20. Jahrestagung der Lebensbornkinder in Deutschland vom 30. August bis 1. September 2024 in Wernigerode mit drei öffentlichen Veranstaltungen

20. Jahrestagung der Lebensbornkinder in Deutschland vom 30. August bis 1. September 2024 in Wernigerode mit drei öffentlichen Veranstaltungen

Der Verein Lebensspuren e.V. wurde 2005 in Wernigerode mit dem Ziel der geschichtlichen Aufarbeitung sowie der Hilfe für Betroffene gegründet. Er ist vor allem eine Interessengemeinschaft von Menschen, die in ehemaligen Heimen des NS-„Lebensborns” in den Jahren 1936-1945 geboren bzw. aus dem Ausland geraubt wurden und in einem dieser 25 Heime untergebracht waren. Der „Lebensborn” wurde 1935 auf Veranlassung von Heinrich Himmler gegründet, um „rassisch und erbbiologisch wertvolle“ Mütter und Kinder zu fördern. Eines dieser Geburtenheime befand sich in Wernigerode. Die Aufarbeitung der einzelnen Schicksale, die Hilfe bei der Suche nach den eigenen Wurzeln und die Bewältigung der dabei gewonnenen Erkenntnisse stand lange Zeit im Vordergrund der Vereinsarbeit. Noch heute kennen viele „Lebensborn“-Kinder ihre Herkunft nicht.

Die Jahrestagung 2024 beginnt am Freitag, 30. August mit schulischen Foren für Jugendliche in Schulen in Wernigerode und Ilsenburg. Die Eröffnungsveranstaltung findet in der Kreisvolkshochschule Wernigerode um 15 Uhr statt. Nach einem musikalischen Entree und Grußansprachen wird die Lebensborn-Ausstellung zum Heim im Wiener Wald eröffnet. Um 17 Uhr findet eine Buchlesung von Dirk Kaesler zu seinem Buch „Lügen und Scham. Deutsche Leben“ statt. Das Buch kann vor Ort auch vom Autor erworben werden.

Am Samstag, 31. August wird ab 9.30 Uhr in der Remise des Kunstvereins Wernigerode eine öffentliche Gesprächsrunde mit Dirk Kaesler und anderen ehemaligen Lebensborn-Kindern angeboten. Die Moderation des Morgens unter dem Thema „Lebensborn – Lebensschicksale oder Filmfantasien?“ übernimmt Dr. Georg Lilienthal.

Um 15 Uhr wird dort eine weitere öffentliche Veranstaltung angeboten. Nach einer Einführung von Dr. Lilienthal wird der Film „Snatched from the source – in der Quelle erfasst“ über während des 2. Weltkriegs geraubte slowenische Kinder gezeigt.

 

Am Sonntag, 1. September findet ab 10 Uhr ein Stadtrundgang „Auf den Spuren des Lebensborns in Wernigerode“ statt. Start ist am Wohltäterbrunnen vor dem Rathaus. Parallel wird in der Remise ein Informationstisch zur medialen Widerspiegelung des Themas „Lebensborn“ zwischen sachlicher Aufklärung und Sensationsmache angeboten.

 

Die Remise des Kunst- und Kulturvereins Wernigerode befindet sich in der Marktstr. 1-2. Medienvertreter und zahlreiche Gäste sind herzlich willkommen. Eine Anmeldung ist nicht notwendig, der Eintritt ist frei.

 

Weitere Informationen zum Verein finden sich auf https://lebensspuren-deutschland.eu

 

Lebensspuren e.V.

Matthias Meißner

Tel. 03943 63 21 09 oder 0151 28 96 27 65

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