Waldbrand am Rohnberg

Waldbrand am Rohnberg

Nationalpark bedankt sich für die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Feuerwehren – Dringender Appell an Besucher*innen, Waldbrände zu vermeiden

 

Am vergangenen Samstagnachmittag stand im Gebiet des Nationalpark Harz am Rohnberg bei Ilsenburg eine Fläche von rund 50 mal 40 Metern (0,2 Hektar) in Flammen. Dank des schnellen und tatkräftigen Einsatzes der Feuerwehren aus Ilsenburg, Drübeck, Darlingerode, Bad Harzburg und Wasserleben, des Löschflugzeugs „Hexe 1“ des Landkreises Harz sowie der Forstwirte des Nationalparks Harz konnte das Feuer effektiv bekämpft und bis Sonntagmittag vollständig gelöscht werden.

Die Brandstelle war über einen ca. einen Kilometer langen inoffiziellen Pfad zugänglich. Vorsorglich hatte die Nationalparkverwaltung Forstmaschinen zur Unterstützung der Einsatzkräfte durch Anlage zusätzlicher Zuwegungen oder bedarfsgerechter Brandschneisen angefragt, die dann aber nicht benötigt wurden.

Nationalparkleiter Dr. Roland Pietsch betont die großartige Zusammenarbeit: „Mit jedem Brandeinsatz zeigt sich mehr, wie gut die Abläufe eingespielt sind und wie selbstverständlich die Arbeitsteilung von allen relevanten Akteuren umgesetzt und wertgeschätzt wird. Ich bedanke mich bei den Kamerad*innen der Feuerwehren und den Kolleg*innen meiner Verwaltung ausdrücklich für das große und partnerschaftliche Engagement.“

 

Einhalten von Nationalparkregeln schützen vor Waldbränden

Die Brandstelle befand sich abseits von Wegen und lässt vermuten, dass hier Wildcamper ein Feuer entzündet hatten. Die Brandursache wird polizeilich ermittelt. Entsprechend appelliert der Nationalparkleiter an das Verantwortungsbewusstsein der Besucher*innen des Schutzgebietes: „Solche Brandereignisse sind immer eine große zeitliche und physische Belastung für die Einsatzkräfte, die sich in Lebensgefahr begeben. Sie gefährden aber auch das Leben anderer Besucher*innen im Gebiet. Zudem fallen durch die Brandbekämpfung enorme Kosten an, die die Allgemeinheit zu tragen hat. Wildcampen im Schutzgebiet und Feuer entfachen ist verboten, verantwortungs- und rücksichtslos gegenüber Menschen und Tieren, brandgefährlich und somit völlig inakzeptabel!“ Die Nationalparkverwaltet bittet darum, bei solchen Beobachtungen sofort die Polizei zu informieren.

Auch bei Hitze und Trockenheit entzünden sich unsere Wälder nicht von selbst. Der ganz überwiegende Teil der Waldbrände in Deutschland ist auf fahrlässiges oder sogar vorsätzliches menschliches Handeln, also Brandstiftung zurückzuführen. Natürliche Ursachen wie Blitzschlag sind in Mitteleuropa extrem selten. Neben illegalen Feuern stellen auch weggeworfene Zigarettenkippen, auf trockenen Grasflächen abgestellte Fahrzeuge oder andere Funkenquellen ein erhebliches Risiko dar. Bei der Waldbrandprävention kommt deshalb uns Menschen eine große Verantwortung zu!

Um Waldbrände gar nicht erst entstehen zu lassen, müssen die entsprechenden Verhaltensregeln unbedingt befolgt werden. Offenes Feuer, Grillen und Outdoor-Kocher sind im Nationalparkgebiet ganzjährig verboten. Auch das Rauchen ist nur sehr eingeschränkt erlaubt. Schon die Glut einer Zigarette oder Funken z. B. eines Lagerfeuers können ausreichen, um einen Vegetationsbrand entfachen. Entsprechende Verbote und Bußgelder von bis zu 25.000 Euro sind für den Harz im Landeswaldgesetz Sachsen-Anhalt sowie im Niedersächsischen Wald- und Landschaftsordnungsgesetz geregelt.

Autos sollen nicht über trockenem Gras geparkt werden. Ein heißer Katalysator kann das Gras entzünden und dann steht nicht nur das Auto, sondern schnell auch der Wald in Flammen. Zufahrtswege zu den Wäldern müssen unbedingt ständig freigehalten werden, damit Feuerwehr- und Rettungsfahrzeuge im Einsatzfall nicht behindert werden. Wer einen Waldbrand oder unklare Rauchentwicklung entdeckt, informiert bitte umgehend die Feuerwehr über die Notrufnummer 112.

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des Nationalparks Harz unter https://www.nationalpark-harz.de/de/waldbrand/

 

Foto: Löscharbeiten an der schwer zugänglichen Brandstelle (Foto: Roland Pietsch)

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