Vortrag von Markus Weber:
Gekommen, um zu gehen. Jüdisches Leben in Bad Harzburg 1945 – 1950
Donnerstag, 5. September 2024, 19.00 Uhr
Veranstalter: Spurensuche Harzregion e.V. und evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Martin Luther, Bad Harzburg
Ort: Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Martin Luther, Lutherstaße 7, 38667 Bad Harzburg
Zum ersten Mal gab es in der Geschichte Bad Harzburgs nach 1945 eine offizielle und eingetragene jüdische Gemeinde. Und es wurde ein Erholungsheim für Überlebende des Holocaust eingerichtet, wo es nicht nur um körperliche Erholung nach den Leiden ging, sondern auch um kulturelle und religiöse Bildung, um das Neu-Erlernen von „Jüdischkeit“. In Bad Harzburg fanden 1947 und 1948 zwei bedeutende Veranstaltungen der jüdischen Organisationen in der britischen Besetzungszone statt, bei denen das jüdische Leben organisiert wurde. Doch die neue Phase der Geschichte endete schon bald um 1950, denn die meisten Überlebenden wollten nach Palästina/Israel oder in andere Länder wir den USA emigrieren.
Markus Weber wird im Rahmen des Vortrags auch über die Schicksale jüdischer Menschen, die den Holocaust überlebt haben, und ihren weiteren Lebensweg in Bad Harzburg und in anderen Ländern berichten.
Der Vortrag findet im Rahmen der diesjährigen Jüdischen Kulturtage statt, die sich unter dem Motto „Trotzdem Jüdisch“ dem Neubeginn jüdischen Lebens nach 1945 widmen. Die Kulturtage werden vom Israel Jacobson Netzwerk für jüdische Kultur und Geschichte in Braunschweig getragen.
Gemeinsam können wir mehr erreichen und den Nationalpark Harz als Naturraum schützen und erhalten.