7.10.2025, Wulften (LK Göttingen): Tod im Aktenschrank – warum sich die Prüfung von Bebauungsplänen für den Naturschutz lohnen kann

7.10.2025, Wulften (LK Göttingen): Tod im Aktenschrank – warum sich die Prüfung von Bebauungsplänen für den Naturschutz lohnen kann

Pressemitteilung und Einladung

 

7.10.2025, Wulften: Tod im Aktenschrank – warum sich die Prüfung von Bebauungsplänen für den Naturschutz lohnen kann

 

Wulften. Am 7. Oktober 2025 lädt der Verein Klimaschutz Göttingen gemeinsam mit dem NABU Osterode und dem BUND Westharz zur Veranstaltung „Tod im Aktenschrank – warum sich die Prüfung von Bebauungsplänen für den Naturschutz lohnen kann“ ein. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr und findet im Gemeindehaus der Evangelischen Gemeinde Wulften, Thieberg 8 in Wulften, LK Göttingen, statt.

 

Durch den Klimawandel geraten auch Naturschutzfragen wieder stärker in den Fokus.

Wie kann trotz zu erwartender neuer klimatischer Bedingungen der Erhalt von Feuchtwiesen, von Streuobstwiesen, von Feldgehölzen und Wäldern gesichert werden? Wie kann unter diesen Bedingungen eine weitere Beschleunigung des grassierenden Artensterbens verhindert werden? Kompensationsmaßnahmen im Rahmen von Bauvorhaben stellen hier ein wichtiges Instrument zur Schaffung von Trittsteinbiotopen dar, die natürliche Lebensräume schaffen, aufwerten und vernetzen können.

 

Im Landkreis Göttingen werden seit Jahrzehnten an vielen Orten gesetzliche Auflagen zur Kompensation von Baumaßnahmen ignoriert. Dazu gehören v.a. auch Maßnahmen, die im Zusammenhang mit der Ausweisung von Baugebieten in der Verantwortung von öffentlichen Trägern wie Kommunen liegen. Die Aufsichtspflicht für die Umsetzung der Ausgleichsmaßnahmen lag bis zum Jahr 2017 bei der Unteren Naturschutzbehörde. Dieser Pflicht ist die Behörde offensichtlich über Jahrzehnte nicht nachgekommen. Seit dem Jahr 2017 sind durch die Änderung des Baugesetzbuches ausgerechnet die Gemeinden mit der Aufsicht über die Umsetzung ihrer eigenen Aufgaben betraut.

 

Insgesamt ergibt sich oft das Bild einer Gleichgültigkeit gegenüber gesetzlich vorgeschriebenen Naturschutzmaßnahmen auf mehrere Verwaltungsebenen. Die Passivität einiger zuständiger Stellen hat zu einer Vernachlässigung von Projekten geführt, die in Zeiten des Klimawandels und des Artensterbens als wesentlich und dringlich erscheinen.

 

Deswegen ist es essentiell, dass Bürgerinnen und Bürger in die Lage versetzt werden, eine aktive Rolle einzunehmen. Dafür wollen wir mit unserem Informationsabend in einer der Kommunen mit dem größten Umsetzungsdefizit im Landkreis Göttingen beitragen.

 

Am Beispiel der Gemeinde Hattorf wollen wir die Maßnahmen vorstellen, zu denen Kommunen nach der Ausweisung von Baugebieten eigentlich verpflichtet sind. Wir zeigen das Instrumentarium, mit dem jedermann sich über solche Umsetzungsdefizite informieren und aktiv werden kann.

 

Im Vergleich dazu stellen wir für den Bereich der Feldmarksgenossenschaft Schwiegershausen ein vorbildliches Beispiel von gelungener Durchführung der vorgeschriebenen Kompensationsmaßnahmen vor.

 

Für Ihr Kommen und/oder Ihre Ankündigung und Berichterstattung sind wir sehr dankbar.

 

Für die drei veranstaltenden Vereine und Verbände:

Dr. Friedhart Knolle

Grummetwiese 16

38640 Goslar

Tel. 0170/22 09 174

https://www.facebook.com/friedhart.knolle

https://www.facebook.com/BUND.Westharz

https://www.researchgate.net/profile/Friedhart-Knolle

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