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Aktuell 2019


Projekttage der Ganztagsschule Neinstedt im Nationalpark Harz - praktischer Naturschutz in der Region

Wernigerode - Neinstedt. Eine Gruppe der 5. Klasse der Ganztagsschule Neinstedt entschied sich für Thema "Naturschutz in der Region" und führte jüngst drei Projekttage in der Nationalpark-Försterei Hohne durch.

 

Nach einer Pflanzaktion mit rund 300 Rotbuchen wurde am Harzer Hexenstieg und am Wormkegraben nach Sturm und Überschwemmung Hand angelegt. Dabei gab es tatkräftige Unterstützung vom Kaltblutpferd Etwin und den Waldarbeitern der Nationalpark-Revierförsterei Hohne. Auch am Bau des neuen Löwenzahnpfads wurde tatkräftig mitgeholfen.

Ein Einblick in die Gebirgswasserwelt beendete die erlebnisreichen Projektstunden.

Fotos von Martin Bollmann


Eröffnung der neuen Sonderausstellung

„Ilse – Poesie eines Bergbaches“ und „ZEITGEFORMT“

im Nationalparkhaus Ilsetal in Ilsenburg

Gezeigt wird auf eine besondere Weise der Zauber des Bergbaches „Ilse“
sowie die eindrucksvolle Ursprünglichkeit von in Jahrhunderten gewachsenen Baumveteranen.

Zur Eröffnung der neuen Sonderausstellung
„Ilse – Poesie eines Bergbaches“ und „ZEITGEFORMT“
von Karl Heinz Schlierbach laden wir Sie herzlich nach Ilsenburg in das Nationalparkhaus Ilsetal ein.

Die Eröffnung findet am Dienstag, 28.5.2019 um 16.30 Uhr statt.

Die Sonderausstellung ist im Anschluss bis zum 25.8.2019
Di - So von 8.30 - 16.30 Uhr (montags nur an Feiertagen) geöffnet und eintrittsfrei.


Natur erleben in der Abenddämmerung am 24. Mai 2019

Jährlich begehen die Großschutzgebiete in Europa den 24. Mai als den „Tag der Parke“. An diesem Tag wurde im Jahr 1909 in Schweden der erste Nationalpark in Europa ausgewiesen. Daher wurde dieses Datum ausgewählt, um auf die Bedeutung von Schutzgebieten zum Erhalt der natürlichen Vielfalt in ganz Europa hinzuweisen.

Das Natur-Erlebniszentrum HohneHof lädt an diesem Tag zu einem Waldspaziergang besonderer Art ein. Bei einer Mischung aus spielerischem Lernen, Wissensvermittlung und besinnlichem Genießen der Abendstimmung kann man den Nationalpark mal auf eine ganz andere Art erkunden, so Irmtraud Theel vom Natur-Erlebniszentrum HohneHof.

Diese Wanderung eignet sich für große und kleine Naturliebhaber gleichermaßen, so dass es vielleicht genau das richtige Angebot für einen Familienausflug bietet.

Treffpunkt ist am Freitag, den 24.Mai um 20 Uhr am Wandertreff auf dem Parkplatz Drei Annen Hohne. Wetterfeste Kleidung für die Abendstunden ist empfehlenswert und für den Rückweg ist auch eine Taschenlampe hilfreich. Für unsere Planungen bitten wir um eine Anmeldung unter Telefon 039455/8640. Wir freuen uns auf viele große und kleine Naturfreunde!

Foto von Alexander Ehrig


Museumstag 2019 am Sonntag, 19. Mai – Schwerpunkt Grünes Band
Mehr sehen mit einem geführten Ausstellungsrundgang im Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus

Torfhaus. Unter dem Motto ‚Museen – Zukunft lebendiger Traditionen‘ findet am Sonntag, dem 19. Mai, zum 42. Mal der Internationale Museumstag statt. Im Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus werden dazu um 10, 12 und 14 Uhr Führungen durch die abwechslungsreiche Ausstellung angeboten.

Schwerpunkt ist dabei naturgemäß der Nationalpark Harz mit seinem Schutzkonzept. Daneben beleuchten wir in diesem Jahr besonders die Ausstellung zum Grünen Band. Der Fall des Eisernen Vorhangs jährt sich 2019 zum 30sten Mal und ist Anlass, auf diese besondere Verknüpfung eines historischen Mahnmals und eines für Tiere und Pflanzen bedeutenden Grünkorridors hinzuweisen.

Am Grünen Band konnten mittlerweile mehr als 1200 besonders schützenswerte Tier- und Pflanzenarten nachgewiesen werden. Auch die Fülle an unterschiedlichsten Lebensräumen wie Halbtrocken- und Trockenrasen, Bergwiesen, Heiden oder verschiedenen Waldtypen bis hin zum Brockenurwald verblüfft. Nicht umsonst steht das Grüne Band in Thüringen bereits als Nationales Naturmonument unter Schutz. In Sachsen-Anhalt soll die Ausweisung zum 9. November 2019 erfolgen.

Wir laden Sie herzlich zu diesem besonderen Tag im Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus ein.

Führungen: 10, 12 und 14 Uhr. Der Eintritt ist frei. Um eine Spende wird gebeten.

Hintergrundinformationen
Nationalpark Harz
Der Nationalpark Harz ist seit 2006 der erste bundesländerübergreifende Nationalpark in Deutschland und gleichzeitig der größte Waldnationalpark Deutschlands. Hier werden auf etwa 250 km² die einheimischen Fichten-, Misch- und Buchenwälder geschützt. Bereits auf etwa 62 % der Fläche gilt das Motto „Natur Natur sein lassen“. In manchen Bereichen werden Waldentwicklungsmaßnahmen durchgeführt, um eine naturnahe Entwicklung der ehemaligen Nutzwälder zu unterstützen. Der Waldwandel zur Wildnis führt zu erklärungsbedürftigen Waldbildern – wir erläutern sie Ihnen gern.

Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus
Das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus ist eine der zentralen Einrichtungen der Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit des Nationalparks Harz. Es beherbergt eine spannende Ausstellung über den Nationalpark Harz, die Hochmoore, das Grüne Band und die Harzgeologie. Betrieben wird es vom BUND-Landesverband Niedersachsen in einem Trägerverbund mit der Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks Harz sowie der Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld. Das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus bietet eine breite Palette an Führungen, Exkursionen und Seminaren an und ist Einsatzstelle für zahlreiche Freiwillige.

Es ist täglich von 9 - 17 Uhr geöffnet, ab November dann wieder Di. - So. von 10 - 16 Uhr.


Hilfe für den wilden Wald - Ethikunterricht einmal anders

Wernigerode. Gymnasialschüler des Wernigeröder Stadtfeld-Gymnasium aus der 6. Klasse unterstützen jüngst durch einen Pflanzeinsatz den Nationalpark Harz. In Drei Annen-Hohne wurden rund 800 Rotbuchen auf eine durch Sturm und Borkenkäfer beeinträchtigte Fläche gepflanzt. Am Ende der kräfteraubenden Aktion überreichten die Schüler Nationalparkleiter Andreas Pusch und Revierförster Martin Bollmann noch eine Spende von 150 € für weitere Pflanzaktionen im Nationalpark Harz. Wir bedanken uns ganz herzlich für das tolle Engagement!

Zwei Drittel der Waldflächen des Nationalparks Harz waren ursprünglich Buchenwälder, zur Zeit ist es nur knapp ein Fünftel. Fichtenwälder kamen von Natur aus nur in den Hochlagen vor. Durch das Pflanzen junger Buchen in den ehemaligen Fichtenforsten der mittleren und tieferen Höhenlagen unterstützt der Nationalpark deshalb die Rückkehr der natürlichen Laubwälder. Sozusagen als Starthilfe für die Natur. Aus den kleinen gepflanzten Buchen sollen sich die Samenbäume für zukünftige Waldgenerationen entwickeln.

Fotos Tino Semmer.


Brockengartensaison startet am 13. Mai - Erste Brockenanemonen und weitere Hochgebirgsarten blühen bereits

Brocken. Die Blüte der Brockenanemone gab in den vergangenen 29 Jahren den Startschuss für den Beginn der Brockengartensaison. Da die ersten Pflanzen nun ihre Blütenpracht zeigen, beginnt die Brockengartensaison wie vorgesehen Mitte Mai. Die erste Gartenführung der Saison 2019 findet am Montag den 13. Mai 2018 um 11:30 Uhr statt. Es wird dann bereits eine Vielzahl blühender Primelgewächse, Steinbrecharten, blühende Felsenblümchen und natürlich die Brockenanemone zu bestaunen sein.

Ab dem 13. Mai bis Mitte Oktober können Brocken- und Nationalparkgäste wieder regelmäßig montags bis freitags 11.30 und 14.00 Uhr in Begleitung von Gartenmitarbeitern die botanische Anlage auf der Brockenkuppe besuchen. An den Wochenenden ist die Besichtigung des Brockengartens in Kombination mit der Rundwanderwegführung mit dem Ranger möglich, die um 12.15 beginnt. Zusätzlich werden botanisch-gärtnerisch interessierte Gruppen in der Woche, aber auch an den Wochenenden nach Anmeldung unter 0170 5709015 und 03943 55022-0 durch die Anlage geführt.

Die Frühjahrsinstandsetzungsarbeiten rund um den Brockengarten konnten bereits Anfang April beginnen. Aufgrund eines erneuten Wintereinbruches Anfang Mai mussten die Arbeiten im Garten noch einmal unterbrochen werden. Der Witterungsverlauf der zweiten Maiwoche trug dazu bei, dass der Schnee schnell wieder verschwand.

"Da die meisten im Brockengarten kultivierten Hochgebirgspflanzenarten am Naturstandort eine lange Schneebedeckung gewohnt sind oder diese sogar zum guten Gedeihen benötigen, war der Witterungsverlauf des letzten Winters eher günstig", erklärt Brockengartenleiter Dr. Gunter Karste. "Allerdings rechnen aufgrund des letzten trockenen Sommers auch wieder mit einigen Ausfällen bei den Pflanzen. Genau können wir das aber erst ab Mitte Juni 2019 einschätzen".

Aktuell gibt es im Brockengarten schon viel zu sehen, da Pflanzenarten, die in den oberen Regionen der Hochgebirge ihr zu Hause haben, in der Regel gut an kurze Vegetationszeiten angepasst sind. Kurze Vegetationszeit bedeutet in der Regel einen frühen Blühbeginn. Genau diese Spezialisten zeigen zurzeit im Brockengarten ihre Blüten. Ein Besuch lohnt sich also.

Foto: Brockenanemone, Aufnahme: Gunter Karste


‚Reise ins Innere der Erde‘ – Geologische Exkursion am Samstag, 11. Mai 2019
Mit dem Diplom-Geologen Carsten Pohle unterwegs

Altenau-Torfhaus. Sind Sie neugierig, wie es im "Inneren der Erde" aussieht? Teilweise stehen wir auf Jahrmillionen alten Gesteinen, ohne es zu wissen. Carsten Pohle öffnet den Wanderern den Blick für die Geheimnisse, die zwischen den Kristallen, Mineralen und Gesteinen lauern. Am Ende verstehen wir, warum man Teile des Harzes die Klassische Quadratmeile der Geologie nennt und was unter dem Kreislauf der Gesteine zu verstehen ist.

Die Zeitreise folgt einem Rundweg über die Wolfswarte und den Clausthaler Flutgraben. Ein wenig Trittsicherheit und eine normale Grundkondition sind erforderlich.

Mit diesem geologischen Angebot kommt das Besucherzentrum seiner Funktion nach, die es als offizielles Geopark-Informationszentrum neben der Nationalparkarbeit seit 2011 ebenfalls erfüllt.

Termine 2019: 11. Mai 10 Uhr | 15. Juni 10 Uhr | 1. Juli 13 Uhr | 6. August 13 Uhr | 15. September 13 Uhr | 3. Oktober 10 Uhr
Dauer: ca. 3,5 Stunden
Anerkennungsbeitrag: Kinder 5 €, Erwachsene 10 €, Familien 20 € (2 Erwachsene und Kinder bis 16 Jahre)
Treffpunkt: Wandertreff hinter dem Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus
Anmeldung erforderlich unter post@torfhaus.info oder Tel. 05320-331790

Hintergrundinformationen
Nationalpark Harz
Der Nationalpark Harz ist seit 2006 der erste bundesländerübergreifende Nationalpark in Deutschland und gleichzeitig der größte Waldnationalpark Deutschlands. Hier werden auf etwa 250 km² die einheimischen Fichten-, Misch- und Buchenwälder geschützt. Bereits auf etwa 62 % der Fläche gilt das Motto „Natur Natur sein lassen“. In manchen Bereichen werden Waldentwicklungsmaßnahmen durchgeführt, um eine naturnahe Entwicklung der ehemaligen Nutzwälder zu unterstützen.

Geopark Harz • Braunschweiger Land • Ostfalen
Der UNESCO Global Geopark Harz • Braunschweiger Land • Ostfalen erstreckt sich vom Mansfelder Land im Osten bis zur Gemeinde Kalefeld im Westen über Teile der Länder Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Er umfasst den gesamten Harz, seine unmittelbar angrenzenden Vorländer und das weiter nördlich davon gelegene Braunschweiger Land. Zwischen Harz und Flechtinger Höhenzug befindet sich eine besondere geologische Struktur mit Salzstöcken sowie Eisenerz- und Braunkohlelagerstätten. Der Harz mit seinen Vorländern bietet Sedimente, Gesteine vulkanischen Ursprungs und Karstlandschaften. Besondere Bedeutung hat die 6.000 Jahre zurückreichende Bergbaugeschichte. Als „Klassische Quadratmeile der Geologie“ ist international eine Gegend am Nordharzrand bekannt, die mit ihrer Aufrichtungszone Einblicke in die Sedimentablagerung der riesigen Zeitspanne von vor 65 bis vor 250 Millionen Jahren gewährt.

Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus
Das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus ist eine der zentralen Einrichtungen der Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit des Nationalparks Harz. Betrieben wird es federführend vom BUND-Landesverband Niedersachsen in einem Trägerverbund mit der Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks Harz und der Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld. Seit 2011 ist es auch Geopark-Infozentrum.

Foto: Wolfswarte von Siegfried Wielert


Ehrenamtlicher Brockengarten-Arbeitseinsatz am 4. Mai trotz Schnee – Brockengartenführungen beginnen am 13. Mai 2019

Brocken. Obwohl in diesem Jahr die Biotoppflegemaßnahmen auf dem Brocken zwei Wochen später stattfanden als im vergangenen Jahr, bestand wieder die Sorge, dass es zum Arbeitseinsatz am 4. Mai winterlich werden könnte. Und so war es dann auch. Trotz des rauen Wetters nahmen 14 Ehrenamtliche am Brocken-Arbeitseinsatz teil, so Dr. Gunter Karste, der den Tag koodiniert hatte.

Der Arbeitseinsatz fand mittlerweile zum 30. Mal statt – wieder in Zusammenarbeit von Nationalparkverwaltung Harz und NABU-Kreisverband Harz. Ziel ist die Verbesserung der Wuchsbedingungen für die autochthonen Pflanzenarten der Brockenkuppe wie zum Beispiel der Brockenanemone.

Da sich die Brockenanemone und auch andere „Brockenarten“ in den so genannten subalpinen Zwergstrauchheiden besonders wohl fühlen, wurden in den vergangenen Jahren mehrere Hundert Heidepflanzen pro Arbeitseinsatz, natürlich Brockenherkünfte auf vorher vorbereiteten Flächen, in die Erde gesetzt. Daraus wurde in diesem Jahr auf Grund des Wintereinbruchs nichts.

Im Ergebnis dieser kontinuierlichen Biotoppflegemaßnahmen in den vergangenen 29 Jahren konnte der Bestand der weißblühenden Brockenanemone kontinuierlich erhöht werden. Dies war nur möglich, weil fast alle Brockenbesucher dank der Lenkungseinrichtungen des Nationalparks diszipliniert auf den Wegen bleiben und somit kaum Trittschäden an der wertvollen Vegetation des Brockens oberhalb der natürlichen Waldgrenze entstehen.

Diese Besucherlenkungseinrichtungen wie Zäune und Gatter sehen allerdings in jedem Frühjahr sehr ramponiert aus, so dass ihre Reparatur im weiteren Umkreis des Brockengartens stets ein Arbeitsschwerpunkt bei den Brockeneinsätzen ist. Im Laufe des Jahres werden von den Forstwirten des Nationalparks alle weiteren Handläufe auf dem Brocken repariert.

Trotz des winterlichen Wetters wurde viel geschafft und die Teilnehmer konnten im Schnee schon die ersten Blütenknospen der Brockenanemonen sehen. Ab dem 13. Mai können dann wieder alle Besucher auf den regelmäßigen Brockengartenführungen die Pflanzen bestaunen. Bis dahin bleibt aber erfahrungsgemäß im Schauteil des Brockengartens noch viel zu tun, so Dr. Karste.

 Fotos  - Aufnahmen: NABU Harz.


Wie kommen die „Elefantenohren“ in den Wald? Buchen-Naturverjüngung im Nationalpark Harz

Augen auf beim Spaziergang im jetzt ergrünenden Wald. Wer jetzt aufmerksam schaut, wird in der Nähe alter Buchen kleine grüne „Elefantenohren“ im vorjährigen Laub entdecken können.

 

 

Wenn es auch auf Anhieb nicht gleich zu vermuten ist – das sind winzig kleine Rotbuchensämlinge. Sie keimen aus den Bucheckern, die im vergangenen Herbst auf den Waldboden fielen. Wieviel davon werden wohl einmal ein stattlicher Baum werden wie diese über 200 Jahre alte Buche am Molkenhaus im Nationalparkrevier Plessenburg?

 

Auf dem Weg zu einem Baummethusalem lauern viele Gefahren. Bucheckern sind beliebte Winternahrung für Hirsch, Wildschwein und Reh, aber auch für Mäuse, Eichhörnchen und Vögel, z. B. den Buchfink.

 

Im Frühjahr werden die Keimlinge gern von Wildtieren gefressen, sozusagen als „grüner Salat“. Aber auch später als kleine Bäumchen ist das Leben der jungen Buchen nicht ungefährlich. Von Tausenden Sämlingen werden nur ganz wenige zu richtigen Buchen heran wachsen, die wieder Bucheckern produzieren – und der Waldkreislauf beginnt von vorn, so Sabine Bauling, Fachbereichsleiterin Wald im Nationalpark Harz.

 

Übrigens waren zwei Drittel der Waldflächen des Nationalparks Harz ursprünglich Buchenwälder, derzeit ist es nur knapp ein Fünftel. Die Waldentwicklungsmaßnahmen des Nationalparks leisten u.a. durch das Pflanzen von Buchen in naturfernen Fichtenforsten der unteren und mittleren Höhenlagen des Harzes einen Beitrag zu mehr Naturnähe in den Wäldern. Aus den kleinen gepflanzten Buchen werden sich die Samenbäume für zukünftige Waldgenerationen entwickeln.

 

So geht der Nationalpark Harz entsprechend seines Zonierungskonzepts einen Mittelweg zwischen „Natur Natur sein lassen“ wo es schon geht und „Natürliche Entwicklungen fördern“ wo es noch nötig ist. Näheres zu dieser Gliederung in Zonen siehe

https://www.nationalpark-harz.de/de/der-nationalpark-harz/wir-ueber-uns/gebietsgliederung/

 

Fotos: Sabine Bauling


Borkenkäfer – der Buchdrucker wird aktiv

Die Ostertage brachten endlich den ersehnten Frühling. Sonne und Wärme sind aber auch genau das, was die Borkenkäfer alias Buchdrucker lieben und für ihre Entwicklung benötigen.

In den nächsten Tagen wird es also lebendig unter der Rinde und im Waldboden, wo die Käfer überwintert haben. Winter ist das Stichwort, es war eher ein Winter „light“ er konnte nicht dazu beitragen, dass die Käferpopulation kleiner geworden ist. Im Gegenteil, warme Tage im Februar und März haben dazu beigetragen, dass viele als dritte Generation im Spätsommer 2018 angelegte Bruten ihren Reifungsfraß vollenden konnten und nun zusätzlich als Jungkäfer auf günstige Startbedingungen warten, so Sabine Bauling, die Fachbereichsleiterin Wald im Nationalpark Harz.

Das letzte Jahr war eines der wärmsten und niederschlagsärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen und es führte zu einem gewaltigen Anstieg der Borkenkäferpopulation. Der Klimawandel hat uns voll im Griff. Die Fichte, geschwächt durch Stürme, Wärme und Trockenheit bot dem gefräßigen Insekt daher reichlich Nahrung.

Die Niederschläge im Winter reichten bei weitem nicht, die Wasserdefizite im Boden aufzufüllen. Forstwissenschaftler gehen davon aus, dass 2019 ein schwieriges Jahr für die Wälder in Mitteleuropa und darüber hinaus wird, insbesondere für die Fichte.

Im Nationalpark Harz wird in einem 500 m breiten Borkenkäfersicherungsstreifen konsequent Windwurfholz aufbereitet und der Borkenkäfer bekämpft. Dies geschieht durch Aufarbeitung der Hölzer und raschem Abtransport, aber auch durch Schälen insbesondere einzelner Bäume. Damit wird dem Borkenkäfer die Grundlage zur Vermehrung entzogen, so Sabine Bauling.

Anders verhält es sich in den Hochlagen des Nationalparks, die überwiegend in der Naturdynamikzone liegen. Hier gilt das Prinzip des Zulassens natürlicher Entwicklungen weg vom Fichtenforst hin zu natürlichen Bergfichtenwäldern. Dieser Weg ist geprägt von teilweise verstörenden Bildern, doch die neue Waldgeneration entwickelt sich in relativ kurzen Zeiträumen vielfältig und strukturreicher, wie es z. B. am Bruchberg, am Quitschenberg, am Meineberg und vielen anderen Stellen zu beobachten ist.

Fotos von Sabine Bauling


Der Feldlerche zuliebe: Hunde bitte immer an der Leine lassen: In Wald und Flur gilt von 1. April bis 15. Juli die Leinenpflicht

Goslar. Endlich ist es wieder soweit – im Frühling gönnen sich Hundebesitzer mit dem „besten Freund des Menschen“ wieder den dringend benötigten Auslauf in der freien Natur. Dabei heißt es nicht selten „Leinen los“. Doch Vorsicht – hier droht Gefahr! Die Goslarer Umweltverbände BUND, NABU sowie Natur- und Umwelthilfe Goslar appellieren an alle Hundebesitzer: „Lassen Sie Ihren Hund bitte an der Leine!“

Während der Brut- und Aufzuchtzeit des Nachwuchses sind Vögel und andere wildlebende Tiere besonders störempfindlich. Da kann ein freilaufender Hund großen Schaden anrichten, wenn sein Jagdtrieb erwacht und die Rufe von Herrchen oder Frauchen unbeachtet bleiben.

Rehkitze, aber auch der Nachwuchs der bodenbrütenden Vogelarten sind derzeit besonders gefährdet. Ein typischer Bodenbrüter ist zum Beispiel der Vogel des Jahres, die Feldlerche. Ihr Bestand schrumpft in den letzten Jahrzehnten bedrohlich.

Wie im letzten Jahr mehren sich bei den Verbänden wieder Anfragen von Bürgern, die sich über mangelnde Kontrolle und Umsetzung der gültigen gesetzlichen Regelungen beschweren. Hier appellieren die Verbände an alle Hundebesitzer, die Festlegung der derzeitigen Hundeanleinpflicht zu beherzigen, und an alle zuständigen Kommunen, stärkere diesbezügliche Kontrollen durchzuführen, denn was nützen die besten Gesetze, wenn deren Einhaltung nicht überwacht wird!

Hundebesitzer, die ein Herz für die wilden Tiere haben, lassen beim Spaziergang ihren Liebling an der Leine. Freien Auslauf gibt es in der Brut- und Setzzeit nur im heimischen Garten oder auf ausgewiesenen Flächen in Städten und Gemeinden, die für Parks und Grünanlagen gesonderte Regelungen schaffen können.

Im Nationalpark Harz gilt eine ganzjährige Leinenpflicht.

Foto: Der Bodenbrüter Feldlerche ist auch durch freilaufende Hunde gefährdet; Foto Manfred Delpho.


Nationalpark warnt vor Waldbrandgefahr
Aufruf zu achtsamen Verhalten zur Verhütung von Waldbränden

Wegen des ungewöhnlich warmen Frühjahrs warnt die Nationalparkverwaltung Harz kurz vor Ostern vor der schon jetzt großen Waldbrandgefahr. Die Vegetation ist in den mittleren und oberen Lagen des Gebirges noch nicht grün und es liegt noch trockenes Gras und Laub auf dem Waldboden - so können schnell Brände entstehen.

Der Nationalpark ruft die Bevölkerung zur Mithilfe bei der Verhütung von Waldbränden auf. Wenn die zahlreich erwarteten Besucher die Regeln auf den Waldeingangstafeln beachten, können sie einen wesentlichen Beitrag zum Schutz der Natur leisten. Auf keinen Fall darf offenes Feuer im Wald oder in Waldnähe gemacht werden. Grillen ist nur an den dafür freigegebenen Plätzen erlaubt. Zudem gilt vom 15. Februar bis zum 31. Oktober im Wald ein allgemeines Rauchverbot.

Insbesondere sind folgende Punkte zu beachten:

- Kein offenes Feuer, nicht nur im Wald!
- Rauchverbot beachten!
- Autos mit Katalysatoren nicht über trockenem Gras abstellen
- Jeden Waldbrand unter der Notrufnummer 112 sofort melden!


Die Gefahr wird nach den Waldbrandgefahrenstufen des Deutschen Wetterdienstes (1 gering bis 5 sehr hoch) eingeschätzt.

Tagesaktuelle Informationen können Sie ganz einfach in www.agrowetter.de  erhalten, dort finden Sie auch Prognosen für die Folgetage.


4.5.2019: Pflanzen für die Wildnis von morgen

Wernigerode. Im Nationalpark Harz dürfen ehemalige Wirtschaftswälder wieder zu wilden Naturwäldern werden. In einigen Bereichen leisten wir der Natur noch kurzzeitig Starthilfe und unterstützen mit Buchenpflanzungen die Rückkehr der ursprünglich in den tieferen und mittleren Lagen heimischen Laubwälder.



Wer die Entwicklung der neuen Wildnis aktiv unterstützen möchte, ist zu unserer Buchen-Pflanzaktion am 4. Mai 2019 im Nationalpark-Revier Schierke herzlich eingeladen. Bitte unbedingt bis zum 25.4.2019 unter Tel. 0160 7148822 oder eggert@nationalpark-harz.de anmelden.

Los geht’s um 9 Uhr am Schierker Stern. Dauer ca. 5 Stunden.

Foto einer Buchenpflanzung: Freddy Müller


UNSER HARZ April 2019* erschienen

- Ernst Kiehl: 1100 Jahre König Heinrich – die Memoria und das Festjahr 2019
- Dr. Heinz-Gerd Röhling und Dr. Friedhart Knolle: Das „Gestein des Jahres 2019“ – Schiefer und seine Gewinnung im UNESCO Global Geopark Harz · Braunschweiger Land · Ostfalen
- Barbara Ehrt: Die romanische Pfalzkapelle Sankt Ulrich in Goslar – eine der ältesten Kapellen mit einem Ulrich-Patronat?
- Gedichte: Ostergedanken (Dieter Herrmann), Walpurgisnacht im Harz (Joachim Härtel)

Die April-Ausgabe führt uns zeitlich weit zurück in das ausklingende Frühmittelalter – eine Zeit, die von Auseinandersetzungen zwischen Fürsten und König ebenso geprägt war wie durch die Abwehrkämpfe gegen die Ungarn. Das Christentum war eine entscheidende Macht, sowohl real-politisch wie auch spirituell-ideologisch. Dies wird in dem Artikel „1100 Jahre König Heinrich – die Memoria und das Festjahr 2019“ von Ernst Kiehl deutlich.

Barbara Ehrt stellt in ihrem Beitrag „Die romanische Pfalzkapelle Sankt Ulrich in Goslar – eine der ältesten Kapellen mit einem Ulrich-Patronat?“ den Bischof Ulrich von Augsburg als Namensgeber der Kapelle in Goslar und seine Verehrung durch z.B. Heinrich II. vor.

Beide Beiträge verweisen damit auch auf die sich wandelnde Rezeption historischer Ereignisse und Menschen in den nachfolgenden Jahrhunderten.

Dr. Heinz-Gerd Röhling und Dr. Friedhart Knolle wiederum widmen sich dem Gestein des Jahres 2019, dem Schiefer, seiner Gewinnung und Nutzung im UNESCO Global Geopark Harz · Braunschweiger Land · Ostfalen. Schiefer war – und ist – über Jahrhunderte ein beliebter Baustoff und prägt so manches Stadt- und Ortsbild bis heute. Dieser Beitrag steht auch online und ist zu finden unter https://www.researchgate.net/publication/332036594_Das_Gestein_des_Jahres_2019_-_Schiefer_und_seine_Gewinnung_im_UNESCO_Global_Geopark_Harz_Braunschweiger_Land_Ostfalen



Besonders freut sich das Redaktionsteam über die freundlichen und positiven Zusprüche zweier langjähriger Leser, Dieter Herrmann und Joachim Härtel. Von beiden haben wir, passend zur Jahreszeit, Gedichte bekommen, die wir gerne veröffentlichen.

So hoffe ich, dass auch dieses Heft wieder zur Begeisterung und zu neuen Erkenntnissen bei unserer Leserschaft beiträgt!

UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement):
- Altenau: GLC-Touristinformation
- Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B
- Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark
- Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12, und Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16
- Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus
- Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage
- Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Brockschmidt, Dr. Willi Bergmann-Str. 11.

Fossilfoto: Pyritisierter und daher goldglänzender Goniatit der Gattung Anarcestes aus den Wissenbacher Schiefern bei Clausthal-Zellerfeld, Foto: Klaus Stedingk.


Die Feldlerche – Vogel des Jahres 2019 - Bildvortrag im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg am 2. April 2019

Braunlage - Sankt Andreasberg. Am 2. April 2019 hält der Diplombiologe Walter Wimmer vom NABU Salzgitter in Sankt Andreasberg einen Vortrag zum Vogel des Jahres.

Die Feldlerche ist als Kulturfolger einst ein „Allerweltsvogel“  gewesen. Sie war weit verbreitet und ihr Gesang auf nahezu allen landwirtschaftlich genutzten Flächen zu hören. Als Landwirtschaft noch ohne chemische Gifte und kleinflächig strukturiert betrieben wurde, schuf sie geradezu paradiesische Zustände für die Feldlerche, die ihre Verbundenheit mit der Landwirtschaft sogar im Namen trägt. Doch die jahrzehntelang zunehmende Intensivierung der Anbaumethoden verschlechterte die Lebensbedingungen der Feldlerche kontinuierlich. Seit langem ist sie überall auf dem Rückzug, die Bestände sind teils dramatisch eingebrochen.

Wenn die Feldlerche, die man durchaus als Stellvertreterin für die ehemals große Artenvielfalt in unseren Agrarlandschaften ansehen kann, eine Zukunft haben soll, muss sich an der Art und Weise sowie der Praxis der Fördermittelvergabe, welche die Landwirtschaft heute dominiert, einiges ändern.

Walter Wimmer zeigt viele attraktive  Fotos und reichert seinen Vortrag mit detaillierten Ortskenntnissen aus dem nördlichen Harzvorland an, um die Situation des „Vogels des Jahres“ in der Region und darüber hinaus zu beschreiben.

Eine Anmeldung ist nicht nötig, der Eintritt ist frei.

Ort des Vortrages: Nationalparkhaus Sankt Andreasberg, Erzwäsche 1, 37444 Sankt Andreasberg

Datum: Dienstag 2.4.2019

Zeit: 19:00 Uhr bis 20:30 Uhr

Pressefoto: Fotograf Manfred Delpho


US-Generalkonsul und US-Rangerin besuchen Nationalpark Harz
Austausch über gemeinsame Herausforderungen und Strategien bei Naturschutz und Umweltbildung

Jüngst hat der Generalkonsul der USA für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, Timothy Eydelnant, den Nationalpark Harz besucht. Er informierte sich im Natur-Erlebniszentrum HohneHof über die Arbeit und Bedeutung des Parks und die Kooperation zwischen zwei Bundesländern.

Anlass seines Besuchs war ein ganz besonderer Gast: Im Rahmen des Gastredner-Programms der US-Botschaft Berlin war US-Nationalpark-Rangerin Lee Taylor vor Ort im Nationalpark Harz, um sich mit ihren deutschen Kollegen über gemeinsame Herausforderungen und Strategien bei Naturschutz und Umweltbildung auszutauschen. Die Leiterin des Olympic National Park im US-Bundesstaat Washington nutzte die Gelegenheit, um ihren Park in einem Vortrag vor Mitarbeitern im Harz vorzustellen und entdeckte bei der anschließenden Tour durch den Nationalpark viele Gemeinsamkeiten.

Die Exkursion führte zunächst zum Nationalparkhaus Ilsetal und zur Rangerstation Scharfenstein. Über Mittag stand dann ein Treffen mit Rangerkollegen im Natur-Erlebniszentrum HohneHof auf dem Programm. Der Austausch drehte sich um die Themen Junior-Ranger, Nationalparkmanagement und Zukunftsperspektiven. Auch der alle Parke weltweit betreffende Klimawandel wurde diskutiert. Zusammen mit Generalkonsul Eydelnant ging es zum Abschluss des Tages auch auf den Brocken und ins Nationalpark-Besucherzentrum Brockenhaus.

„Ich habe heute viel Neues über die Region gelernt“, sagt Generalkonsul Eydelnant. „Es ist schön zu sehen, dass in diesem ehemaligen Grenzgebiet heute die Zusammenarbeit im Vordergrund steht und gut funktioniert. Gemeinsam erreicht man oft mehr als allein. Darum wollen wir mit unserem Gastredner-Programm auch den internationalen Dialog fördern. Es freut mich, dass es heute einen so intensiven Austausch einer US-Rangerin mit ihren deutschen Kollegen gegeben hat.“ Sehr beeindruckt zeigte sich die US-Kollegin auch von den Wernigeröder Fachwerkbauten und der für den Harz so typischen engen Verzahnung von Natur und Kultur, so Henning Möller, der Ranger-Einsatzleiter für Sachsen-Anhalt, der die Exkursion leitete.

Foto: US-Nationalpark-Rangerin Lee Taylor (2.v.r.) und Timothy Eydelnant, Generalkonsul der USA für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen (r.), besuchten im März 2019 den Nationalpark Harz. Fachbereichsleiterin Meike Hullen (2.v.l.) begrüßte beide bei einem Zwischenstopp am Natur-Erlebniszentrum HohneHof. Henning Möller, Ranger-Einsatzleiter für Sachsen-Anhalt (l.) leitete die Tages-Exkursion; Foto: Mandy Bantle.


Fahrtziel Natur-Jahresbroschüre 2019 erschienen
Den Nationalpark Harz autofrei erleben

Mehr Menschen für einen Besuch im Nationalpark Harz mit umweltfreundlichen Verkehrsmitteln zu begeistern – dafür engagiert sich die Nationalparkregion Harz als Partner in der Kooperation „Fahrtziel Natur“. In der neu erschienenen Broschüre „Naturschätze entspannt und umweltfreundlich erleben“ präsentiert sich auch der der Nationalpark Harz auf einer Seite. Naturbegeisterten Gästen wird aufgezeigt, wie sie dieses Gebiet entspannt mit der Bahn erreichen und vor Ort autofrei mobil bleiben.

 

Für alle 23 Fahrtziel Natur-Gebiete in Deutschland, Österreich und der Schweiz bietet die Broschüre einen kompakten Überblick zur An- und Abreise mit der Bahn, Mobilität vor Ort und zu attraktiven Ameropa-Reisen. Die Broschüre liegt in DB-Reisezentren in ganz Deutschland aus und ist auch im Nationalpark Harz erhältlich.

 

Jeder Gast, der umweltfreundlich verreist, spart CO2-Emissionen ein und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Natur- und Klimaschutz. Natur genießen statt im Stau zu stehen – das sind überzeugende Argumente, um im Urlaub auf den öffentlichen Verkehr und das Fahrrad umzusteigen.

 

Im Ostharz gibt es zudem HATIX – das Harzer Urlaubsticket. Es macht mobil, denn dieses besondere Angebot können Sie bei Ihrem Urlaub im Harz kostenfrei nutzen. Das Ticket erhalten Sie bei Übernachtung und Zahlung des aktuellen Gästebeitrags in einem der teilnehmenden Orte. Es ermöglicht Ihnen freie Fahrt auf allen öffentlichen Bus- und Straßenbahnlinien im Landkreis Harz sowie auch auf ausgewählten Linien im Landkreis Mansfeld-Südharz. Die Ausweitung auf den Westharz ist in Vorbereitung.

 

Anreise leicht gemacht

 

Goslar und Bad Harzburg sind von den ICE- und IC-Halten Braunschweig und Hildesheim aus stündlich erreichbar. Bad Lauterberg, Barbis und Bad Sachsa stehen via Göttingen (ICE-Halt) als Tore in den Nationalpark zur Verfügung. Nordhausen als Tor zum Südharz erreichen Sie mit dem Nahverkehr aus den ICE-/ICBahnhöfen Kassel-Wilhelmshöhe, Erfurt und Halle (Saale). Von Halle und Magdeburg aus gibt es zudem direkte Nahverkehrszüge z. B. nach Goslar, Wernigerode und Halberstadt. Weitere Infos unter https://www.fahrtziel-natur.de/natur/view/gebiet/harz/ueb-harz.shtml

 

Fahrtziel Natur, die Kooperation der drei großen Umweltverbände BUND, NABU, VCD und der Deutschen Bahn, setzt sich seit 2001 für umweltfreundliche Mobilität und nachhaltigen Naturtourismus ein. Vom Alpenraum bis zum Wattenmeer vereinigt die Kooperation 23 Fahrtziel Natur-Gebiete. Alle setzten sich vor Ort dafür ein, dass attraktive Tourismusangebote mit klimafreundlichen Mobilitätskonzepten verknüpft werden. Auf diese Weise können Urlauber Nationalparke, Biosphärenreservate und Naturparke entspannt und umweltschonend erleben.

 

Mehr Informationen zur Kooperation Fahrtziel Natur erhalten Sie unter www.fahrtziel-natur.de


Endspurt im Fotowettbewerb HarzNATUR

Spannende Tierbegegnungen, atemberaubende Landschaften oder kleine Wunder am Wegesrand – schon zahlreiche tolle Fotos erreichten uns beim diesjährigen Fotowettbewerb HarzNATUR. Noch bis zum 15. März 2019 können Fotofans mit ihren Bildern die Faszination für die Natur im Nationalpark Harz mit anderen teilen. Außerdem winkt die Teilnahme in der HarzNATUR-Ausstellung und im Nationalpark-Kalender sowie weitere Gewinne. Jetzt noch schnell mitmachen. Alle Infos gibt es auf www.fotowettbewerb-harznatur.de

Foto: Ingrid Nörenberg


Ausschreibung für die Kunstausstellung „NATUR – MENSCH“ und den Andreas-Kunstpreis 2019 beginnt

Es ist wieder soweit – die Bewerbungsunterlagen für die 25. Kunstaustellung „NATUR – MENSCH“ sind online

Bewerbungsschluss ist der 17. Mai 2019.

 

Die Ausstellung wird vom 15. September bis 13. Oktober 2019 in der höchstgelegenen Bergstadt des Oberharzes, in Sankt Andreasberg, stattfinden – heute ein Teil der Stadt Braunlage.

 

Professionell tätige Künstlerinnen und Künstler sowie Studierende der Kunsthochschulen sind eingeladen, an der Ausstellung mitzuwirken und sich mit einem Werk zum Thema der spannenden und spannungsgeladenen Beziehung von Natur und Mensch zu bewerben. Zugelassen sind alle Sparten der Bildenden Kunst.

 

Höhepunkt der Kunstausstellung wird die Verleihung des mit 2.000 € dotierten Andreas-Kunstpreises im Rahmen der Vernissage am 14. September 2019 sein.

 

An drei Standorten – Rathaus-Scheune, Martini-Kirche und St. Andreas-Kirche – präsentieren wir entlang einer Kunstmeile Werke internationaler Künstler aus den Bereichen Bildhauerei, Malerei, Grafik, Fotografie, Installation und Video.

 

Der Anspruch: Berühren, Reflektieren, Erkenntnis gewinnen! Die Ausstellung will mit den Mitteln der Kunst einen emotionalen Zugang zur Natur schaffen. Die Kunst ist gewissermaßen Seismograph, Pädagoge, Katalysator und Visionär zugleich – eine feinfühlige Herausforderung, die zum Nachdenken anregt. Und diese Herausforderung ist heute wichtiger denn je.

 

Die Bewerbungsunterlagen erhalten Sie auf www.nationalpark-harz.de unter „Kunst und Kultur“.


Nur tote Bäume im Nationalpark Harz? Antwort: NEIN - Waldwandel zur Wildnis im Film erklärt

Wenn man heute durch den Nationalpark Harz wandert, bietet sich auf einigen Waldflächen ein bizarres Bild. Graue Holzgerippe abgestorbener alter Fichten dominieren die Landschaft und wirken auf zahlreiche Einheimische und Gäste befremdlich. Viele sorgen sich um den Wald und stellen Fragen zu seinem Zustand.

Ein neuer Film, der im Auftrag des Nationalparks Harz von der Firma movit in Hardegsen produziert wurde, erklärt jetzt die Zusammenhänge in dieser ganz besonderen Baustelle der Natur. Er gibt Einblicke in den Wandel zur Wildnis, lässt Experten aus anderen Nationalparken zu Wort kommen und zeigt, dass der Wald trotz vieler toter Bäume so lebendig und dynamisch ist, wie selten zuvor – schauen Sie mal rein.

Der Film steht online unter www.youtube.com/nationalparkharz, ist auch auf der Nationalpark-Facebook-Seite verlinkt und ebenfalls auf der Nationalpark-Webseite unter "Aktuelles".

Die Weitergabe des unveränderten Films ist mit Quellenangabe ausdrücklich gestattet. In Kürze wird auch eine englische Version des Films zur Verfügung stehen

Foto von Caren Pertl


Einzigartige Landschaft und Arbeitsplätze im Südharz erhalten
Naturschutzverbände rufen Ministerpräsidenten im Dreiländereck zum Handeln auf

Hannover - Erfurt - Magdeburg. In einem Offenen Brief haben acht Landesnaturschutzverbände von BUND, NABU, NaturFreunde und der Niedersächsische Heimatbund die Ministerpräsidenten der Länder Niedersachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt aufgefordert, die europaweit einmalige Gipskarstlandschaft im Südharz für nachfolgende Generationen zu erhalten. Der Schutz der natürlichen Lebensräume und Kulturlandschaften müsse dabei Hand in Hand mit der Sicherung nachhaltiger Arbeitsplätze in der Südharzregion gehen.

„Die Gipskarstlandschaft im Südharz ist ein Hotspot der Artenvielfalt, einmalig in ganz Europa“, betonen die Naturschutzverbände. „Durch den Gipsabbau wird das Gestein entfernt, dem die Landschaft ihren ungewöhnlichen und reichen Formenschatz verdankt. Die natürliche Artenzusammensetzung und das Landschaftsbild werden nachhaltig verändert. Übrig bleiben mit Gipsabraum aufgefüllte und gefällig modellierte Steinbrüche mit Allerweltsvegetation.“ Die Verbände fordern daher seit Langem eine Umstellung der Anhydrit- und Gips-Baustoffbranche auf Recycling- und Sekundärgipse sowie nachwachsende Rohstoffe. Die sich bietenden Möglichkeiten werden im Südharz noch nicht konsequent genug umgesetzt, weil der Abbau der Gipsvorkommen günstiger und einfacher ist.


Der Sachsenstein im Südharz, Foto: Siegfried Wielert


„Es ist statistisch belegt, dass im Südharz viele Arbeitsplätze im Tourismussektor und nachfolgendem Gewerbe gebunden sind“, so die Verbände. „Mit der Fortführung des Naturgipsabbaus wird die Landschaft endgültig und unwiederbringlich ihres Potenzials einer nachhaltigen Tourismusentwicklung beraubt.“ Derzeit etabliert sich die Südharzregion länderübergreifend mit hoffnungsvollen Ansätzen im Bereich der touristischen Vermarktung. Mit der Schaffung von regionalen Wirtschaftskreisläufen mittels Vermarktung heimischer Produkte und des in Sachsen-Anhalt etablierten Biosphärenreservats „Karstlandschaft Südharz“ hat die Region einen Platz im Ranking der Nationalen Naturlandschaften gefunden, den es auszubauen gilt.

Einen nachhaltigen Abbau gibt es nicht. Zwar entwickeln sich Abbauflächen kurzfristig zu teilweise hochwertigen Offenlandbiotopen und weisen vorübergehend Arten auf, die es vorher dort nicht gab. Die dann vorkommenden Pflanzen- und Tierarten sind jedoch nicht mehr typisch für die naturnahen Lebensräume auf Gips- bzw. Karstgestein wie artenreiche Magerrasen, orchideenreiche Kalkbuchenwälder, natürliche Erdfälle und die ganze Fülle der Gipskarstformen, die es zu schützen gilt. Die Naturschutzverbände appellieren daher an die Ministerpräsidenten der drei Länder, jetzt die politischen Weichen für einen länderübergreifenden, flächendeckenden Schutz zu stellen und einen offenen Diskurs über die Zukunft der Südharz-Region zu führen.

HINTERGRUND

Die Betriebsräte der in der Region Südharz tätigen gipsverarbeitenden Unternehmen Knauf (Rottleberode), Casea (Ellrich) und Saint Gobain Formula (Walkenried) hatten sich zum Jahreswechsel in einem Brief an die Ministerpräsidenten gewandt und gegen die angebliche Gefährdung ihrer Arbeitsplätze durch die staatliche Verhinderung von notwendigen Abbauflächen protestiert.
Im niedersächsischen Karst sind bereits über 50 % Prozent der Flächen mit oberflächennah vorkommendem Gips abgebaut, in Thüringen aufgrund der größeren Vorkommen etwas weniger.

Mit dem „Hotspot der Biodiversität“ im Südharz und Kyffhäuser sind vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) ausdrücklich „natürliche Biotope“ mit den „typischen Arten“ genannt, die sich über 10.000 Jahre seit der letzten Eiszeit hier entwickelt haben. Diese Natur kann durch noch so intensive Renaturierung nicht wieder hergestellt werden. Die Einmaligkeit der Karstlandschaft besteht neben der Biodiversität in ihrer ganz besonderen Geologie. Nur im Südharz treffen teilweise hohe Niederschläge, kalkfreie Bäche und Flüsse aus dem Harz und oberflächennah vorkommender Gips aufeinander. Bäche schaffen Steilwände, Naturhöhlen entstehen, fallen wieder ein und lassen oberirdisch Senken, Erdfälle, Bachschwinden, periodische Seen, Abhänge und Rutschungen entstehen.


Die Walkenrieder Zisterziensermönche sind nicht die Väter der Oberharzer Wasserwirtschaft, waren aber führend im Harzer Hüttenwesen

Aktuelle Harz-Zeitschrift 2018 erschienen – Beiträge zur Harzgeschichte von Quedlinburger Keramik über die Rolle der Walkenrieder Mönche im Harzer Hüttenwesen und Martin Luther bis zur NSDAP in Bad Sachsa

Wernigerode. Soeben erschien im Lukas-Verlag Berlin der 70. Jahrgang der Harz-Zeitschrift für das Jahr 2018, die für den in Wernigerode ansässigen Harz-Verein für Geschichte und Altertumskunde e. V. von Dr. Jörg Brückner herausgegeben wird. Die Zeitschrift hat eine lange Geschichte – sie erschien erstmals 1868.

 

Der aktuelle Band beschäftigt sich mit historischen Fachthemen zahlreicher Orte aus dem gesamten Harz. Die Reihe der Aufsätze zur Harzgeschichte beginnt mit einem Beitrag von Tobias Gärtner zu spätmittelalterlicher Keramik aus Quedlinburg. Fritz Reinboth und Friedhart Knolle haben zur Rolle der Klöster Walkenried und Neuwerk in Goslar im Bergbau und Hüttenwesen des Harzes recherchiert – die Walkenrieder Zisterziensermönche sind nicht die Väter der Oberharzer Wasserwirtschaft, waren aber führend im Harzer Hüttenwesen.

 

Es folgt ein weiterer Beitrag von Joachim Stüben über die Vorlagen für Luthers Editionen der Theologia Deutsch und einen unbekannten Sammelband aus der Bibliothek des Klosters Himmelpforten bei Wernigerode. Eine Südharzer Momentaufnahme der Industriegeschichte hat Hans-Heinrich Hillegeist verfasst – sein Beitrag lautet „Von der Gewehrfabrik zur Reckhammer- und Feilenfabrik auf Oderfeld bei Lauterberg“. Rudolf G. A. Fricke liefert sodann einen Forschungsbericht über den aus Braunschweig stammenden Carl Geitel, den er als „Forstwirt, Politiker und Gelegenheitslyriker“ charakterisiert. Markus Jaeger schließt die Reihe der Hauptbeiträge des Bandes mit einer Untersuchung zur Rolle der NSDAP und den staatlichen Behörden in Bad Sachsa am Südharz 1931/32.

 

Harzverein für Geschichte und Altertumskunde e.V. (Hg.)
Harz-Zeitschrift 2018, 70. Jahrgang 2018
156 Seiten, 28 Abb., 170 x 240 mm, Broschur, Schwarzweißabbildungen
ISBN 978-3-86732-319-2
Erschienen im Lukas-Verlag http://www.lukasverlag.com


Hochkarätige Naturmotive der „Glanzlichter 2017“ gastieren in Ilsenburg

Wanderausstellung vom 12. Februar bis 22. Mai 2019 im Nationalparkhaus Ilsetal zu Gast

Die Sonderausstellung „Glanzlichter 2017“ wird am Mittwoch, dem 12. Februar 2019, um 17 Uhr eröffnet und ist bis 22. Mai 2019 im Nationalparkhaus Ilsetal zu sehen. Alle Natur- und Fotofreunde sind zur Eröffnung der Ausstellung herzlich eingeladen oder können sie im Anschluss zu den Öffnungszeiten des Nationalparkhauses besuchen. Der Eintritt ist kostenfrei. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!


Markus van Hauten - Der Stern

Es ist schon eine schöne Tradition geworden, dass der Nationalpark Harz die preisgekrönten Fotografien der Internationalen Fürstenfelder Naturfototage zeigen kann. Das Projekt „natur & fotografie“ Monreal hat sich längst zum größten Naturfoto-Wettbewerb Deutschlands entwickelt. Unter dem Titel „Glanzlichter" werden in jedem Jahr die Besten prämiert und in Wanderausstellungen gezeigt.

Im Wettbewerb 2017 wurden 20.162 Bildeinsendungen von 1.059 Fotografen aus 35 Ländern eingereicht. Für die Veranstalter ist das Ergebnis ein eindrucksvoller Beweis für das hohe Renommee der Glanzlichter und es belegt, welche Wertschätzung der größte deutsche Naturfoto-Wettbewerb seit Jahren genießt.

„Fritz Pölking Award-Gewinnerin 2017“ ist Roberta Pagani aus Italien mit ihrem Foto ›Wer hat meine Badehose?‹

Unweit der Südspitze Kamtschatkas, einer abgelegenen, vulkanischen und kaum bewohnten Halbinsel südöstlich von Sibirien, liegt der Kurilensee. Jedes Jahr wandern von Mitte Juli bis August Millionen von roten Sockeye-Lachsen aus dem Meer zum Laichen hierher. Diesen reich gedeckten Tisch haben die Braunbären entdeckt und sind zu dieser Jahreszeit ebenfalls an diesem Ort anzutreffen. Sie fischen und fressen sich
Körperfett an, damit sie den Winter überstehen. Dieser Bär lief einem Lachs hinterher. Plötzlich stoppte er und schaute umher. Offensichtlich hatte er den Fisch aus den Augen verloren. Er suchte geraume Zeit die Wasseroberfläche ab, und als er keinen Fisch erspähen konnte, stellte er sich überraschend auf seine Hinterbeine. In dieser Position schien er eine bessere Aussicht zu haben und begann erneut, das Wasser abzusuchen. Kurz danach hob der Bär die beiden Vorderbeine an und Wasser tropfte über sein Fell. Dies war für Roberta ein so lustiger Anblick, dass sie sofort den Auslöser betätigte.


'Wer hat meine Badehose?' von Roberta Pagani

Glanzlichter-Nachwuchs-Naturfotograf 2017

Glanzlichter-Nachwuchs-Naturfotograf 2017 ist der 13-jährige Lasse Kurkela aus Finnland mit seinem Bild ›Wer kommt denn da?‹. Er fotografierte, wie ein Vielfraß versuchte, sich so unbemerkt wie möglich, über einem Baumstamm an eine Elster heranzuschleichen. Als diese den Störenfried bemerkte und ihm den Kopf zudrehte, drückte der Fotograf auf den Auslöser.


'Wer kommt denn da?' von Lasse Kurkela

Auch für den Glanzlichter-Jahrgang 2017 hatte Barbara Hendricks, Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, die Schirmherrschaft übernommen. Die Auszeichnung mit dem Patronat des „Deutschen Verbandes für Fotografie“ ist ebenfalls eine Würdigung des hohen Glanzlichter-Standards. Die Glanzlichter-Sponsoren aus der Fotoindustrie stellten die Preise im Gesamtwert von 28.000 € zur Verfügung.

Vier Tage nahmen sich die Juroren die Zeit, um alle Bilder zu beurteilen. Erst dann standen die Gewinner der Glanzlichter 2017 fest. Die Jury bestand 2017 aus Isabel Synnatschke, Naturfotografin und Buchautorin, Jörg Ehrlich, Naturfotograf und Reiseveranstalter, sowie die Veranstalterin des Naturfoto-Wettbewerbs und Naturfotografin Mara Fuhrmann.

Die Siegerehrung der Gewinner fand während der 19. Internationalen Fürstenfelder Naturfototage am Freitagabend, 12. Mai 2017 statt. Nach der Ausstellungseröffnung sahen die Besucher erstmals die neuen Glanzlichter in der großen Foto-Ausstellung und bei der Siegerehrung der Gewinner auf der Bühne.

Nun wandern die Glanzlichter 2017 zwei Jahre durch Deutschland und Italien und werden dort in Museen, Naturparks und Nationalparks sowie in Galerien gezeigt. Vom 12. Februar bis 22. Mai 2019 macht die Ausstellung Station im Nationalparkhaus Ilsetal. Weitere Ausstellungsdaten finden Sie auf der Glanzlichter-Webseite.

Buch zur Ausstellung

Das Buch zur Ausstellung mit allen Bilder und ausführlichen Informationen ist im Nationalparkhaus Ilsetal erhältlich. Darin sind auf 136 Seiten die Aufnahmedaten und Geschichten zum jeweiligen Bild nachzulesen. Wer keine Gelegenheit hat, vorbei zu kommen und sich die Gewinnerbilder in der Ausstellung anzuschauen, kann das Buch auch unter www.glanzlichter.com  erwerben.


Julia Rad - Durstig

 


Keine neuen Belastungen für das Mansfelder Land – BUND Sachsen-Anhalt lehnt neue Abfalldeponie in Mansfeld-Großörner ab

Derzeit liegen die Unterlagen für eine neue Abfalldeponie der Fa. Martin Wurzel HTS Baugesellschaft, Mansfeld, aus, die auf Teilen des ehemaligen Freiesleben-Schachts eine neue Abfalldeponie zu errichten. Dazu läuft derzeit ein Planfeststellungsverfahren. Die Deponie soll eine Fläche von über 10 ha einnehmen. Über einen Zeitraum von 25 Jahren sollen fast 3 Mio. Tonnen Inertabfälle eingelagert werden.

Bürgerinitiativen, Umweltgruppen und auch Kommunen vor Ort lehnen es ab, in der mit Schwermetallen und anderen Giften hochbelasteten Region des Mansfelder Landes weitere Deponien zuzulassen.

„Ziel müsse es vielmehr sein, die Region mit viel mehr Tempo zu sanieren und vorhandene Belastungen abzubauen“, so der Landesvorsitzende des BUND Sachsen-Anhalt, Ralf Meyer.

Zahlreiche Untersuchungen haben immer wieder gezeigt, dass das Mansfelder Land zu den am stärksten mit Schwermetallen belasteten Regionen Sachsen-Anhalts gehört. Über den Schlüsselstollen fließen stark erhöhte Schwermetallgehalte aus dem Mansfelder Land über die Saale und Elbe bis in den Hamburger Hafen und die Nordsee. Der Altlastensanierung und dem Bodenschutz kommt daher im Interesse der Umwelt und der hier lebenden Menschen eine hohe Priorität zu. Die Schwermetallbelastungen in den Böden und Pflanzen sind hier so hoch, dass es zu Vegetationsschädigungen, Ertragsausfällen und teilweise zu Belastungen des landwirtschaftlichen Erntegutes kommt. Hieraus ergeben sich Probleme für die landwirtschaftliche Nutzung und ein nicht unerhebliches Gefährdungspotential für die Nahrungskette bis hin zum Menschen. Hier besteht ein großes Handlungsdefizit und der Landkreis Mansfeld-Südharz steht in der Verantwortung, ein Bodenplanungsgebiet einzurichten, wie es im ebenfalls hochbelasteten Landkreis Goslar schon seit langem existiert. Diese Forderung wird auch von Gutachtern erhoben, die festgestellt haben, dass die Schäden am Boden im Raum Mansfeld zum Teil massiv und irreversibel sind, so dass die Umsetzung der Bundesbodenschutz-verordnung im Rahmen des Bundesbodenschutzgesetzes dem Rechnung tragen muss. Teilweise Stilllegungen von Flächen sind in den Untersuchungsgebieten ökologisch wie ökonomisch unvermeidlich. Der Staat und besonders die Region sind in diese Verantwortung mit einzubeziehen. Hier besteht ein erhebliches Handlungsdefizit.

„Es ist kontraproduktiv, in einer so stark belasteten Region weitere Deponien einzurichten“, so Ralf Meyer abschließend.



Die Deponie im jetzigen Zustand. Man gewinnt den Eindruck, dass der jetzige Status lediglich "nachlegalisiert" werden soll.
Foto: BUND Sachsen-Anhalt.


Freiwilliges Ökologisches Jahr mit Wildnisfeeling - FÖJ-Stelle für ein halbes Jahr im Nationalpark-Besucherzentrum Torfhaus zu besetzen

Torfhaus. Nach der Schule erst einmal etwas anderes machen? Das Studium hält doch nicht, was es versprochen hat? Im Herzen des Nationalparks Harz besteht jetzt die Gelegenheit, für ein halbes Jahr in die Wildnis einzutauchen, sich im Rahmen von Nationalparkexkursionen auszuprobieren und sich den Bergwind um die Nase wehen zu lassen.

Auch die spannende Arbeit am Infotresen mit den Gästen aus Nah und Fern gehört zu den Aufgaben der FÖJ (Freiwilliges Ökologisches Jahr)-Stelle, die ab sofort für sechs Monate im Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus besetzt werden kann. „Ich hatte die Möglichkeit, mit vielen interessanten Menschen in der Ausstellung und als Teilnehmende auf den Bildungsveranstaltungen ins Gespräch zu kommen und ihnen die beeindruckende Harznatur nahezubringen“, so eine ehemalige Freiwillige.

Um den Freiwilligen diese Mitarbeit zu ermöglichen, werden sie zunächst umfassend vom Team des Nationalparks ausgebildet. Sowohl die Waldökologie mit der harztypischen Tier- und Pflanzenwelt als auch pädagogisches und didaktisches Grundwissen gehören zum Ausbildungsprogramm. Weitere Seminare erfolgen über die Niedersächsische Naturschutzakademie. Während des FÖJ kann bei Bedarf ein Zimmer auf Torfhaus zur Verfügung gestellt werden.

„Wir freuen uns auf die Mitarbeit von jungen Leuten, die immer wieder für frischen Wind in unserer Einrichtung und in unseren Köpfen sorgen“, so die Leiterin des Nationalpark-Besucherzentrums TorfHaus Heike Albrecht-Fechtler.

Die Bewerbung kann ab sofort über E-Mail an post@torfhaus.info erfolgen. Beginn des FÖJ ist der 15.2. oder 1.3.2019.


Hintergrundinformationen

Nationalpark Harz
Der Nationalpark Harz ist seit 2006 der erste bundesländerübergreifende Nationalpark in Deutschland und gleichzeitig der größte Waldnationalpark Deutschlands. Hier werden auf etwa 250 km² die einheimischen Fichten-, Misch- und Buchenwälder geschützt. Bereits auf etwa 62 % der Fläche gilt das Motto „Natur Natur sein lassen“. In manchen Bereichen werden Waldentwicklungsmaßnahmen durchgeführt, um eine naturnahe Entwicklung der ehemaligen Nutzwälder zu unterstützen.


Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus
Das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus ist eine der zentralen Einrichtungen der Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit des Nationalparks Harz. Betrieben wird es vom BUND-Landesverband Niedersachsen in einem Trägerverbund mit der Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks Harz und der Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld. Das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus ist Einsatzstelle für bis zu 2 FÖJler*innen und weiterer Freiwilliger.

Foto: Umweltbildung im Nationalpark Harz, Foto Hermann Zawadski.


Jubiläum wirft Schatten voraus – 25. Kunstausstellung NATUR – MENSCH vom 15.9. bis 13.10.2019

Wernigerode - Braunlage. Die Kunstausstellung NATUR – MENSCH mit der Verleihung des Andreas-Kunstpreises feiert in diesem Jahr ein rundes Jubiläum: Vom 15.9. bis 13.10.2019 findet die 25. Kunstausstellung in der Nationalparkgemeinde Sankt Andreasberg statt. Eröffnung und Preisverleihung erfolgen im Rahmen einer Vernissage am 14.9. um 19 Uhr in der Rathausscheune in Sankt Andreasberg. Bewerbungsschluss für die Künstler ist der 17.5.2019. Die Bewerbungsunterlagen werden rechtzeitig online gestellt.

Hintergrund und Rückblick: Das war die 24. Kunstausstellung NATUR – MENSCH

60 Arbeiten aus den Bereichen Malerei, Grafik, Fotografie und Bildhauerei/Skulptur hielt die 24. Kunstausstellung NATUR – MENSCH unter der Schirmherrschaft des Niedersächsischen Umweltministers Olaf Lies vom 16.9. bis 14.10.2018 in Sankt Andreasberg für ihre Gäste bereit. Eine fachkundige Jury hatte aus 327 Bewerbungen von professionellen Künstlern auch internationaler Herkunft, unter anderem Russland, Iran, Südkorea, Irland, Kanada und Japan, die Ausstellung zusammengestellt.

Die Jury setzte sich 2018 aus folgenden Persönlichkeiten zusammen:
Prof. Karl Oppermann – Maler und em. Prof. der Universität der Künste Berlin
Peter Peinzger – Bildhauer und Philosoph
Dieter Utermöhlen – Maler und Bildhauer
Jens Kilian – Maler und Leiter der Freien Akademie für Malerei Düsseldorf
Detlef Kiep – Maler und Grafiker
Stefan Grote – Bürgermeister der Stadt Braunlage
Andreas Pusch – Leiter des Nationalparks Harz
Dr. Andrea Kirzinger – Biologin im Nationalpark Harz
Walter Merz – Pastor der ev. Martini-Kirche
Theresa Thomas – Vertreterin der kath. Sankt Andreas-Kirche
Olaf Heuer – Leiter Finanzzentrum Goslar der Sparkasse Hildesheim Goslar Peine.
Die Preisjury fand am 11.9.2018 statt.

Die Ausstellung ist traditionell dem Thema und positiven Spannungsfeld von Natur und Mensch gewidmet. Sie greift damit das besondere Anliegen der beiden Veranstalter Nationalpark Harz und Stadt Braunlage auf, die Menschen für die Natur und den Naturerhalt zu gewinnen. Mit den Mitteln der Kunst will die Ausstellung einen emotionalen Zugang zu nationalpark- und naturbezogenen Themen ermöglichen, denn Künstler können wichtige Botschafter für den Naturschutz sein.

Dank der wichtigen Unterstützung der Sparkasse Hildesheim Goslar Peine ist der Andreas-Kunstpreis mit einem Preisgeld von 2.000 € dotiert. Neben dem Hauptpreis wurden auch 2. und 3. Plätze mit jeweils 500 € ausgelobt. Die Sparkasse führt damit auch nach ihrer Fusion die erfolgreiche Kooperation mit Nationalpark Harz und Stadt Braunlage fort und würdigt damit die Kunstaustellung als eine regional bedeutsame Kulturveranstaltung. Gleichzeitig zeigt sie ihre Verbundenheit mit der Harzer Landschaft und den Zielen des Nationalparks. Ein weiterer wichtiger und langjähriger Partner war und ist der Regionalverband Harz. In seiner Funktion als niedersächsischer Landschaftsverband für das Gebiet des Landkreises Goslar förderte er die Kunstausstellung mit Mitteln des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur.

Der Höhepunkt der Kunstausstellung war die Verleihung des Andreas-Kunstpreises am 15.9.2018 in der Rathaus-Scheune in Sankt Andreasberg im Rahmen der Vernissage. Den Preis erhielt Kalle Juhani Spielvogel für seine Installation „Organic Cube“. Auszeichnungen von 500 € erhielten Achim Robert Kirsch für seine Installation „Plastique“ und Salomé Berger aus Münster für ihre Malerei „An hundert Stellen ist es noch Ursprung“. Die Preise wurden von Umweltstaatssekretär Frank Doods übergeben.

Zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft waren erschienen. Die Arbeiten nationaler und internationaler Künstler vermittelten den Betrachtern auf beeindruckende Weise das Zusammen- oder auch Gegenspiel von Natur und Mensch. Einige Arbeiten fanden auch 2018 einen Liebhaber und neuen Eigentümer. Die teilnehmenden Arbeiten sind in einem hochwertigen Ausstellungskatalog dokumentiert, der noch erhältlich ist.

Anlage: Das preisgekrönte Werk von Kalle Juhani Spielvogel aus dem Jahr 2018, siehe oben, Foto Angela Potthast. 


10 Jahre Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus

Am 1.1.2009 öffnete das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus inmitten des länderübergreifenden Nationalparks Harz erstmalig seine Türen.

Damit gelang der Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit des Nationalparks Harz und des BUND ein Quantensprung – denn mehr als 1.170.000 Gäste fanden seither den Weg in die Ausstellungs- und Informationsräumlichkeiten. Dort können sie sich über die lebendige Naturdynamik der Bergwildnis des Nationalparks kundig machen, die einzigartigen Hochmoore und die Bedeutung des Grünen Bandes kennenlernen und sich über die vielfältige Geologie des Harzes informieren. Das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus  wird federführend vom Bund für Umwelt und Naturschutz Niedersachsen e.V. betrieben und setzt die erfolgreiche Arbeit des ehemaligen, seit 1995 aktiven Nationalparkhauses Altenau-Torfhaus fort.

An den über 4300 Veranstaltungen des BUND-Teams nahmen seit 2009 mehr als 45.000 Personen teil. Nicht nur bei Vorträgen und Seminaren, geführten Wanderungen in die Bergwildnis, Hochmoorexkursionen, Bildungsurlauben und Wildniscamps, sondern auch bei Betriebsausflügen, Schulklassen- und Jugendgruppenveranstaltungen u.v.m. fließt die langjährige Erfahrung der vier hauptamtlichen Biologen, die von einem Historiker und Freiwilligendienstlern unterstützt werden, in die umfangreiche Themenpalette der Veranstaltungsangebote ein. Die Vermittlung und Moderation naturdynamischer Prozesse liegt dem BUND-Team ganz besonders am Herzen. Infolge von Monokulturwirtschaft und Klimaveränderungen wandeln sich die Fichtenbestände durch Borkenkäfer-Massenvermehrungen rasant. „Wir haben hier die große Chance, sehr viele Menschen für das Nationalparkziel Natur Natur sein lassen zu begeistern. Gleichzeitig können wir Akzeptanz schaffen für den radikalen und regional großflächigen Wandel ehemaliger Fichtenforste, der oftmals als verstörend empfunden wird, hin zu einer artenreicheren, lebendigen und abwechslungsreichen Wildnis“, so die Leiterin Heike Albrecht-Fechtler.

Aktuell ist geplant, das Zentrum zu erweitern und attraktiver zu gestalten, um die Gäste einzuladen, länger zu verweilen und immer wieder zu kommen. Neue interaktive und barrierefreie Vermittlungsmethoden werden die zentralen Botschaften dann spielerisch, humorvoll und verblüffend präsentieren und den Entdeckergeist der Besucher wecken.  Die Einzigartigkeit und Schutzwürdigkeit des Harzes sowie des Nationalparks als sein wildes Herz stehen im Mittelpunkt. Dafür werden die bereits vorhandenen Ausstellungselemente überarbeitet und ergänzt und auch neue Themen integriert, wie z.B. die Harznatur, der Klimawandel und ein Wechselausstellungsbereich.

Nach Verzögerungen soll die Umsetzung der Erweiterung nun im Jahr 2019 Fahrt aufnehmen. Die Fördermittel stehen der Nationalparkverwaltung Harz und der Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld sowie dem projektleitenden BUND zum Abruf bereit.  Sie kommen aus dem Förderprogramm Landschaftswerte und dem Südniedersachsenprogramm sowie von der Allianz-Umweltstiftung, der Bingo-Umweltstiftung und den Harzwasserwerken.

Weitere Informationen: www.torfhaus.info


Naturerlebnis-Programm 2019 des Nationalparks Harz ist da
Fast 1000 Termine und Veranstaltungen für Natur-Fans

Das Naturerlebnis-Programm 2019 des Nationalparks Harz steht ab sofort in Druckform und auf der Nationalpark-Webseite online zur Verfügung. Auch im nächsten Jahr können unsere Gäste wieder an fast 1000 Terminen und Veranstaltungen teilnehmen. Für Naturbegeisterte gibt es im Nationalpark Harz zusammen mit Nationalpark-Rangern, Förstern und den Mitarbeitern der Nationalparkhäuser zu allen Jahreszeiten viel zu entdecken. Fledermaus-Exkursionen, Tierspurensuche oder ein Naturerlebnis für die ganze Familie – thematisch ist für jeden etwas dabei.


Naturerlebnisprogramm des Nationalparks Harz mit allen Veranstaltungen 2019
als handliche Broschüre zum Mitnehmen (Fotos: Sebastian Berbalk)
oder als Download >>> hier

Auch in diesem Jahr hat der Nationalpark einen inhaltlichen Schwerpunkt auf das Thema „Der Nationalparkwald auf dem Weg zur Wildnis“ gelegt, denn mit dem fortschreitenden Waldwandel mehren sich die Fragen unserer Gäste dazu.
In der Rubrik „Veranstaltungen“ auf der Nationalpark-Webseite www.nationalpark-harz.de  werden in den nächsten Tagen alle Termine chronologisch geordnet eingestellt. Auch eine Auswahl nach Ort oder Veranstaltungstyp ist auf der Plattform möglich. Zur besseren Planung können die Termine zudem direkt in den Handy- oder Outlook-Kalender geladen werden. Eine Kartenübersicht macht das Finden des Veranstaltungstreffpunkts noch einfacher.
Das gedruckte Naturerlebnis-Programm enthält zusätzlich zu den Veranstaltungsterminen 2019 wieder viele Zusatzinformationen über all das, was der Nationalpark Harz darüber hinaus zu bieten hat, angefangen bei den Nationalparkhäusern, den Nationalpark-Partnern und Nationalparkgemeinden bis hin zu öffentlichen Verkehrsanbindungen, Umweltbildung und vielem mehr.
Das Heft im handlichen Flyer-Format ist in allen Nationalparkhäusern und Informationsstellen, bei den Rangern und in zahlreichen Tourist-Infos der Region erhältlich. Es kann auch bei der Nationalparkverwaltung Harz unter Tel. 03943/5502-31 oder über die E-Mail-Adresse unterwegs@nationalpark-harz.de bestellt werden. Zudem ist es auch als Downloadversion auf www.nationalpark-harz.de  verfügbar.


Neuausrichtung des Nationalpark-Partnerprogramms im Harz – eine Jahresbilanz 2018 – 2019 werden die ersten neuen Nationalpark-Partner ausgezeichnet

Wernigerode – Braunlage. Eine erfolgreiche Jahresbilanz zieht der Nationalpark Harz für das Projekt der Neuausrichtung seiner Partner-Initiative. Das System der sog. Nationalpark-Partner gibt es bundesweit in vielen Nationalparken und anderen Großschutzgebieten. Im Harz wird das Nationalpark-Partnerprogramm nach nunmehr 12 Jahren analysiert und neu ausgerichtet. Mit der Projektdurchführung ist die Firma inspektour GmbH – Tourismus- und Regionalentwicklung aus Hamburg beauftragt.

Für eine erfolgreiche und nachhaltige Neugestaltung wurden relevante Akteure schon frühzeitig in einer projektbegleitenden Arbeitsgruppe beteiligt. Im Verlauf des Jahres 2018 hat die Arbeitsgruppe, aufbauend auf Befragungsergebnissen und Workshopanalysen, die Projektziele neu formuliert sowie das Selbstverständnis des Nationalpark-Partnerprogramms entwickelt. In einem weiteren Workshop zum Bewerbungsverfahren am 6.11.2018 konnten Ideen und Gedankenansätze für das Bewerbungsverfahren gesammelt und auf realistische Umsetzung in der Praxis geprüft werden. Dabei waren wichtige Fragen zu beantworten: Wie kann ein stabiles und wirkungsvolles Bewerbungssystem für das Nationalpark-Partnerprogramm Harz langfristig aussehen? Welche Kriterien sollen touristische Akteure erfüllen, um Nationalpark-Partner werden zu können?

Teilnehmer waren:

  • Nationalpark-Partner
  • Nationalpark-Waldgaststätten
  • Tourist-Informationen
  • HTV
  • Reiseveranstalter „Wandern im Harz“
  • Mountainbike-Guides
  • Interessierte Gaststätten und Beherbergungsbetriebe
  • Verkehrs- und Mobilitätsbetriebe
  • Interessierte Touristenführer/-guides
  • Nationalpark-Einrichtungen
  • Weitere freizeittouristische Einrichtungen

Aufbauend auf den Ergebnissen aus den Workshops und verschiedenen Umfragen im Nationalpark und in der Region werden nun 2019 u. a. die Kriterien und das zukünftige Bewerbungs-/Zertifizierungsverfahren entwickelt. Geplant ist, dass 2019 die ersten Partner nach dem neuen System ausgezeichnet werden.

 

Ein Meilenstein – Partner-Betriebe und Initiative ServiceQualität Deutschland (SQD)

 

Ein interessanter Mehrwert des Projekts ergab sich erst jüngst, angestoßen von der langjährigen Nationalpark-Partnerin Sabine Günther, die mit ihren Ferienwohnungen am Markt in Wernigerode schon seit vielen Jahren die SQD-Zertifizierung durchläuft. Um ServiceQ-Betrieb zu werden, muss ein Unternehmen einen Qualitäts-Coach in seinen Reihen haben. Zudem muss der Betrieb eine Servicekette untersuchen, zwei unternehmensadäquate Werkzeuge bearbeiten und einen Maßnahmenplan erstellen. Verhandlungen haben nunmehr ergeben, dass alle Partner-Betriebe – auch bundesweit – ihre Partner-Auszeichnung als Qualitätsauszeichnung im Bereich der „Anerkennungswerkzeuge“ zur SQD-Zertifizierung heranziehen können. Mehr Informationen unter www.q-deutschland.de.  

 

Hintergrund

 

Im Nationalpark-Partnerprogramm Harz arbeiten Schutzgebiet und Nationalpark-Partner eng zusammen. Ziel ist es, den Nationalpark-Gedanken in einer aktiven Partnerschaft innerhalb der Region und bei unseren Gästen zu festigen, den umweltfreundlichen und nationalparkorientierten Tourismus weiterzuentwickeln und damit die  Region nachhaltig zu fördern. Die Nationalpark-Partnerbetriebe sind Botschafter des Nationalparks und ein Bindeglied zwischen Nationalparkverwaltung, Einwohnern und Gästen.

 

Seit 2006 sind 47 Beherbergungsbetriebe in der Nationalparkregion ausgezeichnet und vernetzt. Um eine Weiterentwicklung zu ermöglichen, wurde das Projekt „Neuausrichtung der Nationalpark‐Partnerschaft“ entwickelt. Ergebnis soll ein regional angepasstes und nachhaltiges Strategie-, Organisations- und Finanzierungskonzept sein, um einen langfristigen Erfolg der Partnerschaft sicherzustellen. Mit neuen Ideen und Impulsen werden Maßnahmen entwickelt und im Projektzeitraum sowie darüber hinaus umgesetzt.

 

Die bisherige Nationalpark-Partnerschaft ist hier dargestellt: www.nationalpark-harz-partner.de

 

Foto: Treffen der Planungsgruppe der touristischen Nationalpark-Partnerschaft im Harz zur Neuausrichtung des Projekts


Fotowettbewerb HarzNATUR startet wieder - Einsendeschluss ist der 15. März 2019

Der Nationalpark Harz ruft gemeinsam mit der SilverLynx Media GmbH aus Herzberg Fotografinnen und Fotografen auf, ihre schönsten und spektakulärsten Bilder aus dem Harzer Nationalpark beim Fotowettbewerb HarzNATUR 2019 einzureichen. Mit ihren Motiven von spannenden Tierbegegnungen, atemberaubenden Landschaften oder den kleinen Wundern am Wegesrand können Hobby- und Profi-Fotofreunde ihre Faszination für die Natur im Nationalpark Harz mit anderen teilen. Die schönsten Bilder begeistern regelmäßig viele Menschen in einer vielbeachteten Foto-Ausstellung und im jährlich erscheinenden Nationalpark-Fotokalender HarzNATUR.



Beim Fotowettbewerb HarzNATUR geht es vor allem darum, die eigene Begeisterung für die Harzer Natur in beeindruckenden Fotomotiven auszudrücken. Teilnehmen kann, wer Spaß am Fotografieren hat. Die Teilnahme ist kostenfrei. Einsendeschluss ist der 15. März 2019. Das Einhalten der Nationalparkregeln ist selbstverständlich auch beim Fotografieren Pflicht.

Alle Informationen zu den vier Wettbewerbskategorien, was es zu gewinnen gibt und die genauen Teilnahmebedingungen gibt es auf www.fotowettbewerb-harznatur.de oder per Post oder Telefon beim Nationalpark Harz, Außenstelle Oderhaus, 37444 Sankt Andreasberg, Telefon 0 55 82 / 91 89 – 41.

Alle Teilnehmenden unterstützen aktiv die Harzer Luchse und ihre Erforschung, denn 100 % der Erlöse des Fotokalenders kommen dem Luchsprojekt Harz zugute: Dieses ermöglichte mit einer erfolgreichen Wiederansiedlungskampagne die Rückkehr der großen Samtpfoten in den Harz und ihre Ausbreitung in angrenzende Gebiete. Heute widmet sich das Projekt vor allem der Dokumentation der weiteren Entwicklung und der Forschung beispielsweise zu den Ausbreitungswegen der Harzer Luchse.

>>> zur pdf-Datei: Ausschreibung HarzNATUR

Foto: Kategorie B: „Brockenmilchstraße“ von Matt Aust aus Halle


Wegweisende Neuerungen - Überarbeitung von Hinweisschildern und Wanderwegemarkierungen im Nationalpark Harz

Wer dieser Tage durch den Nationalpark Harz wandert, findet an vielen Stellen erneuerte oder neu installierte Beschilderungen der Wanderwege. Bis zum Ende der Wandersaison 2018 wurden zahlreiche Markierungen im Nationalparkgebiet überarbeitet und auch neue Ziele in die Wegweiser aufgenommen. Wenn Eis und Schnee im Harz Einzug halten, werden die Außenarbeiten weitgehend beendet sein. Über die Wintermonate werden weitere Schilder in den Nationalpark-Werkstätten aufgearbeitet und die Besucherlenkung für noch ausstehende Nationalpark-Teile optimiert.

Mit den aktuellen Änderungen in der Beschilderung nimmt der Nationalpark Harz auch zahlreiche Bürgerhinweise auf. So wurde beispielweise vor kurzem die Ausschilderung des beliebten Rundwanderwegs „Rund ums Torfhausmoor“ bei Torfhaus erneuert. Besonders beliebte Wanderziele wie der WaldWandelWeg oder das neue Luchsdenkmal am Kaiserweg wurden ergänzt. Auch die Beschilderung der Mountainbike-Routen wurde überarbeitet. Weitere Markierungsarbeiten erfolgten auf dem Hölle-Landmann-Pfad, der auch als „Eulenstieg“ bekannt ist. Ein neues, orangefarbenes Eulensymbol weist nun den Weg auf diesem sehr anspruchsvollen Pfad durch eine besonders wilde Gegend des Schutzgebiets. In naher Zukunft werden hier an unübersichtlichen Stellen noch weitere Wegweiser ergänzt, ebenso wie am Höllenstieg zum Brocken.

Auf dem Brockengipfel soll im kommenden Jahr ein neues Wegeleit- und Informationssystem installiert werden. Bei den extremen Wetterbedingungen der Brockenkuppe müssen diese Schilder natürlich besonders robust sein. Erste Probebohrungen für die sturmfeste Verankerung sind deshalb bereits im November diesen Jahres erfolgt. Die Aufstellung der neuen Wegweiser ist für das kommende Frühjahr geplant.

Einen wichtigen Hinweis möchte der Nationalpark Harz dennoch allen Wanderern mit auf den Weg geben: Für den Fall der Fälle gehört immer eine gute Wanderkarte in den Rucksack! Trotz aller Bemühungen für besucherfreundliche Markierungen und Hinweisschilder dient diese Absicherung der Hilfe zur Selbsthilfe. Sturm kann selbst stabile Schilder umwerfen, die Navigationssoftware auf dem Handy kann ausfallen. Moderne Karten geben Sicherheit und liefern heute zahlreiche weitere Informationen über das Wandergebiet.

Foto frei mit dieser PI: Neuer Schilderbaum in Torfhaus mit dem Brocken im Hintergrund, Foto Claudia Mothes, Nationalpark Harz.


Noch sechs Wochen bis zum Bewerbungsschluss – wieder vier Open-Air-Nationalpark-Semester ausgeschrieben – Commerzbank-Umweltpraktikanten können sich bis zum 15. Januar 2019 bewerben

Wernigerode – Braunlage. Das Commerzbank-Umweltpraktikum bringt frischen Wind in das Studium zahlreicher Studenten, die den Prüfungsstress und Uni-Alltag für ein mehrmonatiges Praktikum in den schönsten Landschaften Deutschlands hinter sich lassen wollen und mal etwas Neues ausprobieren möchten. Bewerbungsschluss ist der 15. Januar 2019. Weitere Informationen gibt es in www.umweltpraktikum.com

 

Im Nationalpark Harz waren es 2018 vier Studenten in vier Einsatzstellen: Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus, Natur-Erlebniszentrum Hohne-Hof, Nationalpark-Bildungszentrum Sankt Andreasberg und Nationalparkhaus Sankt Andreasberg.

Das Commerzbank-Umweltpraktikum bietet die einmalige Chance, Natur intensiv zu erleben und dabei wichtige Kompetenzen für die spätere Berufswahl zu erwerben. Im Zuge des Praktikums werden praxisnahe Inhalte aus den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung vermittelt – vom Watzmann über den Harz bis zum Wattenmeer. Im Mittelpunkt stehen die großen Herausforderungen unserer Gesellschaft: Energie, Umwelt und Klimaschutz.

 

Die Arbeit der Praktikanten ist dabei im Nationalpark Harz sehr vielfältig – von geführten Wanderungen über Gespräche zum Thema Borkenkäfer und die Beantwortung der Frage „Stirbt der Wald“ über Mitarbeit an Forschungsprojekten bis hin zur Vorbereitung und von Junior-Ranger-Fahrten und Camps ist fast alles dabei…

 

Seit dem Start 1990 hat sich das Commerzbank-Umweltpraktikum zu einer nicht mehr wegzudenkenden Größe im gesellschaftlichen Engagement der Bank entwickelt. Zahlreiche Praktikanten haben bisher in den teilnehmenden Nationalparken, Naturparken und Biosphärenreservaten einzigartige Orte für ihr Engagement gefunden. Die Absolventen bringen ihre Erfahrungen dort ein, wo sie sich bewegen – sei es in Wirtschaft, Politik, Gesellschaft oder Umwelt. Vielen Teilnehmern hat das Umweltpraktikum den Einstieg ins Berufsleben geebnet.

 

Anl. Foto frei mit dieser PI: Umweltbildung im Nationalpark Harz – die Hauptaufgabe der Commerzbank-Umweltpraktikanten, hier Henrike Wilmsen mit einer Schülergruppe, Foto Nationalpark Harz