschen Waldnationalparke und der erste länderübergreifende Nationalpark Deutschlands. 97 Prozent der Nationalparkfläche sind mit Wald bedeckt. Mit nahezu 25.000 Hektar Fläche nimmt er rund 10 Prozent der Gesamtfläche des Harzes ein. Mehr als 10.000 Tier- und Pflanzenarten finden hier einen geschützten Lebensraum.

 

Die länderübergreifende Nationalparkverwaltung Harz hat ihren Sitz in Wernigerode. Sie ist für die Fläche des Nationalparks auch Untere Naturschutzbehörde, Wald- und Jagdbehörde.

 

 

Pressekontakt:

 

Martin Baumgartner

 

Nationalpark Harz

Presse und regionale Zusammenarbeit

Fachbereich Informations- und Bildungsarbeit, Nationalparkwacht

 

Lindenallee 35

38855 Wernigerode

Tel. 03943 2628 444

Mobil 0151 65208626

Email: presse@npharz.de

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