Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus am Brocken prominent eröffnet
Der
Harz ist um ein Kleinod reicher: als "Trittstein in die Wildnis" bietet das neue
Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus am Brocken Ein- und Ausblicke in die
Wald-Wildnis des Nationalparks Harz, des ersten länderübergreifenden
Nationalparks Deutschlands. Das Haus steht nun mit seiner modernen und
interaktiven Ausstellung allen Besucherinnen und Besuchern offen. Am 26. Mai
2009 wurde dieser neue Besuchermagnet durch den Niedersächsischen
Ministerpräsidenten Christian Wulff und die Umweltministerin des Landes
Sachsen-Anhalt Petra Wernicke in Anwesenheit zahlreicher weiterer Gäste aus
Politik, Verwaltungen, Nationalpark Harz und der Region seiner Bestimmung
übergeben. Seitdem ist auch der neue Film "Auf dem Goetheweg zum Brocken" im
Nationalparkkino zu sehen und erfreut sich bereits regen Interesses.
Nach dem Empfang des Ministerpräsidenten Christian Wulff und der Gäste vor dem
Nationalpark-Besucherzentrum durch den Nationalparkleiter Andreas Pusch, die
Hausleiterin Heike Albrecht, den Vorsitzenden der Gesellschaft zur Förderung des
Nationalparks Harz e.V. (GFN) Dr. Friedhart Knolle sowie weitere Vertreter des
Trägerverbundes des Nationalpark-Besucherzentrums TorfHaus zog Wulff eine große
blaue Schleife auf, um "das gemeinsame Geschenk an die Nationalparkregion", so
Heike Albrecht bei Ihrer Begrüßung, zu öffnen und das neue Haus zu betreten.
Weitere Redner im Haus neben Christian Wulff und Petra Wernicke waren Werner
Grübmeyer, der Vorsitzende des Nationalpark-Beirats, Dir. und Prof. Dr. habil.
Rainer Blanke, Bundesamt für Naturschutz, Thomas Pyhel, Deutsche Bundesstiftung
Umwelt, Heiner Baumgarten, Vorsitzender des BUND-Landesverbandes Niedersachsen
sowie Andreas Pusch, Leiter des Nationalparks Harz. Anschließend geleitete der
Schauspieler Markus Bölling als Johann Wolfgang von Goethe in zeitgenössischer
Kostümierung die Gruppe in das Obergeschoss. Ministerpräsident Christian Wulff
startete dort die Premiere des neuen Filmbeitrags "Auf dem Goetheweg zum
Brocken". Für musikalische Begleitung und eine angenehme Atmosphäre sorgte die
Magdeburger MillerJazzBand. Die Veranstaltung war mit ca. 200 Teilnehmern
hervorragend besucht.
Das Besucherzentrum TorfHaus am Beginn des Goetheweges bietet nicht nur
Informationen aus erster Hand zum Nationalpark, zum Naturschutz und zu den
Tieren und Pflanzen des Harzes. Gleichzeitig hält das Besucherzentrum
Wissenswertes zur gesamten Tourismusregion Harz bereit. Im Shopbereich findet
sich ein breites Angebot an Wanderkarten, Büchern, Andenken und vieles mehr.
"Wo geht es hier zum Brocken?" oder "Wie schnell wächst ein Moor?" sind nur
einige der Fragen, die die Ausstellung des Besucherzentrums TorfHaus
beantwortet. Das Chaospendel führt die Unberechenbarkeit der Naturdynamik der
Waldwildnis vor Augen. Eine Drehscheibe zeigt die Vielfalt der deutschen
Großschutzgebiete, und am Grünen Band steht der Besucher plötzlich dem Wolf Aug´
in Aug´ gegenüber. Im ersten Stock kann man am "Rad der Zeit" drehen, bevor
Goethe und Heine die Gäste im Nationalparkkino mitnehmen auf eine Wanderung auf
den "urdeutschesten" aller Berge, den Brocken. Die kleinen Besucher des Hauses
nimmt der rasende Reporter Boris Borkenkäfer an die Hand, erklärt ihnen die
Natur im Harz und nimmt sie mit in seine Baumhöhle. Wer nach dem Besuch der
Ausstellung ins Nachdenken gekommen ist, kann seine Meinung am Meinungsmonitor
äußern und sehen, was andere Besucher zum Nationalpark oder zum Borkenkäfer zu
sagen haben.
Das TorfHaus versteht sich nicht nur als Nationalpark-Information, sondern
möchte gleichzeitig über die vielfältigen touristischen Angebote der gesamten
länderübergreifenden Nationalparkregion informieren. Seit kurzem befindet sich
im Besucherzentrum auch eine Tourist-Information mit Unterkunfts-Buchungsservice
für die Samtgemeinde Oberharz und die Bergstadt Sankt Andreasberg in Kooperation
mit der GLC Glücksburg Consulting AG.
Das Team des Nationalpark-Besucherzentrums TorfHaus bietet eine breite Palette
von Naturerlebnisveranstaltungen an. Angefangen von halbtägigen Führungen und
Exkursionen, z.B. zum Moor oder entlang des Grünen Bandes, über mehrtägige
Erlebnistage wie "Wildnis live!" bis hin zu Wildniscamps, Bildungsurlauben und
Fachexkursionen bleibt fast kein Wunsch unerfüllt. Sie können sogar mit Goethe
picknicken - wenn Sie rechtzeitig einen Termin vereinbaren. Am Torfhaus
mit Blick über das Eckertal zum Brocken ist das neue Besucherzentrum des
Nationalparks entstanden - es setzt die erfolgreiche Arbeit des 1994 eröffneten
Nationalparkhauses Altenau-Torfhaus fort und bietet eine attraktive Anlaufstelle
für alle naturinteressierten Gäste des Nationalparks. Neben den Themen
Nationalpark und Moor bietet die neue Ausstellung auch Informationen zum Grünen
Band und zu den Nationalen Naturlandschaften Deutschlands.
Nachdem das Gebäude 2008 fertig gestellt war und der BUND-Landesverband
Niedersachsen am 2. Januar 2009 den provisorischen Betrieb mit Infotresen und
Shop aufgenommen hatte, wurden die Ausstellung sowie die Service-Leistungen nach
und nach erweitert, so dass am 26. Mai die offizielle Eröffnung der
länderübergreifenden Informations- und Umweltbildungseinrichtung erfolgen
konnte.
Das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus wird in einem Trägerverbund von
BUND-Landesverband Niedersachsen e.V., Gesellschaft zur Förderung
des Nationalparks Harz e.V. (GFN) und Samtgemeinde Oberharz in enger Kooperation
mit dem Nationalpark Harz betrieben.
Zur Umsetzung dieses zukunftsweisenden Projektes bedurfte es der fein
abgestimmten Zusammenarbeit zahlreicher Akteure und Beteiligter: Das Grundstück
gehört der Torfhaus Verwaltungs-GmbH (Firmengruppe Lüder, Hildesheim); GFN und
BUND Niedersachsen besitzen das Erbbaurecht. Als Bauherr fungierte die GFN.
Bauplanung und -ausführung erfolgten durch das Büro Richter Architekten,
Braunlage. Es wurden zahlreiche heimische und regionale Firmen beauftragt. Die
Conversat Projektmanagement Consult GmbH, Berlin, übernahm die Projektsteuerung.
Entwicklung und Gestaltung der Ausstellung wurden durch die Agentur SigNatur
Umweltmedien, Göttingen, vorgenommen. Die Außenanlagen gestaltete der
Landschaftsgartenbetrieb Wild-Wuchs - Gewachsene Gärten, Hardegsen. Die
Gesamtprojektkosten für den Bau des Hauses und die Ausstellung belaufen sich auf
ca. 1,3 Mio. Euro. Insgesamt wurden 1,1 Mio. Euro Fördermittel eingeworben und
zudem vom BUND Niedersachsen ein erheblicher Eigenanteil zur Umsetzung des
Projektes eingebracht. Die öffentlichen Mittelgeber waren die Investitions- und
Förderbank Niedersachsen (NBank) mit Mitteln des Niedersächsischen
Wirtschaftsministeriums, die Niedersächsische Lottostiftung Bingo, die Deutsche
Bundesstiftung Umwelt (DBU), die Niedersächsische Umweltstiftung sowie das
Bundesamt für Naturschutz (BfN) gemeinsam mit dem Niedersächsischen
Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) mit Mitteln
des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt und Klimaschutz über das Projekt
"Erlebnis Grünes Band".
Darüber hinaus gab es Unterstützung seitens der Wirtschaft durch Spenden oder
günstige Überlassung durch folgende Unternehmen: Lüder Unternehmensgruppe
Hildesheim, HarzEnergie GmbH und Co. KG Osterode, Vereinigte Volksbank eG
Wernigerode mit VR-Stiftung der Volksbanken und Raiffeisenbanken, Spittler
Lichttechnik GmbH Goslar, Alape GmbH Goslar, Syn4D Braunschweig, TUI AG
Hannover, Harzer Pflastersteinbrüche Telge & Eppers Bad Harzburg, Grohe
Deutschland VertriebsGmbH Porta Westfalica, Electrocycling GmbH Goslar, chgTools
Christian Germelmann Bad Lauterberg, Ziegler Metallbearbeitung GmbH Nebelschütz,
DB Regio Frankfurt, Tischlerei Juppe Goslar, Malerbetrieb Heinz Petersen Bad
Harzburg, Jugendherberge Torfhaus, Saatmittelhandel Rieger-Hofmann GmbH
Blaufelden-Raboldshausen, Vogt Forstbaumschulen GmbH Pinneberg und Alter
Botanischer Garten der Universität Göttingen; zudem gab es weitere Kleinspenden.
Die Eröffnungsfeierlichkeiten wurden unterstützt von Harzer Grauhof Brunnen
Goslar, Kolberg Brauerei Altenau, Sparmarkt Altenau und der Bäckerei Moock
Altenau.
Im Vorfeld der Eröffnung fand ebenfalls am 26. Mai 2009 das "Zweite Harzer
Wildnisforum" statt, eine Tagung zum Thema "Welchen Wert hat der Nationalpark
Harz?". Referenten aus den Bereichen Forschung, Tourismus und Politik
diskutierten gemeinsam mit etwa 70 interessierten Teilnehmern über
umweltethische Fragen und die Bedeutung des Nationalparks Harz für die Harzer
Region und über Tourismuskonzepte und -projekte. Im Anschluss an eine
Podiumsdiskussion mit Publikumsbeteiligung wohnten die Tagungsteilnehmer der
Eröffnung des Besucherzentrums bei.
Provisorische Betriebsaufnahme im Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus – besuchen Sie uns schon mal!
Dr.
Stefan Birkner, Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Umwelt und
Klimaschutz, unterbrach eigens seinen Weihnachtsurlaub und war am
2. Januar 2009 bei der
Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung und des Zuwendungsvertrages für das
neue Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus sowie des Zuwendungsvertrages für das
Nationalparkhaus Sankt Andreasberg
dabei.
Für das neue Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus wurde die
Kooperationsvereinbarung zwischen der Samtgemeinde Oberharz, dem
BUND-Landesverband Niedersachsen e.V., der Gesellschaft zur Förderung
des Nationalparks Harz e.V. (GFN) als Trägerverbund und der
Nationalparkverwaltung Harz unterschrieben. Mit der Zuwendungssumme von 145.000
Euro werden mindestens vier Stellen vom Land zu 80 % gefördert,
so dass zweieinhalb Stellen neu entstehen können. Für das Nationalparkhaus Sankt
Andreasberg beträgt die
Zuwendung 55.000 Euro im Jahr. Hier war die Kooperationsvereinbarung bereits am
19.12.2008 unterzeichnet
worden.
„Wichtig ist uns eine partnerschaftliche Zusammenarbeit des Nationalparks Harz
und seiner Besuchereinrichtungen mit den Städten und Gemeinden sowie den
Touristikern der gesamten Region. Beide Einrichtungen in Torfhaus und Sankt
Andreasberg leisten damit
einen wichtigen Beitrag zur länderübergreifenden Information und Umweltbildung
für den fusionierten Nationalpark Harz“, sagte Staatssekretär Dr. Stefan Birkner.
Zur
Unterzeichnung anwesend waren neben Staatssekretär Dr. Stefan Birkner und dem
Vorsitzenden des Nationalpark-Beirats Werner Grübmeyer die jeweiligen
Vertragspartner BUND Niedersachsen (Landesgeschäftsführer Carl-Wilhelm
Bodenstein-Dresler) und NABU Niedersachsen (Dr. Holger Buschmann), die
Samtgemeinde Oberharz (Samtgemeindebürgermeister Walter Lampe), die Bergstadt
Sankt Andreasberg (Bürgermeister Hans-Günter Schärf), die Nationalparkverwaltung
Harz (Leiter Andreas Pusch) und die Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks
Harz e.V. (Vorsitzender Friedhart Knolle).
Im Zuge des Termins wurde auch das neue Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus vorgestellt, das an diesem Tag einen Teilbetrieb aufnahm, sowie der neue kommissarische Leiter des Nationalparkhauses Sankt Andreasberg, der Salzgitteraner Biologe Walter Wimmer.
Das neue Nationalpark-Besucherzentrum am Torfhaus nimmt Formen an. Nachdem Mitte
Dezember 2008 die Schlüssel an die Bauherren BUND und GFN übergeben worden
waren, stehen bereits heute Informationen zum Nationalpark und zu der Region am
neuen Info-Counter bereit, an dem bereits reger Betrieb herrscht. Die
Installation der Dauerausstellung bedarf noch etwas Zeit, so dass die offizielle
Eröffnung im Mai 2009 durch den Niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian
Wulff erfolgen wird. Das mit Lärchenschindeln und Naturstein-Mauerwerk
verkleidete Gebäude bietet dann Gästen der Nationalparkregion eine gute
Rundumversorgung mit wissenswerten Informationen zum Nationalpark Harz und einen
exzellenten Blick zum Brocken, dem höchsten Berg des Harzes.
Anfang Dezember 2008 hatte Nils Linneweber, Bauleiter vom Büro Richter Architekten in Braunlage, den beiden Bauherrenvertretern Heike Albrecht vom BUND-Landesverband Niedersachsen e.V. und Friedhart Knolle, GFN e.V., die Schlüssel für den Neubau des Nationalpark-Besucherzentrums TorfHaus übergeben – ein richtiges Weihnachtsgeschenk! Nach knapp achtmonatiger Bauzeit war das neue Besucherzentrum auf dem Großparkplatz Torfhaus bezugsfertig. Dann ging alles Schlag auf Schlag: Lager- und Verwaltungsbereich wurden bestückt und Mitte Dezember der Info-Counter und Nationalpark-Shop installiert.
Anfang des neuen Jahres nun steht die Besatzung den Besuchern bereits am neuen Standort für alle touristischen und nationalparkspezifischen Anfragen zur Verfügung. Bis Ende Februar wird die neue Ausstellung installiert sein und im Mai 2009 steht die offizielle Einweihung des neuen Hauses auf dem Terminplan.
Neben
dem hohen bauökologischen Anspruch waren der große Zeit- und Kostendruck eine
echte Herausforderung. Die Verwendung von Naturmaterialien - wie beispielsweise
bei der Holzständerbauweise, der Verkleidung mit Lärchenschindeln und dem mit
Naturstein-Mauerwerk verkleideten Gebäudesockel - prägt das Ambiente des
Neubaus. Große Fensterflächen erlauben einen freien Blick durch das Gebäude
hindurch zum Brocken und lassen das Gebäude transparent und einladend
erscheinen. Ein wichtiger Aspekt für diesen Neubau war zudem der Klima- und
Ressourcenschutz. Im neuen Zentrum setzt man für die Energieversorgung auf
Erdwärmenutzung - eine neue und beispielhafte Technologie für die Harzer
Hochlagen. Die Sanitärbereiche werden mit Regenwasser betrieben.
Für den Bau und
die Ausstellungsgestaltung des Nationalpark-Besucherzentrums TorfHaus konnten
Fördermittel in Höhe von knapp 1,1 Mio. Euro eingeworben werden. Die Gestaltungsarbeiten
am Außengelände des Nationalpark-Besucherzentrums werden im Frühjahr 2009
beendet sein.
Mit einer spannenden Ausstellung nebst Multimedia-Angeboten möchte das Besucherzentrum TorfHaus nicht nur die Kernphilosophie „Natur Natur sein lassen“ des Nationalparks und die Schönheit und Ökologie der Harzer Hochmoore möglichst vielen Menschen nahe bringen. Es geht zudem darum, zukunftsweisende Naturschutzstrategien wie der Dachmarke Nationale Naturlandschaften der deutschen Großschutzgebiete und des Grünen Bandes zu vermitteln. Das Grüne Band lässt den ehemaligen innerdeutschen Todesstreifen zu einer Lebenslinie werden, die sich auch quer durch den länderübergreifenden Nationalpark Harz zieht.
Nach
nur 7-wöchiger Bauzeit wurde am Juni 2008 im Beisein zahlreicher prominenter
Gäste aus Ost und West das Richtfest im und am Rohbau des neuen
Nationalpark-Besucherzentrums gefeiert. Besitzer und Bauherr ist die
Arbeitsgemeinschaft TorfHaus, bestehend aus dem BUND-Landesverband Niedersachsen
und der Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks Harz e.V. (GFN) in enger
Kooperation mit der Nationalparkverwaltung Harz.
Das große Engagement dieser beiden, den Nationalpark Harz fördernden Verbände BUND und GFN lobte eingangs Dr. Hans-Ulrich Kison, stellvertretender Nationalparkleiter.
„Wir errichten hier ein Bauwerk für uns alle, für die Bürgerinnen und Bürger unserer Nationalparkregion und für alle Gäste von nah und fern, die unsere faszinierende Landschaft und Kultur genießen und erfahren wollen. Wir bauen eine serviceorientierte Informationseinrichtung, die mit ihrer Ausstellung zu zukunftsweisenden Naturschutzstrategien, zu den Schönheiten, Besonderheiten und dem Management des Nationalparks für den Schutz der Natur werben möchte und zugleich als touristische Anlaufstelle die Naturerlebnisangebote und die vielfältigen touristischen Highlights der gesamten länderübergreifenden Nationalparkregion kommunizieren hilft", sagte Heike Albrecht, die Leiterin des neuen Hauses und Vertreterin des BUND-Landesverbandes Niedersachsen.
„Die
Inhalte der Ausstellung, die für das Haus parallel zum Bau vorbereitet werden,
greifen für den Harz neue und attraktive Themen auf. Das neue Zentrum wird die
Besucherinnen und Besucher in der atmosphärischen Ausstellung von den
Naturschutzstrategien der Nationalen Naturlandschaften Deutschlands über das
Grüne Band in die sagenumwobene Bergwildnis und die faszinierenden Moore des
Nationalparks Harz führen“, so Friedhart Knolle, der Vorsitzende der GFN.
Das Projekt wird mit Fördermitteln der Investitions- und
Förderbank
Niedersachsen (NBank) unterstützt. Weitere
Mittel kommen von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), der
Niedersächsischen Lottostiftung (BINGO), der Niedersächsischen Umweltstiftung
(NUS) sowie dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) gemeinsam mit dem
Niedersächsischen Umweltministerium im Rahmen des E+E-Projektes "Erlebnis Grünes
Band". Auch die Unterstützung regionaler Firmen hilft, das ambitionierte
Vorhaben zu realisieren. Das Projekt bietet zudem einen wichtigen Aspekt zur
Förderung der Region - bei einem Projektkostenvolumen von rund 1,1 Mio. Euro
konnten trotz öffentlicher Ausschreibung fast ausschließlich regionale Firmen
eingebunden werden.
Im Frühjahr 2009 wird das neue Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus eingeweiht werden. Naturstein, von Hand geschlagene, unbehandelte Lärchenschindel-Verkleidung und viel Glas werden das Bild des zweigeschossigen Gebäudes prägen. Ein wichtiger Aspekt für diesen Neubau ist der Klima- und Ressourcenschutz. In Deutschland wird rund ein Drittel der verbrauchten Energie zum Heizen und Kühlen von Gebäuden nicht gebraucht, sondern regelrecht verschwendet. Die Energiewende beginnt bei einzelnen Bauvorhaben – wir setzen hier zur Energieversorgung des neuen Besucherzentrums auf Erdwärmenutzung, eine beispielhafte neue Technologie für die Harzer Hochlagen. Die Sanitärbereiche werden vorbildlich mit Regenwasser betrieben. Der tägliche Baufortschritt lässt sich über die "Brockenkamera" auf der Website des Nationalparkhauses Altenau-Torfhaus unter www.torfhaus.info mit Klick auf den Button Brockenkamera und des Nationalparks Harz unter www.nationalpark-harz.de verfolgen.
Neues Nationalpark-Besucherzentrum „Das TorfHaus“ - der Countdown läuft …
Die GFN ist Bauherr des neuen Nationalpark-Besucherzentrums „Das TorfHaus“ in Altenau-Torfhaus mitten im Nationalpark Harz – was verbirgt sich hinter diesem Projekt?
Das jetzige Nationalparkhaus Altenau-Torfhaus (www.torfhaus.info) ist zu klein und auch in die Jahre gekommen – es entspricht nicht mehr den modernen Ansprüchen an ein solches Besucherzentrum in zentraler Lage. Daher wird das Haus sein Angebot direkt auf den benachbarten Großparkplatz Torfhaus verlagern und dort völlig neu errichtet. Der Grundstein für den Neubau des Nationalpark-Besucherzentrums „Das TorfHaus“ wird im Frühjahr 2008 unmittelbar neben der Bavaria-Alm gelegt.
Dank der Fördermittel der Investitions- und Förderbank Niedersachsen, des Bundesamtes für Naturschutz, der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, der Niedersächsischen Lottostiftung – BINGO! sowie der Niedersächsischen Umweltstiftung kann das ambitionierte Vorhaben der beiden Partner BUND-Landesverband Niedersachsen e.V. und Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks Harz e.V. realisiert werden. Dafür danken wir allen Förderern ganz herzlich!
Mit einer spannenden Ausstellung nebst Multimediaangeboten möchte das „TorfHaus“ nicht nur die Kernphilosophie des Nationalparks „Natur Natur sein lassen“ und die Schönheit und Ökologie der Harzer Hochmoore möglichst vielen Menschen nahe bringen. Es geht zudem um die Vermittlung und Bekanntmachung zukunftsweisender Naturschutzstrategien des 21. Jahrhunderts wie der Dachmarke Nationale Naturlandschaften der deutschen Großschutzgebiete sowie des Grünen Bandes, das den ehemaligen Todesstreifen vom Eismeer bis zum Schwarzen Meer zu einer Lebenslinie werden lässt und sich auch längs durch den Nationalpark zieht.
Mit dem Nationalpark-Besucherzentrum Das TorfHaus wird ein innovatives naturtouristisches Dienstleistungs- und Kommunikationszentrum für den gesamten länderübergreifenden Nationalpark und den ganzen Harz an einem Ort mit herausragender touristischer Bedeutung entstehen. Selbstverständlich wird auch das Außengelände des Hauses landschaftsgärtnerisch so gestaltet, dass es als attraktive Erweiterung der Ausstellung dienen wird und Bildungsinhalte aufgreift und vertiefen hilft.
Schauen Sie mal wieder rein – wir informieren Sie an dieser Stelle über Projektfortschritte.