Faszination Pilze – Eine Vielfalt an Arten, Farben und Formen
Der Ohrförmige Weißseitling (Pleurocybella porrigens) wächst an Fichten-Totholz-Stämmen und -Stubben, die sich in der Optimal- bis Finalphase der Holzzersetzung befinden. Oft ist das Substrat stark bemoost. Die Art ist charakteristisch für die montanen Fichtenwälder Foto: Thomas Schultz

Faszination Pilze – Eine Vielfalt an Arten, Farben und Formen

Band 23 der Nationalpark-Schriftenreihe erschienen: „Beiträge zur Großpilzflora des Nationalparks Harz“

Wernigerode, 28.7.2023. Die Grundlage für die Erstellung des nun vorliegenden Bandes 23 der Schriftenreihe aus dem Nationalpark Harz stellt die über viele Jahrzehnte andauernde intensive Erfassung der Großpilzflora im Untersuchungsgebiet dar. Durch viele Interessierte und Engagierte an dieser faszinierenden Artengruppe konnten bisher über 25.000 Beobachtungen registriert und 1.779 Arten nachgewiesen werden. In zahlreichen Beiträgen werden charakteristische Großpilzarten der prägenden Lebensräume des Nationalparks Harz von den Autoren Thomas Schultz und Ute Springemann vorgestellt.

Titel des Nationalpark-Schriftenreihe-Bandes Nr. 23 (Quelle Nationalpark Harz
Titel des Nationalpark-Schriftenreihe-Bandes Nr. 23 (Quelle Nationalpark Harz

In der Zusammensetzung der Arten spiegeln sich die Vielfalt der Lebensräume des Nationalparks und die unterschiedlichen Höhenlagen vom Fuße des Gebirges bis hin zum weithin alles überragenden Brocken wider. Fichten- und Buchenwälder mit hohen Totholzanteilen, Moore und Fließgewässer, Wegränder und Sukzessionsflächen aber auch die blütenreichen Bergwiesen beherbergen alle ihre eigenen charakteristischen Lebensgemeinschaften und tragen in ihrer Gesamtheit zur Pilzvielfalt im Nationalpark Harz bei. Während in den tieferen Lagen noch viele Arten zu finden sind, die auch im weiteren Umland des Harzes vorhanden sind, kommen mit zunehmender Höhe typische gebirgsbewohnende Arten hinzu. Auffällig ist dabei die Zahl von holzbesiedelnden und holzzersetzenden Gattungen und Arten mit strenger Bindung an diese Höhenlage.

Dieser 23. Band der Nationalpark-Schriftenreihe ist ein wichtiger Baustein zur Erfassung der mykologischen Diversität des Harzes und eine wichtige Momentaufnahme seines Großpilzinventars vor dem Hintergrund, dass sich die Wälder des Harzes derzeit in einer großen Umbruchsituation befinden.

Der gedruckte Band (1. Auflage) umfasst 310 Seiten und ist bei der Nationalparkverwaltung für 15,- € zzgl. Versandkosten zu beziehen. Kontakt: Tel.: +49 3943 2628-0 oder per E-Mail an poststelle@npharz.de.

Eine digitale Version des vollständigen Bandes kann kostenfrei auf der Nationalpark-Internetseite www.nationalpark-harz.de heruntergeladen werden.

Der Nationalpark Harz

Der Nationalpark Harz ist einer der größten deutschen Waldnationalparke und der erste länderübergreifende Nationalpark Deutschlands. 97 Prozent der Nationalparkfläche sind mit Wald bedeckt. Mit nahezu 25.000 Hektar Fläche nimmt er rund 10 Prozent der Gesamtfläche des Harzes ein. Mehr als 10.000 Tier- und Pflanzenarten finden hier eine geschützte Zuflucht.

Die länderübergreifende Nationalparkverwaltung Harz hat ihren Sitz in Wernigerode. Sie ist für die Fläche des Nationalparks auch Untere Naturschutzbehörde, Wald- und Jagdbehörde.


Foto1: Der Ohrförmige Weißseitling (Pleurocybella porrigens) wächst an Fichten-Totholz-Stämmen und -Stubben, die sich in der Optimal- bis Finalphase der Holzzersetzung befinden. Oft ist das Substrat stark bemoost. Die Art ist charakteristisch für die montanen Fichtenwälder Foto: Thomas Schultz;

Foto 2: Titel des Nationalpark-Schriftenreihe-Bandes Nr. 23 Quelle Nationalpark Harz;

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