Goslar, 30.12., 14 Uhr: Einladung zum nachweihnachtlichen Spaziergang im Bereich Fliegerhorst Goslar

Goslar, 30.12., 14 Uhr: Einladung zum nachweihnachtlichen Spaziergang im Bereich Fliegerhorst Goslar

Goslar, Dienstag, 30.12.2025, 14 Uhr: Einladung zum nachweihnachtlichen Spaziergang mit BUND, NABU und Spurensuche Harzregion e.V. auf den Spuren von militärischer Nutzung und Altlasten im Bereich Fliegerhorst Goslar. Treffpunkt: KZ-Gedenkstein Stapelner Straße/Ecke Grauhöfer Landwehr

 

Als Hilfe zur Teilverbrennung der Kalorien des Weihnachtsbratens führen am Dienstag, den 30.12.2025 ab 14 Uhr Annett Jerke, Dr. Friedhart Knolle, Malte Sandweg und Michael Ohse sowie Frank Jacobs einen kleinen nachweihnachtlichen Spaziergang der Goslarer Umweltverbände BUND und NABU und von Spurensuche Harzregion e.V. über einen Teil des Goslarer Fliegerhorsts und zu den dortigen militärischen und zivilen Sachzeugen sowie zum illegalen Abfalllager mit Boden und Bauschutt.

 

Start ist um 14 Uhr am KZ-Gedenkstein Stapelner Straße/Ecke Grauhöfer Landwehr. Wir hören etwas über die Geschichte des hier ehemals befindlichen KZ-Außenlagers Goslar des KZ Buchenwald und seine Opfer, von denen einer sogar international bekannt und als „Gerechter unter den Völkern“ geehrt wurde – Walter Krämer.

 

Weiter geht es zum Hangar des französischen Militärgeheimdienstes, der hier auf dem Fliegerhorst für die Aufklärungsarbeit auf der Schalke zuständig war. Das markanteste Gebäude, der Hubschrauber-Hangar, ist noch vorhanden.

 

Wir wandern dann über den Görgweg zum H-Gebäude und hören hier, wie mit dem hiesigen Baumbestand umgegangen wurde und wird.

 

Nächstes Ziel ist die alte Bundeswehr-Truppenküche, wo die Reste der hier illegal abgetöteten Bäume noch sichtbar sind. Bald erreichen wir den Karl-Peix-Weg – benannt nach den zweiten Widerstandskämpfer, der von den Nazis hier vor Ort ermordet wurde.

 

Vorbei an der Gedenktafel für Walter Krämer an der nach ihm benannten Straße erreichen wir die ehemalige Nordwache des Fliegerhorsts und den dahinter befindlichen ehemaligen Kleinkaliber-Schießstand an der Funkmeisterei gegenüber der ehemaligen Fernmeldezentrale. Sie wurde, obwohl teilweise denkmalgeschützt, für einen Neubau abgerissen.

 

Nächste Station ist das illegal angelegte Abfalllager von etwa 7.000 Quadratmetern Größe, das wir jedoch nicht betreten dürfen, weil uns das die Eigentümerin, die Firmengruppe Bruns, untersagt hat. Hier werden gute Neuigkeiten zum Stand der behördlichen Ermittlungen zu dieser ungenehmigten Ablagerung mitgeteilt. Die Deponie, die bereits lange als Altlast existierte, wurde von der Luftwaffe, später den Alliierten und anschließend der Bundeswehr genutzt, bevor hier die von der Stadt Goslar beauftragten Baufirmen eine ungenehmigte Ablagerung von belastetem Boden und Bauschutt unter den Augen der zuständigen Kommune und der Behörden anlegten, was dann später niemand bemerkt haben wollte. Wir kommen zu einem kleinen Bach, der in Richtung des Klosterguts Grauhof fließt. Im Grundwasser wurden hier von verschiedenen Gutachtern deutlich erhöhte Gehalte an krebserregenden PAK festgestellt. Das wollen wir hier anhand der Messwerte diskutieren. Wenn man genau hinschaut, finden sich hier noch Übungspatronen aus der Bundeswehrzeit.

 

Weiter geht es zum ehemaligen Schießplatz des Fliegerhorsts, der schon dem Hannoverschen Jägerbataillon diente. Die hier befindliche kleine Siedlung Görgweg war Teil dieser militärischen Gesamtanlage. Hier gibt es für alle, die bis zum Ende durchgehalten haben, einen Punsch oder auch zwei für die Abschlussdiskussion 😊

 

Der Spaziergang dauert je nach Wetterlage ca. 2 Stunden bis zum Sonnenuntergang, zahlreiche Gäste sind herzlich willkommen. Wir erheben keinen Eintritt und Anmeldungen sind nicht erforderlich.

 

Foto frei mit dieser PM, Aufnahme Frank Jacobs. Weitere Fotos auf Anfrage gern.

 

Mit freundlichem Glück Auf
Dr. Friedhart Knolle

Grummetwiese 16

38640 Goslar

Tel. 0170/22 09 174

https://www.facebook.com/friedhart.knolle

https://www.facebook.com/BUND.Westharz

https://www.researchgate.net/profile/Friedhart-Knolle

Umweltschutz: Bitte prüfen, ob diese Mail ausgedruckt werden muss

 

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

Gemeinsam können wir mehr erreichen und den Nationalpark Harz als Naturraum schützen und erhalten.

Wie funktioniert's?