5.6.2025, Goslar, Vortrag: Das vergessene Leid – Die Morde an Patienten in Goslar während der NS-Zeit

5.6.2025, Goslar, Vortrag: Das vergessene Leid – Die Morde an Patienten in Goslar während der NS-Zeit

 

Geschichtsverein Goslar e. V., Glockengießer Straße 65, 38640 Goslar, info@gv-goslar.de

 

P r e s s e i n f o r m a t i o n

 

Vortrag des Geschichtsvereins Goslar in Zusammenarbeit mit

der Volkshochschule des Landkreises Goslar

und dem Verein Spurensuche Harzregion e. V.

 

 

Donnerstag, 5. Juni 2025, 19:30 Uhr

im großen Sitzungssaal des Kreishauses Goslar, Klubgartenstraße 6

 

Dr. Kurt Fontheim / Dr. Stefan Cramer:

Das vergessene Leid – Die Morde an Patienten in Goslar während der NS-Zeit

 

Die NS-Euthanasie war eines der dunkelsten Kapitel des Nationalsozialismus. Unzählige Menschen wurden systematisch ermordet, da sie als „lebensunwert“ galten. In den großen psychiatrischen Einrichtungen oder Krankenhäusern, meist in ländlichen Gebieten außerhalb der Städte waren Hunderttausende untergebracht. Als immer mehr verwundete Soldaten von der Front zurückgekehrten und versorgt werden mußten, sollte hier Platz geschaffen werden. Patienten wurden selektiert und ermordet. Überall, auch in kleinen Städten wie Goslar und in den Dörfern des Deutschen Reichs, hinterließ dieses euphemistisch genannte „Euthanasie“-Programm tiefe Spuren. Sie werden zum Teil erst jetzt erforscht.

 

Im Vortrag wird Dr. Kurt Fontheim grundsätzlichen Aspekte der NS-„Rassenygiene“ beleuchten und über die Ideologie und Ausführung der Krankenmorde im Nationalsozialismus berichten. Dr. Stefan Cramer wird einige dieser Ausführungen jeweils im Hinblick auf die Situation und Durchführung in Goslar ergänzen und dabei auch seine Recherchen zu den Opfern vorstellen.

 

Dr. Kurt Fontheim studierte Medizin an der Georg-August-Universität in Göttingen, wo er auch an der Psychiatrische Universitätsklinik promovierte und eine Facharztausbildung zum Neurologen und Psychiater absolvierte. 1981 übernahm er das Familienunternehmens DR.FONTHEIM mentale Gesundheit in 5. Generation in Liebenburg. Dort war er bis 2014 als Chefarzt und Geschäftsführer tätig. Dr. Fontheim ist Mitglied im Verein Spurensuche Harzregion e.V.  und der Initiative Stolpersteine.

 

Dr. Stefan Cramer studierte Geologie an der Technischen Universität in Zellerfeld, an der Universität in Hamburg und an der Freien Universität Berlin, wo er auch promovierte. Im Rahmen seiner Tätigkeit in der Entwicklungshilfe führten ihn zahlreiche Auslandsaufenthalte nach Afrika, Asien und Lateinamerika. Dr. Cramer ist Mitglied im Verein Spurensuche Harzregion e.V.  und der Initiative Stolpersteine.

 

Die Teilnahme am Vortrag ist für alle Interessenten kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

 

 

 

Denkmal der grauen Busse, von Horst Hoheisel und Andreas Knitz, Replika, dauerhaft platziert vor dem Landeshaus des LVR in Köln-Deutz. Das Denkmal erinnert an die Transporte von Opfern in die Krankenhäuser des NS-Euthanasieprogramms. Fotos: Günter Piegsa

 

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