PM Aktionstag Gartenschläfer am Natur-Erlebniszentrum HohneHof

PM Aktionstag Gartenschläfer am Natur-Erlebniszentrum HohneHof

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

hier unsere neuste Pressemitteilung:

 

 

Besucher*innen des HohneHofs bekommen einen Einblick in das geheime Leben der Gartenschläfer

 

Natur-Erlebniszentrums des Nationalparks veranstaltet mit der Deutschen Wildtier Stiftung einen Aktionstag am 22. Juli

 

Wernigerode, 15. Juli 2025. Der Gartenschläfer ist ein nachtaktiver Kleinsäuger aus der Familie der Bilche, zu der auch der Siebenschläfer und die Haselmaus gehören. Gartenschläfer kommen ausschließlich in Europa vor. Dichte Nadel- und Mischwälder mit felsigem Untergrund in Bergregionen sind sein ursprünglicher Lebensraum, aber er kommt auch in Gärten vor – daher sein Name. Auch im Nationalpark Harz sind die possierlichen Tiere, die an ihrer charakteristischen „Zorro-Maske“ um die Augen zu erkennen sind, heimisch. Für die Art waren in den vergangenen Jahrzehnten drastische Bestandsrückgänge und Arealverkleinerungen zu verzeichnen, die Rote Liste der Säugetiere Deutschlands stuft den Gartenschläfer als „stark gefährdet“ ein.

Die Heinz Sielmann Stiftung kürte den Gartenschläfer (Eliomys quercinus) zum Gartentier des Jahres 2025, um so auf diese faszinierende und bedrohte Art aufmerksam machen und so zu ihrem Schutz beizutragen. Das Team des Natur-Erlebniszentrums HohneHof veranstaltet in Kooperation mit der Deutschen Wildtier Stiftung einen Gartenschläfer-Aktionstag am Dienstag, 22. Juli, im Rahmen des Ferienprogramms, um ebenfalls auf die bedrohte Art aufmerksam zu machen.

Angebote am Gartenschläfer-Aktionstag

Die Besucher*innen können an diesem Tag einen Einblick in das geheime Leben der Gartenschläfer gewinnen. Julia-Marie Battermann, Gartenschläfer-Expertin der Deutschen Wildtier Stiftung, nimmt sie mit auf einen Spaziergang in den Lebensraum der seltenen Tiere. Hier im Harz hat die Art ihr nördlichstes natürliches Vorkommen in Deutschland. Spielerisch erfahren die Teilnehmer*innen, warum Gartenschläfer den Winter verschlafen, was sie zum Überleben brauchen und warum diese heimlich lebenden Tiere auch mal ziemlich laut werden können. Mit etwas Glück können sie auf dem gemeinsamen Spaziergang auch Spuren der kleinen maskierten Nager finden. Beginn ist um 10 Uhr, Dauer: 1,5 bis 2 Stunden. Es wird um Anmeldung unter Telefon 039455/8640 gebeten, spontane Teilnahme ist auf Nachfrage eventuell möglich. Treffpunk ist am Eingang zum Löwenzahn-Entdeckerpfad.

Im Naturkino am Natur-Erlebniszentrum HohneHof wird außerdem der Film „SOKO Gartenschläfer“ gezeigt. Er begleitet ein Forscherteam, das dem rätselhaften Verschwinden des Gartenschläfers auf den Grund geht. Mit Hilfe von Sendern, Laboranalysen und Bürgerbeteiligung suchen sie nach Ursachen – und nach Wegen, die Art zu retten. Dieses Angebot startet um 13 und 14 Uhr. Auch in der „Ranger-Sprechstunde“ von 11 bis 16 Uhr am HohneHof gibt es ein Angebot zum Gartenschläfer: Die Gäste lernen dabei spielerisch etwas über die Lebensweise der Bilche. Unter anderem können sie sich der Herausforderung stellen, mit den Händen die Leibspeise der Tiere zu ertasten. In der Werkstatt des HohneHofs können die Besucher*innen an diesem Tag ihrer Kreativität mit Farbe und Papier freien Lauf bei der Gestaltung eines Gartens für den Gartenschäfer lassen oder eine Gartenschläfer-Gesichtsmaske basteln.

 

Weitere Informationen unter www.nationalpark-harz.de/de/besucherzentren/hohnehof/

 

Die Deutsche Wildtier Stiftung sucht Spuren des Gartenschläfers

Wo steckt „Zorro“? Die Deutsche Wildtier Stiftung will es genau wissen: Sie startet eine Suche nach in Sachsen-Anhalt. Bürger aus Oberharz am Brocken und Wernigerode sind ab sofort aufgerufen, Ausschau nach dem Gartenschläfer zu halten. Denn der Vertreter der Bilche, auch Schlafmäuse genannt, ist nur im Sommer aktiv und hält Winterschlaf. Wer einen Gartenschläfer gesehen hat, wird gebeten, eine E-Mail an TierdesJahres@DeutscheWildtierStiftung.de zu schicken.

Bei ihrer Suche nach dem seltenen Bilch ist die Stiftung auf die Hilfe von ehrenamtlichen Wildtierfreunden angewiesen. Gartenschläfer sind klein, nachtaktiv und sie leben versteckt. „Also ist es schwierig, sie zu entdecken. Aber sie kommen gerne in Gärten. Hier knabbern sie im Vogelhaus Körner oder futtern sich an Brombeeren satt“, sagt Julia-Marie Battermann, Projektleiterin bei der Deutschen Wildtier Stiftung. Battermann ist es wichtig, Haus- und Gartenbesitzer aufzuklären. „Viele halten den Gartenschläfer für eine Maus oder verwechseln ihn im Dunklen mit einer Ratte. Deshalb werden manche Gartenschläfer vergiftet. Wir beraten vor Ort, wenn es Hinweise auf ein Gartenschläfervorkommen gibt“, sagt sie. Dann versuchen Battermann und ihr Team, den Verdacht zu bestätigen. Dafür nutzen sie Wildkameras, die in Bodennähe an Bäumen angebracht werden und die Gartenschläfer nachts fotografieren. Zusätzlich geben sogenannte Spurentunnel Aufschluss: Laufen die Tiere durch die schmalen Tunnel, die an Ästen oder in Sträuchern hängen, drücken sie ihre Pfoten in eine Art Stempelkissen und hinterlassen dann Abdrücke auf dem Papier, das in den Tunneln liegt.

Weitere Informationen: Wer sich über das den Gartenschläfer informieren will, kann dies zum Beispiel auf der Internetseite www.deutschewildtierstiftung.de/naturschutz/tierdes-jahres tun. Einen Steckbrief über den Gartenschläfer gibt es außerdem unter www.deutschewildtierstiftung.de/wildtiere/gartenschlaefer

 

 

FOTO: Gartenschläfer

(Foto: Kerstin Hinze; Verwendung frei mit dieser Pressemitteilung, Namensnennung erforderlich)

 

 

Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrage

 

Martin Baumgartner

Presse und regionale Zusammenarbeit
Fachbereich Informations- und Bildungsarbeit, Nationalparkwacht
Nationalpark Harz

 

Lindenallee 35

38855 Wernigerode

Tel. +49 (0) 3943 2628-444
mobil: +49 (0) 151 65 20 86 26

E-Mail: presse@npharz.de

www.nationalpark-harz.de

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